Berliner Schachgeschichte(n), Ausgabe 12

Die schöne Amanda

Eine weitere Verkaufsstelle, Petsch’s war am Hausvogteiplatz 2 eingerichtet. Dieser Ort im Zentrum Berlins, in Laufnähe anderer Schachtreffs wie des Café Belvédère, dürfte der Ort gewesen sein, an dem Max Lange mit der schönen Tochter des Wirts, Amanda, Schach spielte. Der Meister gibt der Amateurin natürlich eine Vorgabe. Berücksichtigt werden muss, dass die Protagonistin, die erste durch Partiebeispiele belegte Schachspielerin Berlins, zum Zeitpunkt der Partie erst 16 Jahre alt war, also eine Jugendspielerin. [10]

 

Dieser zweiten Partie und der Möglichkeit 3… b5 ist ein Gedicht gewidmet:

“Doch Kieseritzkys Flügelzug
Giebt Gegenangriff nicht genug,
Und mindestens sehr unbequem
ist “klassisch Spiel,” nicht stark zudem:
Max Lange macht es schon zu Schanden
In seinen Spielen mit Amanden,
Neumann weist neu die Schwäche nach:
Nichts taugt, was klassisch heisst im Schach.” [7]

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