Schach-Club Kreuzberg e.V.
15Dez/181

Skat & 960

Heute gab´s 960 und Skat. 16 Teilnehmer fanden sich insgesamt ein, jeweils 8. Doof für die Sieger, aber der Spielleiter hat keine Lust, sich in Anbetracht dieses enormen Interesses an den Vereinsaktitvitäten irgendwas prosaisches aus den Fingern zu saugen.

Nun doch die Ergebnisse vom Schach960, ganz unprosaisch:

Dirk Paulsen gewinnt vor Klaus Lehmann und Adis Artukovic

veröffentlicht unter: Allgemein Kommentar schreiben
Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. Es müsste ja nicht gleich etwas Prosaisches sein, die Meldung der Ergebnisse würde ja zunächst genügen.
    Immerhin hatte ich mir die Mühe gemacht, die Einzelergebnisse zu rekonstruieren, da Klaus Lehmann, als “Schriftführer” beim 960-Turnier, lediglich eine Fortschrittstabelle angefertigt hatte. Insofern lag theoretisch sogar die Kreuztabelle vor.
    Ich bedauere ebenfalls, dass das 960 nicht höher frequentiert wird. Wir hatten mal recht ordentliche und sogar wachsende Teilnehmerzahlen. In den letzten Monaten ist es nicht nur rückläufig sondern sogar jedes Mal so bedrohlich, dass man um eine Austragung bangen muss.
    Wenn man jedoch parallel zwei Turniere ansetzt — hier das Skat-Turnier und das 960-Turnier — dann muss man natürlich in Kauf nehmen, dass BEIDE unterbesetzt sind. Vielleicht hätte ja der Eine oder Andere, der sich denn doch für das Skat-Turnier entschied, “notfalls” auch beim 960 mitgemacht (beispielsweise: Georg Adelberger?!).
    Nichts gegen das Skat-Turnier, welches offensichtlich eine gewisse Tradition hat. Zudem scheint es deshalb eine gewisse Anziehungskraft auszuüben, da dort — anders als beim Schach, wo dieses ziemlich großflächig und dankenswerterweise nachhaltig verbannt wurde — der mäßige bis übermäßige Genuss vom Alkohol zum guten Ton gehören zu scheint. So erlebte jeder 960 Teilnehmer, dass bei jedem Gang in die unteren (Theken-)Räumlichkeiten die Stimmung dort ordentlich anwuchs.
    Dennoch bleibt der Schachclub Kreuzberg eben das, was er ist: ein Schachclub. Die Beschwerden vor der Austragung gingen ja beinahe dahin, dass das 960-Turnier abgesetzt werden sollte, damit mehr Leute beim Skat mitspielen würden?!?! Nun hat dies aber doch für einiges Gelächter bei den 960-Teilnehmern gesorgt. Wir sollten demnach verpflichtet werden, beim Skat mitzu”mischen”, damit sie dort nicht so wenige wären? Nun, falls NUR Skat angesetzt worden wäre, dann wäre ich jedenfalls nicht dort erschienen und spreche vermutlich für die anderen Teilnehmer gleichermaßen. Insofern also diese anzulocken und dann zu sagen: “Schön, dass ihr gekommen seid, aber 960 is heute nich, wir spielen Skat und ihr macht mit! Das ist ein Befehl!” war vermutlich der Gedanke, welcher für die ausgelöste Heiterkeit gesorgt hat.
    Also: die Beschwerde von Georg Adelberger ist zwar verständlich, da er sich vermutlich einen gut besuchten Vereinsabend gewünscht hatte — wie vermutlich jedes Mal, als echter Schach-Enthusiast, und dies ist keineswegs despektierlich gemeint –, müsste diese Beschwerde aber gegen “Unbekannt” richten. Das 960-Turnier erfreut sich (eben nicht) abnehmender Beliebtheit, wofür man vielleicht ebenfalls nach Erklärungen suchen könnte (welche ich durchaus anzubieten hätte), die acht Teilnehmer waren mehr oder weniger dem Standard der Vormonate entsprechend. Die Nicht-erschienenen Skat-Enthusiasten dürften sich kaum angesprochen fühlen, und dies sogar nach hier vertretener Ansicht völlig zurecht. “Au weia, ich bin Mitglied eines Schachclubs und habe das traditionelle Jahresturnier in der Disziplin Skat (wer wird Glücksmeister?) NICHT besucht. Somit habe ich dem Spielleiter des Schachclubs den maximalen Frust verschafft, so dass dieser nicht einmal eine Endtabelle veröffentlicht hatte? Jetzt schäme ich mich aber und gelobe zugleich: im nächsten Jahr bin ich dabei! Ich werde mir sogar die Regeln des Skatspiels durchlesen!”

    Selbst wenn ich sehr wohl weiß, dass Skat KEIN reines Glücksspiel ist, so ärgert es mich doch schon seit Jahrzehnten, dass DIESES sogar vom Gesetz her von den Glücksspielen ausgenommen ist, während andere Spiele wie vor allem Backgammon weiterhin (teils zu meinem Leidwesen in früheren Jahren) dazu gezählt wird, obwohl man sehr wohl und sogar sehr einfach nachweisen könnte, dass dort die Glückselemente geringer sind und nicht nur dass: die Anzahl der möglichen Züge ist beim Backgammon wesentlich höher, so dass sich die höhere Geschicklichkeit auch besser auswirkt. Man könnte dies auch so ausdrücken: der bessere Spieler hat mehr Möglichkeiten, seine Spielstärke auszuspielen. Selbst wenn jeder Spieler des Spiels zugleich den durchaus vorhandenen Glücksanteil anerkennt, aber auch in Kauf nimmt. Denn: anders als beim Schach hat der Schwächere immer das Gefühl, mit dem besseren Würfelglück gewinnen zu können (was dieses Spiel jedoch explizit NICHT vom Skat unterscheidet).


Leave a comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Noch keine Trackbacks.

%d Bloggern gefällt das: