Kein Magdebruch in Magdeburch: SCK holt zum Auftakt zwei Mannschaftspunkte in der Oberliga Ost
“Hundertmal in Berlin versackt / In Hamburg ging’s wild zu / Harte Nächte auch in Bremen / Und sogar in Magdeburg“. Ihrem Song “Wir sind der Weg” zufolge waren die Toten Hosen also eher selten in Magdeburg, wo für uns die neue Oberligasaison starten sollte. Anders als die Hosen kannte sich unsere Kreuzberger Truppe dank DSAM und Schachgipfeln in der Stadt aber schon ein bisschen aus. Sightseeing stand an diesem Oktoberwochenende trotzdem wenig an, denn endlich stand wieder Schach auf dem Plan. Am Start war die wilde Machertruppe aus Robert, Johannes, Aaron, Freddy, Aron, Julian, Ersatzmann Constantin und Ersatzmonster Momme. Zum Saisonauftakt gab es für unsere Erste den Magdeburger Doppelpack: am Samstag gegen Gastgeber USC, am Sonntag gegen Zweitliga-Absteiger Aufbau Elbe.
Samstag: USC Magdeburch
Der USC stellte hinten etwas schwächer auf als befürchtet, war dafür vorne stark besetzt. Das Match lief gut an und bot reichlich spannende Duelle, die allesamt bis in die beidseitige Zeitnot dauerten.
Unserer leichten Favoritenrolle wurden wir zuerst an den hinteren Brettern gerecht. Wie es bei den Eisbären Berlin nach einem Tor so schön heißt: „Ene meine miste, es rappelt in der Kiste!“. Bei Kreuzberg rappelte es gleich doppelt, jeweils nach ein paar kleinen Taktiken samt Qualitätsgewinn. An Brett 7 verwirrte Constantin seinen Gegner mit hochgradig fragwürdigen Eröffnungsexperimenten derart, dass dieser seinen Vorteil binnen weniger Züge in eine schwierige Stellung verwandelte und zwei simple Taktiken übersah. Momme spielte eine deutlich dominantere Partie voller kleiner taktischer Feinheiten, die in ein Spiel auf ein Tor und schließlich Materialgewinn mündeten.

Der weit angereiste Julian konnte den Trend leider nicht fortsetzen: Nach einer stark schwankenden Partie verpasste er die rettende Verteidigung und ließ sich respektvoll mattsetzen. Dafür ging Freddy als Sieger aus seinem Theorieduell hervor. Die kläglichen Angriffe auf seinen König wehrte er mühelos ab, und die positionelle, am Ende auch materielle Dominanz seines Läuferpaars zwang den Gegner schließlich zur Aufgabe.
Das Läuferpaar spielte auch bei Aron eine Hauptrolle: Bis tief in die Zeitnot beherrschte es das Brett, als Aron dann im bekanntlich heimtückischen 40. Zug übersah, dass sein Gegner ihm das Läuferpaar nun forciert abnehmen konnte. Das folgende Endspiel verlor er dann unglücklich (also, zumindest war Aron darüber unglücklich). Es sollte dabei angemerkt werden, dass auch der 41. Zug direkt nach der Zeitkontrolle für seine Patzerhäufigkeit berühmt-berüchtigt ist. Bei manchen Spielern sind aber ebenso der 42., 43., 44. Zug und eigentlich generell fast alle anderen Züge fragwürdig (zumindest kommt es dem Autor bei sich gerade so vor).
Für zusätzliche Spannung im Match sorgte schließlich Robert. Er opferte an Brett 1 gegen seinen starken Gegner schon in der Eröffnung eine Qualität, bekam aber nie echte Kompensation und musste nach tapferer Gegenwehr den Punkt abgeben. 3:3, der USC hatte ausgeglichen.

Machten wir uns Sorgen um den Ausgang? Nein. Denn an den Brettern 2 und 3 reichte zu diesem Zeitpunkt schon das Bauernzählen für die richtige Stellungsbewertung: Johannes und Aaron hatten in sehr unterschiedlichen Endspielen jeweils einen dicken, fetten Mehrbauern. Bei Aaron stabilisierte der Mehrbauer die Bauernkette, sicherte seinen König und ermöglichte den siegreichen Königsangriff mit Dame und Springer, einem im Endspiel zu Recht gefürchteten Duo. Johannes ließ nach einem strategisch hochspannenden, damenlosen Mittelspiel im Turmendspiel zwischendurch vielleicht mal ein Remis zu, überspielte seinen Gegner am Ende aber risikolos. Der wollte seine Niederlage (und die seines Teams) nicht einsehen und spielte selbst mit einer Dame weniger noch einige Züge lang erfolglos auf Patt.
5:3 ist kein dominanter, aber ein richtig wichtiger Sieg gegen eine der schlagbaren Mannschaften der Liga. Im Anschluss wurden die Sektkorken knallen gelassen und im (darf man das mit 30 noch schreiben?) jugendlichen Leichtsinn der eine oder andere Schabernack getrieben.
Sonntag: Aufbau Elbe Magdebruch
Nein, nicht verlesen: Der Sonntag war für den Großteil der Mannschaft keine Sternstunde und sorgte für den einen oder anderen „Bruch“. Aber der Reihe nach.
Den Auftakt machten wieder einmal Momme und Constantin an den hinteren Brettern, diesmal allerdings unter entgegengesetzten Vorzeichen: Quasi zeitgleich legten sie kurz vor der Zeitkontrolle eine Grätsche hin und mussten sich geschlagen geben. Momme lieferte immerhin noch einen harten Kampf um einen Vorpostenbauern seiner Gegnerin. Constantin dagegen spielte eine Katastrophenpartie ohne Eröffnungskonzept und Gegenspiel und bereute seine nicht existente Vorbereitung bitter. Auch Aaron geriet am dritten Brett mit Schwarz früh unter Druck und musste sich vergleichsweise bald geschlagen geben. Johannes kämpfte nach einer wilden Partie zwar tapfer bis tief ins Endspiel, musste seinem Gegner am Ende aber ebenfalls die Hand reichen.
Einziger Lichtblick des Tages war erneut Freddy. Zwar verschätzte er sich in der Eröffnung gnadenlos und gab seinen Traumläufer auf g2 grundlos auf (Engine: von ausgeglichenem Spiel Sprung zu +1 für den Gegner). Die Haltung „Das ist noch meine Theorie“ kennen wir allerdings schon von ihm. In Graal-Müritz prägte er Anfang des Jahres in strategischer Verluststellung (laut Engine +2 für den Gegner, direkt aus der Eröffnung) den schönen Ausspruch „Dit hab ick doch bei Keymer so gesehen“. Trotz dieser Eröffnungsextravaganzen erkämpfte sich Freddy dank seiner taktischen Brillanz einen Mehrbauern. Je schlechter die Stellung seines Gegners wurde, desto finsterer wurde auch dessen Blick, bis Freddy über seinen Freibauern eine schöne Gabel ansetzte und den einzigen vollen Punkt für den SCK einsackte.
Ein paar Remis holten wir immerhin noch: Julian spielte eine solide Partie und war mit dem Ergebnis eigentlich zufrieden, weil er mit einer ähnlichen Variante vor einer Weile noch sehr schlechte Erfahrungen gemacht hatte und es diesmal besser lief. Vielleicht wurde Julian durch seinen morgendlichen, entspannten 12-km-Lauf entlang der Elbe „aufgebaut“. Robert kam nach Ungenauigkeiten in der Eröffnung und einem spannenden Bauernopfer für die schwarzen Felder aus einer Gewinnstellung heraus leider nur zum Remis. Auch Aron führte einen langen strategischen Kampf, bei dem sein Gegner scheinbar das Springerproblem lösen wollte, indem er sein Rössel die spannende Route g1-e2-g3-h1-f2-d3-c5-d3-e5 springen ließ. Mit ungleichfarbigen Läufern ließ sich im Endspiel aber auch für Aron nicht mehr als ein halber Punkt herausholen. Der Endstand von 2,5:5,5 war dann leider doch sehr deutlich, kann aber gegen starke Gegner auch mal vorkommen.
Unerwartet kam dagegen Johannes’ Geistesblitz auf dem Weg zum Zug: Sein Handy lag noch beim Schiedsrichter. Sehr löblich, vielleicht wollte er auch abseits des Bretts über jeden Cheating-Verdacht erhaben bleiben. Fürs Bahnticket braucht man heutzutage aber dann doch das Smartphone. Und so ließen wir Johannes in Magdeburg zurück, in der Hoffnung, dass er dort nicht noch handy- und ticketlos strandet. Nach Stunden ohne Rückmeldung wuchsen unsere Sorgen, bis er und erlöste und meldete, dass er die Gelegenheit genutzt und spontan gleich beim dortigen Unisport mitgemacht hatte.
Ausblick


Unsere einzige Auswärtsfahrt der Saison war sehr unterhaltsam und schachlich völlig in Ordnung, auch wenn sich ein paar von uns erst wieder an hochklassiges Schach gewöhnen müssen. Es war am Ende dann doch nicht der totale „Magdebruch“. Als Nächstes steht im November ein Heimspiel gegen die Schachfreunde an, die wir als Reisepartner diese Saison noch öfter bei uns begrüßen werden. Schwankend zwischen (vermutlich übertriebenen) Abstiegsängsten und Aufstiegsträumereien erwarten wir gespannt, was die Saison noch bringt. Oder, um es mit den Hosen zu sagen: „Wir haben unser Leben noch nicht gelebt / wir brauchen kein Ziel, wir sind der Weg“
Detaillierte Ergebnisse finden sich wie immer beim Ergebnisdienst
Neues FIDE-Rating für Chess960
Die FIDE hat auf ihrer letzten Generalversammlung beschlossen für Chess960 eine eigene Wertung einzuführen. Die neue Wertung wird zum 1. Juni 2027 kommen. Unklar ist noch die Art der Berechnung. Das wird noch getestet und verhandelt. Man darf gespannt sein ob ein eigenes Rating-System der Variante dabei hilft im Breitenschach populärer zu werden. Hier zur Originalnachricht
Saisonstart bei den den Frauen-Mannschaften: 2. Frauenbundesliga und Frauen-Regionalliga
Mit 3 Mannschaftspunkten ist der Saisonstart in die 2. Frauen-Bundesliga fast gelungen: Am 1. Spieltag gewann unsere Frauen-Mannschaft knapp gegen die Berlinerinnen vom SV Königsjäger Süd-West, am Sonntag reichte es dann nur zu einem Unentschieden gegen den SK Lehrte. Gespielt wurde aufgrund einer Verlegung beim Reisepartner Oberschöneweide. Die TSG spielte mit gleichem Ergebnis, steht aber nun in der Tabelle aufgrund besserer Brettpunkte vor uns.
In den nächsten beiden Runden im November spielen wir beim SK Johanneum Eppendorf gegen die Hamburgerinnen und gegen den SK Delmenhorst.
Tabelle der 2. Frauen-Bundesliga West
Auch die Frauen-Regionalliga Ost hat am Sonntag begonnen. Die erste Begegnung mit dem SSV Rotation Berlin konnten wir mit 2,5 : 1,5 für uns entscheiden. Im November empfangen wir die USG Chemnitz.
Tabelle der Frauen-Regionalliga-Ost

anstehende Turniere
Ein bisschen Werbung für die nächsten Turniere abseits der “normalen” Monatsturniere. Die Anmeldung für den Einzelpokal läuft schon ein paar Wochen. Die Anmeldung für die anderen 4 Turniere ist hiermit eröffnet.
| Datum | Turnier | Auswertung | ||
| 23.10. | Freestyle-Blitz (Blitz-960) | Anmeldung | Turnierseite | – |
| 29.10. | Fritz-Stutzke-Pokal | Anmeldung | Turnierseite | DWZ |
| 03.11. | Monatsblitz (Elo-Blitz) | Anmeldung | Turnierseite | Elo |
| 27.11. | Monatsschnellschach (Elo-Rapid) | Anmeldung | Turnierseite | Elo |
| 22.01. | 3.Bullet-Turnier | Anmeldung | Turnierseite | – |
BMM 1.Runde: 4 Siege, 2 Remisen, 2 Niederlagen
Der BMM-Start war überwiegend freundlich. Die Landesliga startet eine Woche später in die Saison. Wie gewohnt mannschaftsübergreifend alles auf einen Blick. Unsere BMM-Seite ist aktualisiert mit den Links zum neuen Ergebnisdienst.
FM Wolfram Heinig gewinnt das 30. überbezirkliche Seniorenturnier

Neue Namen und neue Sieger beim 30. Jubiläum des überbezirklichen Schachturniers für Senioren:
1. Platz: FM Wolfram Heinig – 6,5 P.
2. Platz: Naim Ilia – 5 P.
3. Platz: FM Jürgen Brustkern – 5 P.
Rangliste mit allen Ergebnissen
Zur Feier des Jubiläums haben Frau Dörner und das Bezirksamt Kuchen und belegte Brötchen spendiert. Vielen lieben Dank dafür! Ein kleiner Wermutstropfen: Die Beteiligung war nicht so hoch wie erwartet. Da können wir nur sagen: Ihr habt etwas verpasst! Sogar RBB24 war bei uns im Club und hat gefilmt – ob es tatsächlich einen Beitrag gab, haben wir noch nicht gesehen.
Eine Rückschau und ein Abschied von Marion Dörner – Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Der Start für das Turnier wurde von Jürgen Brustkern (damals noch Mitarbeiter des BA-Friedrichshain) gelegt, indem er den damaligen Bürgermeister (und passionierten Schachspieler) Helios Mendiburu von einem überbezirklichen Schachturnier im Rahmen der Berliner Seniorenwoche überzeugte.
Aufgrund von Veränderungen nach der Bezirksgebietsreform wurde das Turnier ab 2001 vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg angeboten und seit 2009 bieten wir das Turnier in Zusammenarbeit mit dem Schachclub Kreuzberg an, seit 2020 in den Räumlichkeiten des Schach-Clubs.
Die Berliner Seniorenwoche hat ihren Umsetzungszeitraum geändert, das Turnier hat auch ohne „Zusammenhang mit der Seniorenwoche“ überlebt.
In dieser langen Zeit haben viele Menschen, an die wir mit gerne denken, das Turnier unterstützt und belebt, u.a. sind das Elke Schliebe, Werner Ott, Ergun Arkan, aber auch Günter Thiele.
Abschließend möchte ich mich ganz herzlich beim Kreuzberger Organisationsteam um Brigitte Große-Honebrink und Helmut Abraham bedanken!
Frau Dörner ist im nächsten Jahr nicht mehr dabei, weil sie in den verdienten Ruhestand geht. Wir wünschen ihr alles Gute und bedanken uns herzlich für die vielen Jahre der erfolgreichen und angenehmen Zusammenarbeit.
Brigitte Große-Honebrink (2. Vorsitzende) und Helmut Abraham (Seniorenbeauftragter)
Ausschreibung: 30. überbezirkliches Senioren-Schachturnier
Ergebnisse vom Alexander-Kurz-Gedenkturnier
Der Abend begann kurz nach 18 Uhr mit einer Gedenkfeier, zu der sich diverse Weggefährten, Freunde und Bekannte von Alexander eingefunden haben. Mit dabei war u.a. Thomas Weischede von der Lasker-Gesellschaft, einige aus seinem Go- Freundeskreis bzw. des Berliner Go-Verbandes, Spieler von seinem ehemaligen Verein Schachfreunde Berlin (damals noch: Schachfreunde Neukölln), von der Betriebsschachgruppe BA Tempelhof und natürlich vom SC Kreuzberg sowie weitere Gäste. Thomas hat zum Einstieg fachmännisch Alexanders Top-Partie vorgestellt – ein sehenswerter Sieg gegen GM Jörg Hickl von 1990 aus Alexander’s Bundesligazeit. Ein wahres Meisterstück und ganz typisch für seinen dynamischen Spielstil. Danach wurden in der illustren Runde Erinnerungen mit zahlreichen Anekdoten ausgetauscht. Jeder Einzelne hat durch die unterschiedlichen Lebensphasen, durch das Schach oder durch GO ganz persönliche Erinnerungen an Alexander. Nebenbei lief über den Beamer eine Fotosammlung, die ich hier am Ende des Beitrags angehängt habe.
Anschließend spielten wir das “Alexander-Kurz-Gedenkturnier”. Mit 42 Teilnehmern war das Turnier in der Breite und in der Spitze stark besetzt. Neben den vielen Stammspielern des Monatsturniers waren erfreulicherweise diverse Freunde und Bekannte von Alexander dabei, die sonst nicht den Weg zu uns finden und das Turnier mit ihrer Teilnahme bereichert haben. Der Turnierverlauf war spannend bis zuletzt. Am Ende gab es die seltene Konstellation, dass 5 Spieler mit jeweils 5,5 Punkten punktgleich an der Spitze waren und die Feinwertung entscheiden musste.
Ronny Gaerths gewann hauchdünn mit einem halben Buchholzpunkt Vorsprung vor Dirk Paulsen und Andreas Modler. Hier ein Auszug von der Tabelle mit den Top10 (Link Chess:Manager)
Kleine Fotosammlung mit Schnappschüssen über all die Jahre vom Schach und Go.
Grandprix-Serie Oranienburg – 1. Turnier Oranienburger Herbst-Cup am 17. und 18. Oktober 2026
Gesamtausschreibung_Grand-Prix-Serie-Oranienburg
Am 17. und 18. Oktober beginnt eine Turnierserie mit Gesamtwertung, organisiert vom Oranienburger Benjamin Matthes.
Gestartet wird mit dem Oranienburger Herbst – gespielt wird in 6er-Gruppen, mit Elo-Auswertung.
Ausschreibung_Oranienburger-Herbst-Cup-2026
Das zweite Turnier – ein Blitzturnier, ebenfalls mit Elo-Auswertung – findet beim Schach-Club Kreuzberg am 13. Dezember statt.
Ausschreibung_Kreuzberger-Doppelblitz
Die zwei weiteren Turniere sind dann in 2027 in Oranienburg.
Es lohnt sich besonders, an allen 4 Turnieren teilzunehmen – 1. Platz in der Gesamtwertung 1.000 EUR!
Kreuzberger U12 wird Vizemeister bei der Norddeutschen Vereinsmeisterschaft (NDVM) in Magdeburg
Erstmals hat der Schach-Club Kreuzberg einen Vizemeistertitel bei den Norddeutschen Vereinsmeisterschaften (NDVM) gewonnen!
Unserer U12-Mannschaft um Tino Sander, Tymofii Malyi, Mario Munoz Drozdzewski, Aaron Würzburger und Jona Walkenhorst gelang dieser Coup in der vergangenen Woche in Magdeburg.
In der Schlussrunde gewann das Team mit 4:0 gegen Potsdam und überholte dadurch Ortsrivalen TSG Oberschöneweide auf der Zielgeraden. Norddeutscher Vereinsmeister wurde souverän der Hamburger SK mit 13:1 Mannschaftspunkten, Oberschöneweide und wir erzielten 11:3 Punkte.
Den letzten Qualifikationsplatz für die Deutschen Vereinsmeisterschaften (DVM) am Jahresende erreichte Werder Bremen (9:5), der dritte Berliner Vertreter Empor wurde Fünfter (8:6) und muss auf einen Freiplatz hoffen. Insgesamt nahmen 18 Mannschaften aus acht Bundesländern teil.
Schlüsselmoment des Turniers war das 2:2 gegen Oberschöneweide in der Vorschlussrunde. Nach Niederlagen im „Oberhaus“ konnten unsere beiden hinteren Bretter Mario und Aaron mit jeweils tollen Leistungen den Wettkampf noch ausgleichen.
Grundlage für den Erfolg ist der große Kampf- und Teamgeist unserer fünf Jungs, aber auch das anspruchsvolle Training der U12-Leistungsgruppe mit Tom George, der ganz sicher ein “Vater” dieses Erfolgs ist.
Nun bereiten wir uns auf die DVM zu Jahresende erneut in Magdeburg vor, zu der sich beide Teams – die U10 und die U12 – qualifiziert haben. Dann wollen wir erneut zeigen, was wir können!
Dirk Sander
(Koordinator der U12-Leistungsgruppe)
Ergebnisse beim Veranstalter Sachsen-Anhalt
Fotogalerie Magdeburg 2026
Fritz-Stutzke-Pokal 2026 ausgeschrieben
Der Fritz-Stutzke-Pokal 2026 ist ausgeschrieben und die Anmeldung ist hiermit eröffnet.
FM Alexander Kurz: Gedenkfeier und Gedenkturnier am 25.09.
Unser Monatsschnellschachturnier am 25.09. steht diesmal in einem besonderen Zeichen: Wir widmen es FM Alexander Kurz. Um ihm einen würdigen Rahmen zu geben, beginnen wir um 18:00 Uhr mit einer gemeinsamen Gedenkfeier im Verein. Anschließend spielen wir das Turnier in seinem Gedenken. Neben unseren Stammspielern freuen wir uns besonders über Weggefährten sowie Freunde und Bekannte von Alexander, die diesen Abend mit uns teilen möchten.

FM Alexander Kurz – Ein Nachruf
Eine kleine Bilderserie mit Schnappschüssen vom Schach und Go.
Berliner Jugendmannschaftsmeisterschaft U10: SC Kreuzberg Berliner Meister
Mit 10 von 10 Mannschaftspunkten werden unsere U10-Kinder souverän Berliner Meister – ohne eine verlorene Partie. Wir gratulieren zum 1. Platz und zur Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft nach Weihnachten in Magdeburg. Nachdem unsere U10-Mannschaft im letzten Jahr Deutscher Vizemeister wurde, kann das diesjährige Team wieder mitmischen. Viel Erfolg dabei!
Zweiter wurde die Mannschaft von Weisse Dame, Dritter Zitadelle Spandau. Der Deutsche Meister in der U10 2025 stellte nicht die stärkste Mannschaft auf und war daher kein Konkurrent.
Alle Ergebnisse und Tabellen der U10
Ebenfalls am Start waren 2 U8-Mannschaften und zwei U25-Mannschaften. Beide Mannschaften konnten aber nicht in das Titelgeschehen eingreifen.
Blitz-Marathon mit Happy End: Kreuzberger holen den 4. Platz bei den Berliner Mannschaftsmeisterschaften 2026
Der Sommer geht zu Ende, die Temperaturen werden langsam wieder erträglich, und man kann das Haus verlassen, ohne einen Hitzeschock zu riskieren. Was macht der geneigte Berliner Schachverrückte also an einem wunderbar sonnigen Spätsommersonntag? Richtig: Er spielt 29 Runden intensives, stickiges, nervenzerfressendes Blitzschach bei den Berliner Blitzmannschaftsmeisterschaften.

Das Turnier dürfte damit eine der härtesten Prüfungen im Berliner Schach sein; erst recht, wenn man sich wie unsere tapferen Kreuzberger nebenbei noch für die Norddeutschen Meisterschaften qualifizieren möchte. Manch ein Teilnehmer hatte schon nach wenigen Runden keine Lust mehr, und selbst die Hartgesottenen kämpften spätestens zur Turnierhälfte mit beträchtlichen Motivationsproblemen. Allen Widrigkeiten zum Trotz spielte sich unsere junge Truppe (Altersschnitt rund 25 Jahre) auf den 4. Rang und machte die angestrebte Qualifikation damit locker klar.
Kreuzberg trat mit zwei Mannschaften an, beide etwas schwächer besetzt als in den Vorjahren. Unsere Zweite spielte ein ordentliches Turnier, musste aber gleich in Runde 1 eine herbe Niederlage gegen Kreuzberg I verkraften: 1,5:2,5, und das gegen eine Mannschaft in Unterzahl.
Unterzahl? Ja. Unsere Erste (Constantin, Momme und Arthur) bestritt die ersten beiden Runden mit unbesetztem Spitzenbrett. Zugpferd Robert hatte sich am Morgen vergaloppiert, einen Bus an sich vorbeitraben lassen und deshalb die ersten beiden Runden verpasst. Die folgenden drei absolvierte er im Halbschlaf und mit selbstgewähltem Eröffnungshandicap. Merke: Ein Pferd sollte vielleicht doch bei seinen Hufeisen bleiben, statt ein Hippopotamus sein zu wollen. Aus drei Partien sprang so nur ein einziges Gnadenremis heraus. Bei aller (nicht ganz ernst gemeinten) Kritik: Nach dem Aufwachen und der Eröffnungsumstellung zeigte Robert eine enorme Leistung. Seine großartigen Siege trugen entscheidend dazu bei, dass wir gegen das Topteam der Schachfreunde ein 2:2 und gegen die zweitplatzierten Tegeler sogar ein 3:1 holten.
Apropos hervorragende Leistung: Hier führt kein Weg an Arthur vorbei. Nachdem er tags zuvor schon bei den Einzelmeisterschaften phänomenal aufgespielt hatte, schlug er nun mit enorm trickreichem und schnellem Spiel einen Gegner nach dem anderen und kam auf etwa 25 von 29 möglichen Punkten. (Etwa, weil die Einzelergebnisse noch immer nicht veröffentlicht sind und die Mannschaftsergebnisse obendrein kleine Fehler enthalten.) Nach 29 Runden hatte unser 13-jähriger Starspieler dann noch Lust auf die Rückrunde, die die Organisatoren vor der letzten Runde scherzhaft angekündigt hatten. Vielleicht ist die Geheimwaffe neben gutem Schach ja einfach, jung zu sein (schwer zu erreichen) oder über enorme Fitness und Ausdauer zu verfügen (etwas weniger schwer, aber auch nicht leicht). Wie auch immer: Es war eine wahre Freude, oft schon nach zwei Minuten Spielzeit ein „1:0 Kreuzberg“ von Brett 4 zu hören.
Am anderen Ende der Skala hatte ein verschlafener Vogel an Brett 2 (der Autor) im Laufe des Turniers mit zunehmenden Ausfallerscheinungen zu kämpfen, stand der starken Teamleistung aber immerhin nicht allzu sehr im Weg. Brett 2 ist vermutlich der falsche Ort für jemanden, der im Blitz 150 Punkte schlechter spielt als im klassischen Schach, während es bei den Jugendlichen genau andersherum läuft. Zum Glück lieferte an Brett 3 Momme, Toptalent unserer Landesligamannschaft, auch gegen starke Gegner verlässlich gute Ergebnisse und verbesserte sein Rating beträchtlich. Mit Arthurs Punkterausch konnte er zwar nicht ganz mithalten, aber das konnte an diesem Tag ohnehin niemand.
Die Mannschaftsergebnisse (und evtl. irgendwann auch die Einzelergebnisse) finden sich bei chessresults
Durchmarsch mit 100%
Er hats mal wieder allen gezeigt. Top-Favorit und Seriensieger Dirk Paulsen hat mit 7 aus 7 souverän alles abgeräumt. Hier die eingebettete Tabelle oder direkt bei chess-results.com






























































