Letzten Donnerstag begann die Clubmeisterschaft 2026 mit 35 Teilnehmern. Zum Auftakt gabs gleich 2 Außenseitersiege. Die Auslosung der 2.Runde ist nun online. Zur Turnierseite
Allgemein
Oberliga Ost: 1. Mannschaft holt 7,5 Brettpunkte, aber nur einen Mannschaftspunkt gegen Rotation Pankow und Görlitz
Neues Jahr, neue Doppelrunde in der Oberliga Ost: Auf Basis der Erfahrungen der letzten Saison machten wir uns bereits am Freitag auf in das doch recht weit entfernte Görlitz, um unser Schachwochenende in vollen Zügen zu genießen. Zugegeben, wir verbrachten etwas mehr Zeit mit der Vorbereitung auf unsere Gegner als mit der fast durchgehend gut restaurierten Architektur der Görlitzer Innenstadt, aber was wir sahen, war beeindruckend. Dank exzellent organisierter Unterkunft und Verpflegung hatten wir viel Zeit für spannende Diskussionen und für die Spielfreudigen unter uns natürlich auch für ein wenig Blitzschach. Manche Spieler konnte so Mut und Selbstvertrauen für den morgigen Spieltag sammeln, andere verzweifelten eher an ihren (fehlenden) Blitzkünsten. Wirklich Mutige machten mitten in der Nacht noch einen kleinen Abstecher über die Grenze nach Polen, nur um nach 2 Polizeikontrollen festzustellen, dass der Schengenraum auch nicht mehr das ist, was er mal war. So oder so, wir waren wie immer bestens vorbereitet.
Samstag: Rotation Pankow
Im Anschluss an morgendliche Spaziergänge (ausnahmsweise nicht nach Polen) wartete mitten im wunderschönen Stadtkern von Görlitz mit Rotation Pankow unser erster Gegner auf uns. Es sollte ein enger Kampf werden, obwohl wir an fast allen Brettern nominell die Underdogs waren.
Gerade an den unteren 5 Brettern schlugen wir uns eigentlich exzellent: Micha an Brett 6 wickelte mit Schwarz souverän in ein ausgeglichenes Endspiel ab und machte ein unkompliziertes Remis. Freddy an Brett 4 stand dagegen in der Eröffnung unter Druck, glich aber in einem damenlosen Mittelspiel halbwegs aus und spielte die Partie sicher bis zum Remis runter. Neben diesen zwei sicheren Remis lieferten die anderen Bretter zumindest zeitweise Gewinnstellungen für Kreuzberg, beginnend mit Julian. Dieser hatte an Brett 7 aus einem Franzosen mit Weiß großen Vorteil nachdem sein Gegner in riskante Theoriegefilde vorgestoßen war. Dieser genoss nach seinem geplanten Qualitätsopfer aber Kompensation, insbesondere durch Julians zur Neige gehende Bedenkzeit. Am Ende wurde die Partie so trotz objektiven Stellungsvorteils Remis. Aarons dominantes Eröffnungsspiel wurde nicht belohnt, da die übers Brett gejagte gegnerische schwarze Dame auch tief im weißen Lager immer wieder ein sicheres Feld fand. Trotz zwischenzeitlichen Gewinns: Wieder Remis. Eindeutiger war Constantins Gewinnstellung. Diese hatte er in einem komplexen Mittelspiel erarbeitet, verpasste aber in Zeitnot mehrfach die richtige Ausfahrt zum Sieg (den berühmten “Cashout”), stand im Endspiel wieder auf Gewinn, nur um sich letztlich den scheinbar riskanten Weg zum Sieg nicht zu trauen und Dauerschach zuzulassen. Nochmal Remis.

Nach drei verpassten Chancen und fünf Remis verblieben die oberen drei Bretter, welche mit drei Schwarzsiegen enden sollten. Während Robert an Brett 1 in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischt und von Igor Glek systematisch zusammengeschoben wurde, kämpfte sich Johannes nach starker Partie durch einen langen Grind zum überfälligen Sieg und hielt damit die Kreuzberger Fahne hoch (siehe Diagramm). Leider hatte zuvor Aron an Brett 3 nach guter Eröffnung den Faden, einen Bauern und damit auch die Partie verloren. Der Endstand von 3,5:4,5 bedeutete für uns seine Niederlage mit mehreren unverwandelten Elfmetern, die mindestens der Ausgleich hätten liefern dürfen.
Sonntag: Görlitz
Am nächsten Morgen ewarteten uns die überwiegend mit tschechischen und polnischen Meistern besetzten Görlitzer. Respektable Gegner also, die gegen Rotation früher in der Saison ein überzeugendes 5,5:2,5 geholt hatten. Doch wir ließen uns vom favorisierten Gegner nicht beeindrucken.
Zunächst spielten Micha und Julian unabsichtlich ein kleines Thematurnier im königsindischen Angriff. Micha holte mit Weiß nicht viel aus der Eröffnung und willigte in ein frühes Remis ein, während Julian mit Schwarz lange besser stand, aber später in einem unklaren Turmendspiel ebenfalls Remis annahm. Weiter oben hielt Robert nach optisch zunächst etwas gedrängt aussehender Stellung gegen seinen GM-Gegner Remis. Aron machte ebenfalls mit Schwarz Remis, allerdings nach wesentlich dynamischerem Spiel und eher aus einer Position der Stärke. Johannes zog an Brett 2 gegen seinen GM den Kürzeren, nachdem er sein Läuferpaar aufgab, der entstehende Angriff am Königsflügel aber nicht durchschlug.

Am unteren Brett 8 gewann Constantin mit Weiß dank großen Raumvorteils und überzeugendem Qualitätsopfer pünktlich zu Zug 40 seine Partie (siehe Diagramm). Ebenfalls zur Zeitkontrolle hatte Freddy auf einmal eine Mehrfigur gegen 3 Bauern auf dem Brett. Sein langfristiges Bauernopfer in der Eröffnung machte sich bezahlt, und er gewann das Endspiel mit Dame, Springer und fortgeschrittenem Freibauern schnell. Beim Stand von 4:3 wandten sich alle Blicke zu Aaron, der mit Schwarz in der Eröffnung etwas unter Druck stand, aber später komfortabel ausglich. Leider vertat er sich im entstehenden Endspiel mehrfach in Folge, was zum Verlust von 2 Bauern und nach zäher Verteidigung zur Niederlage führte. Der Endstand 4:4 gegen starke Görlitzer ist kein schlechtes Ergebnis, aber da war mehr drin.
Fazit
Insgesamt hatte das Wochenende große Ähnlichkeit zur ersten Doppelrunde, wo wir erst gegen Tegel zahlreiche Chancen zur knappen Niederlage vergeigten, um dann gegen die Schachfreunde knapp am Sieg vorbeizuschlittern. “Und täglich grüßt das Murmeltier” … oder wie Aaron es ausdrückte: Wir waren diese Saison potenziell 3 Brettpunkte davon entfernt, 100% der Mannschaftspunkte zu holen, und hatten alle diese Punkte auch schon auf dem Brett. Positiv betrachtet haben wir also nach geschaffter Halbzeit wahrscheinlich den härtesten Saisonstart der Liga gehabt und bereits gegen die gesamte obere Hälfte der Liga sehr respektabel gespielt. Umgekehrt heißt das, dass ab jetzt jeder Kampf gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf geht. Es bleibt also spannend, auch wenn die nächsten Runde erst Ende Februar ansteht.
Alle Ergebnisse finden sich wie gehabt beim Ergebnisdienst.
Bulletturnier: IM Barp vor GM Glek und Hubai
Es war ein kleines Spektakel mit starker Beteiligung. Soweit ich weiß war es eine Premiere, denn Bullet gabs im Berliner Turnierkalender wohl noch nicht. Aus meiner Sicht war es längst überfällig diese Lücke im Turnierkalender mal zu schließen, denn was online die mit Abstand am meisten gespielte Variante ist, kann doch Over-the-Board kein Rohrkrepierer sein. Mit etwas Werbung im Vorfeld hat sich dann ein illustres Teilnehmerfeld gefunden. IM Alberto Barp und GM Igor Glek waren mit ca. 200 Elo-Punkten Abstand zum Rest des Teilnehmerfeldes die haushohen Favoriten auf den Turniersieg. Mit dabei viele Kinder und Jugendliche und ein auffallend niedriges Durchschnittsalter.
Gespielt wurde mit der Bedenkzeit von 1 Minute + 2 Sekunden Inkrement. Für den Bullet-typischen Unterhaltungswert war gesorgt und die vielen unverhofften Partiewendungen und Zeitnotdramen gehörten natürlich auch dazu. In Runde 5 trafen die beiden Top-Favoriten aufeinander. Man musste kein Hellseher sein, um zu erahnen, dass der Gewinner der Partie GM Glek vs. IM Barp bereits die Weichen für den Turniersieg stellen könnte. Und so kam es dann auch. Alberto gewann die Top-Partie, punktete weiter mit 100% und gab nur die letzte Runde Remis, um den Turniersieg abzusichern. Dahinter Igor, der alle anderen Runden gewann, aber damit nur noch Zweiter werden konnte. Beide zogen an der Tabellenspitze einsam ihre Kreise und distanzierten das restliche Teilnehmerfeld um 3 Punkte. Ungefährdet Dritter wurde Mykola Hubai mit starken 15 Punkten. Die Turnierleitung hat spontan noch 3 Extrapreise ausgelobt. Darüber freuen konnten sich Phuc Nhat Nguyen als Gesamtvierter (1. Jugendpreis), FM Daniel Holzapfel als Gesamtfünfter (Seniorenpreis) und Yunus Yildiz als Gesamtsechster (2. Jugendpreis).
Das kleine Experiment Bulletturnier ist damit gelungen und es gibt mit Sicherheit eine Fortsetzung.
| Bullet | Teiln. | |||
| Tabelle | 35 | IM Alberto Barp | GM Igor Glek | Mykola Hubai |
Kevin Huth gewinnt beim Jahresauftaktblitz
| Januar | Teiln. | |||
| Blitz-Tabelle | 23 | Kevin Huth | Andreas Modler | Daniel Holzapfel |
Die aktualisierte Blitz-Grand-Prix-Wertung
Michael Quast gewinnt den Preisskat 2025
Nachzureichen ist noch das Ergebnis des kurz vor Weihnachten ausgespielten Preisskats. Hier gewann nach diesmal nur einer Runde (aus Zeitgründen entfiel der 2. Durchgang) Michael Quast vor 7 weiteren Teilnehmern.
Der Verein bleibt am Freitag, 9. Januar 2026 geschlossen
Macht es euch heute zu Hause gemütlich – das Bezirksamt hat uns darüber informiert, dass heute alle Sportanlagen im Bezirk geschlossen bleiben. Davon ist auch das Haus des Sports betroffen.
Daher öffnen wir heute nicht – leider fällt damit heute auch das Turnier 960 aus. Das werden wir zu gegebener Zeit nachholen.
Die Jugendbundesliga morgen und die BMM am Sonntag sind davon nicht betroffen.
Kreuzberger unterwegs bei der DSAM in Potsdam
Am Wochenende tourte die Deutsche Amateurmeisterschaft in Potsdam. Von Freitag bis Sonntag wurden 5 Runden gespielt. Mit dabei 33 (!) Kreuzberger und 4 Kreuzberger schafften es aufs Treppchen. Die 4 Top-Platzierungen bedeuteten gleichzeitig den Sieg in der Vereinswertung.
| DSAM Potsdam | Teiln. | |||
| Gruppe A | 29 | Frederick Dathe | Marius Gramb | Alfred Nemitz |
| Gruppe B | 93 | Thomas Schunk | Marlon Bock | Momme Held |
| Gruppe E | 101 | Felix Zimmermann | Milosz Mlynarski | Leopold Köchert |
| Gruppe G | 157 | Aaron Würzburger | Jonas Schieblich | Gabriel Kreysin |
Nicht alle wurden in Aktion von der Kamera der Turnierfotografin Ingrid Schulz erwischt – wer noch Fotos hinzufügen möchte, kann sie gerne schicken.
Kreuzberger U10-Kinder sind Deutscher Vizemeister 2025!
Turnierbericht von Dirk Sander
Damit hatte niemand gerechnet: Im Herzschlagfinale der Deutschen U10-Vereinsmeisterschaft 2025, die vom 27. bis 30. Dezember in Stuttgart stattfand, holen sich unsere jüngsten Talente den Silberpokal!
Unser Team mit Tino Sander, Lukas Stanisic, Tymofii Malyi, Aaron Würzburger und Jonas Kopper blieb unter allen 40 Mannschaften als einzige ungeschlagen (5 Siege, 2 Unentschieden) – eine herausragende Mannschaftsleistung.
Über das gesamte Turnier hinweg wuchsen unsere Jungs über sich hinaus. Als Teambetreuer hatte ich das „Luxusproblem“, fünf gleichermaßen formstarke und hoch motivierte Kinder ans Brett schicken zu können.
Nach einem Sieg in der Schlussrunde gegen die Überraschungsmannschaft des Turniers von Zitadelle Spandau standen wir sogar kurz vor dem ganz großen Coup. Der Meistertitel ging am Ende aber verdient an Lokalrivalen TSG Oberschöneweide, der Turnierfavorit Hamburger SK überzeugend bezwang und so in der Sonneborn-Berger-Wertung die Nase vorn hatten.

Dass wir beim Kampf um vordere Plätze mitspielen könnten, deutete sich nach zwei klaren Auftaktsiegen erstmals mit dem souveränen 2:2 gegen Mitfavorit USV Dresden (vier ausgekämpfte Remis) in Runde 3 an.
Dramen dann in den Runden 5 und 6: Zunächst verpassen wir durch Turmeinsteller in letzter Sekunde, Tabellenführer SV Oberursel zu entthronen. In der Vorschlussrunde scheinen wir zu verlieren, doch am letzten Brett beweist die Elektronik, dass der Gegner geschummelt hat: Nach Stunden nervenaufreibenden Wartens gibt das Schiedsgericht unserer Reklamation auf „Berührt-geführt“ schließlich statt – wir spielen am Schlusstag um den Titel!
Gegner SK Germering zeigt sich als ganz schlechter Verlierer: Statt den (für einen 10-Jährigen verzeihlichen) Fehler einzugestehen, hagelt es üble Gehässigkeiten und Gegenanträge – die Angelegenheit hat ein trauriges Nachspiel und macht nachdenklich, welche Werte gerade im Kinderschach vermittelt werden sollen, wenn Ergebnisse wichtiger sind als Fairplay.
Am Ende überwiegt bei uns die Freude über den Erfolg aber um Längen: Kreuzberg und Berlin (alle drei Teilnehmer unter den Top 10!) können stolz auf seine jüngsten Schachkinder sein!
Der Dank für diesen Erfolg gebührt vielen: Brigitte, die das Kreuzberger Kinder- und Jugendschach unermüdlich fördert; unserem Trainer Tom, der seit letzten Sommer unsere U10-Trainingsgruppe leitet (die wir um Tino und Lukas herum aufgebaut haben, die zur deutschen Spitze in ihrer Altersklasse zählen) und der daraus in wenigen Monaten Meisterschaftskandidaten geformt hat; den Eltern unserer U10-Kids, die keine Mühe scheuen, unsere Kinder zu unterstützen; aber auch den anderen Kindern und ihren Eltern der Trainingsgruppe, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornen.
Für uns alle ist dieser Jahresabschluss eine große Motivation – im Jahr 2026 geht unsere Reise weiter!
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Bericht Homepage: Die letzte Runde war so spannend – immerhin war Platz 1 in greifbarer Nähe. Dazu musste aber zunächst ein Sieg her gegen das Team von Zitadelle Spandau, das übrigens auch ein sehr gutes Turnier gespielt hat. Das hatte schon mal geklappt – 2,5:1,5. Aber in der Spitzenpaarung besiegte die Mannschaft vom TSG Oberschöneweide mit 3:1 die starken Hamburger und sicherte sich damit Platz 1, wozu wir herzlich gratulieren!
Damit stand das Ergebnis fest: Ein hervorragender 2. Platz für unsere U10-Mannschaft, am Ende mit 12 Mannschaftspunkten und einem Brettpunkt mehr als der Erstplatzierte. Dazu unsere besten Glückwünsche! Lang, lang ist es her, dass wir solch ein Ausrufungszeichen bei einer Deutschen Vereinsmeisterschaft setzen konnten. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten: den Kindern, dem Mannschaftsbetreuer Dirk Sander, dem Trainer Tom George und den Eltern. Ihr seid ein tolles Team!
Mit einer Leistung von 6 aus 7 Punkten am 1. Brett hat Tino Sander den Grundstein gelegt für den Erfolg, an dem alle beteiligt waren:
| Nr. | Name | Tit. | Geb. | DWZ | Elo | Σ |
| 1 | Tino Sander | 2015 | 1738 | 1804 | 6 | |
| 2 | Lukas Stanisic | 2016 | 1691 | 1778 | 4 | |
| 3 | Tymofii Malyi | 2016 | 1313 | 1595 | 4½ | |
| 4 | Aaron Würzburger | 2015 | 1247 | 2½ | ||
| 5 | Jonas Kopper | 2016 | 1000 | 3 |
| Pl. | Team | Ø DWZ | Land | MP | SoBo | BP |
| 1 | TSG Oberschöneweide | 1567 | Berlin | 12 | 168 | 19 |
| 2 | SC Kreuzberg | 1497 | Berlin | 12 | 158½ | 20 |
| 3 | SK Germering | 1480 | Bayern | 10 | 165½ | 20 |
| 4 | Hamburger SK | 1646 | Hamburg | 10 | 165 | 19½ |
| 5 | Karlsruher SF | 1335 | Baden | 10 | 128½ | 18½ |
| 6 | SV Oberursel | 1565 | Hessen | 10 | 127½ | 15½ |
| 7 | SF Heidelberg | 1386 | Baden | 10 | 125½ | 16 |
| 8 | USV TU Dresden | 1602 | Sachsen | 9 | 173 | 18½ |
| 9 | SC Zitadelle Spandau | 1142 | Berlin | 9 | 135 | 15½ |
| 10 | TTC Fritzdorf | 1199 | Nordrhein-Westfalen | 9 | 118 | 15½ |
Komplette Tabelle mit 40 Mannschaften
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Heute in der letzten Runde kann noch alles passieren. Wir spielen gegen den SC Zitadelle Spandau. Am Spitzenbrett spielen Hamburg und Oberschöneweide. Falls die TSG gewinnt, haben wir sogar im Falle eines Sieges sogar die Chance auf Platz 1.
Hier könnt ihr die Übertragung verfolgen. Daumen drücken!
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Heute startet auch unsere U10-Mannschaft bei der DVM, heute morgen zunächst mit einer machbaren Aufgabe. Aber danach wird es noch zwei weitere Runden geben – ein anspruchsvolles Programm am 1. Spieltag und auch am 2. Tag.
Rundenbeginn heute und morgen ist 09:30, 13:00 und 16 Uhr. Am letzten Tag wird nur noch eine Runde um 09:00 Uhr gespielt.
Wir sind an Platz 5 gesetzt – das lässt doch hoffen! Wir drücken euch ganz doll die Daumen und wünschen euch Erfolg und viel Spaß bei dem Turnier!
Vielen Dank an Dirk Sander, der das Team begleitet! Und natürlich an die Mütter, die ebenfalls dabei sind.

Live-Übertragungen

In der Bahn wurde dafür gesorgt, dass alle im Zug wussten, wo sie die U10-Mannschaft des Schach-Club Kreuzberg finden.
3. Platz bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft U20w
In Rotenburg/Wümme haben unsere Mädchen bei der DVM U20w einen Podestplatz errungen. Sie wurden Dritter hinter dem Sieger Essen-Werden und unserem Reisepartner in der Frauen-Bundesliga, dem Chemnitzer SC. Wir gratulieren dem Team und der Mannschaftsbetreuerin Amina zu diesem Erfolg. Beeindruckend auch die Ausbeute an Brettpunkten – Maha sogar mit 5,5 aus 7.
| Nr. | Name | Tit. | DWZ | Elo | Σ |
| 1 | Margarita Mazurtsova | 1880 | 1875 | 5 | |
| 2 | Madiha Fock | 1780 | 1729 | 5 | |
| 3 | Maha Ali | 1648 | 1701 | 5½ | |
| 4 | Valerie Komar | 1720 | 1761 | 4½ |
- Tabellenplatz (Endstand)

Morgen startet die Deutsche Vereinmeisterschaft U20w in Rotenburg/Wümme und wir sind mit einem Mädchenteam dabei. In diesem Jahr spielt Amina Fock zwar nicht mehr mit wie noch vor zwei Jahren, sie ist aber als Betreuerin vor Ort dabei.
2025 starten wir mit folgender Besetzung – für Amina ist Madiha nachgerückt.
| 1 | Margarita Mazurtsova | 1880 | 1875 | |||
| 2 | Madiha Fock | 1780 | 1729 | |||
| 3 | Maha Ali | 1648 | 1701 | |||
| 4 | Valerie Komar | 1720 | 1761 |
Wir sind in diesem Turnier an 1 gesetzt – mal sehen, war wir daraus machen können. Die Konkurrenz ist recht stark und vor allem Chemnitz, unser Reisepartner in der Frauen-Bundesliga, ist gerade auf Erfolgskurs.
Wer zuschauen und mitfiebern möchte, hier gibt es ab morgen Live-Übertragungen:

Frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr!

Wir wünschen unseren Mitgliedern und ihren Angehörigen, unseren Freunden und Besuchern ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr!
Wieder verzeichnen wir ein Jahr mit einem Mitgliederzuwachs – inzwischen steuern wir auf die 300er-Marke zu! Wir bedanken uns bei euch allen, die ihr daran mitwirkt, dass unser Verein so erfolgreich ist. Das sind insbesondere unsere ehrenamtlichen Helfer nicht nur im Vorstand, unsere Trainer und Mannschaftsführer – und natürlich unsere langjährigen Mitglieder mit ihrer Treue und Verbundenheit zu unserem Verein.
Im Namen des Vorstands des Schach-Club Kreuzberg e. V.
Brigitte Große-Honebrink
Maxim Piz gewinnt beim Schnellschach im Dezember
| Dezember | Teiln. | |||
| Rapid-Tabelle | 26 | Maxim Piz | Henrik Petersen | Thomas Heerde |
Die aktuelle Schnellschach Grand-Prix-Wertung
Morgen Schnellschach
Wegen der Weihnachtsfeiertage findet am morgigen Freitag unser vorgezogenes Schnellschachturnier im Dezember statt.
Fritz-Stutzke-Pokal: Constantin Vogel holt den Pokal und Henrik Petersen gewinnt das Turnier
Längst überfällig hier nun der Abschlussbericht zum Fritz-Stutzke-Pokal. 24 Teilnehmer gingen an den Start. 2024 waren es 7 Teilnehmer und 2023 waren es 8 Teilnehmer. Das ist ein ordentlicher Sprung gegenüber den beiden Vorjahren. Dazu beigetragen haben auch 11 Gastspieler, denn der Pokal wurde erstmals als offenes Turnier ausgerichtet. Kleiner Wermutstropfen trotz klar positivem Trend: Auch mit kräftig gerührter Werbetrommel im Vorfeld waren doch “nur” 13 Kreuzberger dabei. Sehr erfreulich war die Beteiligung an der Spitze. Mit Michael Strache, Henrik Petersen und Constantin Vogel waren 3 Spieler mit einer Elo jenseits von 2200 dabei und waren damit die haushohen Elo-Favoriten.
Im Finale spielte Henrik gegen Constantin. Henrik hatte über weite Teile der Partie einen wahrscheinlich gewinnträchtigen Vorteil. Constantin verteidigte sich findungsreich und konnte das Endspiel Remis halten. Anschließend wurden 2 Schnellschachpartien gespielt. Den Stichkampf konnte Henrik dann klar mit 2:0 für sich entscheiden. Henrik hat damit das Turnier gewonnen und sich das Preisgeld für den Turniersieg gesichert. Constantin stand als letzter verbleibender Kreuzberger im Turnier schon vor der Finalpartie als Kreuzberger Pokalsieger fest und hat sich damit in der Hall of Fame verewigt. Jürgen Federau hat das “kleine Finale” gegen Jörg Wulff gewonnen.
Alle Ergebnisse gibts auf der Turnierseite. Das Turnier wurde direkt im Anschluss auch gleich DWZ-ausgewertet.
Triggerwarnung: Henrik steht links im Original leider mit leeren Händen da. Da ein Sieger doch aber immer etwas in den Händen hält (z.B. Geldumschlag, Urkunde, Scheck, Pokal etc.) hab ich ihm per KI einen Briefumschlag mit den verdienten 100 Euro verpasst. Die KI weiß leider trotz detailiertem Prompting nicht wie groß ein Briefumschlag in Deutschland ist. Aber egal. So muss er jetzt nicht mehr mit leeren Händen dastehen :)
Dirk Paulsen gewinnt beim 960 im Dezember
| Dezember | Teiln. | |||
| 960-Tabelle | 10 | Dirk Paulsen | Klaus Lehmann | Adis Artukovic |
Brigitte hat direkt unsere neuen DGT-Bretter eingesetzt. Die ersten beiden Bretter wurden übertragen und sind auf der Turnierseite bei chess-results.com unter “Livegames” verlinkt.
Die aktuelle 960-Grand-Prix-Wertung
Oberliga Ost: Endlich wieder Auswärtssieg! SCK I gewinnt gegen Weisse Dame mit 6,5:1,5
Unkraut vergeht nicht – und unsere leidgeprüfte erste Mannschaft hat das Siegen nicht verlernt. Nach einer langen Durststrecke in der 2. Bundesliga und im September waren wir am Sonntag endlich mal wieder Favorit statt Underdog. In der sehr starken Oberliga Ost sollten wir solche Kämpfe wie der gegen Weiße Dame aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein Abstieg ist nicht ausgeschlossen und jeder Punkt lässt uns die Kämpfe und potenziellen Niederlagen gegen die Topmannschaften etwas entspannter angehen.

Apropos entspannt: Im Kampf gegen Weisse Dame zeichnete sich früh ab, dass wir unserer Favoritenrolle auch nachkommen würden. Die hinteren Bretter legten dabei gut vor. Max gewann an Brett 7 mit unkonventioneller Eröffnung und seinem typisch schnellen Spiel schon recht früh einen Bauern und nach Zeitnotpatzer seine Partie. Während sein Gegner vom Inkrement lebte, blitze Max mit über einer Stunde Bedenkzeit seine famosen Züge fröhlich bis zum Sieg runter. Julian investierte an Brett 8 etwas mehr Zeit und erreichte eine symmetrische Stellung, in der er jedoch mit Schwarz 2 volle Tempi mehr besaß. Diesen Vorteil wandelte er prompt in einen Bauern, Figurenspiel und ein engmaschiges Mattnetz um. Zeitgleich standen wir an fast allen anderen Brettern gut bis komplett gewonnen, den nächsten Punkt machte Aron an Brett 3 aber erst in der Zeitnotphase kurz vor Zug 40. Er hatte eine oberflächlich ruhige, positionell saubere, aber letztlich sehr taktische Partie mit vielen kleinen Feinheiten gespielt (siehe Diagramm). Mit geschwächtem König und schlechteren Figuren sah sein Gegner in akuter Zeitnot seine letzte Chance in einem hochspekulativen Turmopfer, das den weißen König freilegte, jedoch Aron überhaupt nicht aus der Ruhe brachte. Zur Zeitkontrolle stand es damit 3:0. Als Freddy dann an Brett 4 seine etwas missglückte Eröffnung durch aktives Spiel im Endspiel zum Remis rettete, löste er damit auch die einzige Stellung auf, in der wir überhaupt deutlich schlechter standen. Aaron konnte an Brett 5 aus seiner Eröffnung keinen substanziellen Vorteil gewinnen und war nach einer geschickten Abwicklung seines Gegners in ein elementares Turmendspiel mit seinem schnell folgenden Remis nicht völlig unzufrieden.


Drei Partien liefen damit beim Stand von 4:1 noch, wobei Robert und Johannes an den vorderen beiden Brettern völlig dominant standen und den Mannschaftssieg sichern sollten. Johannes stand in seiner Partie zwar ab ca. Zug 15 auf Gewinn und verbannte die weiße Dame ansehlich nach h1, erlaubte seinem Gegner später aber ein praktisch sinnvolles Befreiungsopfer von zwei Figuren gegen Turm und zwei Bauern samt Abtausch in ein Endspiel. Mit bester Verteidigung hätte sein Gegner noch einige Probleme stellen können, gab aber stattdessen nach einer Partie in permanenter Zeitnot einen seiner Bauern zu leichtfertig ab und erlaubte nunmehr ein Gefängnis für seinen König auf h1 (siehe Diagramm). In späteren Analysen wurde der korrekte Zeitpunkt für den „Cashout“ debattiert, an dem Johannes seinen positionellen Vorteil durch Materialgewinn realisieren hätte können – doch das hätte uns die schöne Schlussstellung verwehrt. Robert gewann eine langsame, wunderschön positionelle Partie, in der er dank geschlossenem Zentrum und Raumvorteil ein volles Brett dominierte. Beide Seiten stellen abwechselnd Drohungen auf, doch während Roberts Figuren immer aktiver wurden und schnell den Flügel wechseln konnten, standen die seines Gegners zunehmend passiv auf der achten Reihe. Den Endstand von 6,5:1,5 besiegelte Stevan an Brett 6, der in seinem Debut für Kreuzberg ein langes Endspiel mit kleinem Vorteil zu konvertieren versuchte, sich am Ende aber mit Remis zufriedengeben musste. Die Einzelergebnisse finden sich wie immer beim Ergebnisdienst.

Fazit des Spieltages: Zwei Schwarzremis, ein Weißremis und ansonsten fünf völlig einseitige Gewinnpartien tun der Kreuzberger Seele gut, auch wenn es „nur“ ein Pflichtsieg im potenziellen Abstiegskampf war. Zahlreiche Partien und Eröffnungsfeinheiten wurden beim anschließenden Essen ausführlich analysiert und der Sieg mit einem kleinen Abstecher auf den Charlottenburger Weihnachtsmarkt gebührlich gefeiert. Der vielbeschworene Teamgeist unserer jungen, spielstarken Truppe war wieder spürbar (falls er je weg war), genau wie die Vorfreude auf unsere Doppelrunde in Görlitz im Januar. So kann das Schachjahr 2026 kommen!































