Rising Stars 2021 – mit FM Robert Glantz

Beim vom Deutschen Schachbund durchgeführten GM- und IM-Turnier, das noch bis Freitag im Olympiapark stattfindet, nehmen neben den Kaderspieler*innen auch einige Berliner teil. Wir freuen uns, dass aus unserem Verein Robert Glantz dabeisein kann. Die Ausbeute könnte besser sein, aber das Turnier ist noch lang und einige interessante Gegner*innen warten noch auf ihn.

Ebenfalls im IM-Turnier spielen Emil Schmidek und Frank van Hasselt (beide Sfr. Berlin) und im GM-Turnier Leonid Sawlin, der gerade kürzlich beim Berliner Turniere seine letzte IM-Norm mit überragender Leistung geschafft hat.

Es war wohl nicht leicht, diese Normenturniere in Pandemiezeiten zu organisieren, zumal ständig mit Absagen zu rechnen gewesen ist. Am Ende ist es dem DSB-Sportdirektor Kevin Högy aber gelungen – mit 6,5 Punkten kann man in beiden Turnieren eine Norm erreichen.

Der Vizepräsident des BSV, Bernhard Riess wuppt neben der Übertragung aller Partien – auch unsere DGT-Bretter sind mit im Einsatz – seinen Job als Schiedsrichter. Ich bin auch dabei und “mein” Hauptschiedsrichter ist Lothar Oettel, der mir am Ende des Turniers hoffentlich eine weitere Norm auf dem Weg zum International Arbiter ausstellen wird. Diesen Titel hat Lothar schon lange und Bernhard wird er demnächst auch von der FIDE bescheinigt.

Die Partien beginnen um 10 Uhr, am Dienstag und Donnerstag gibt es noch eine zusäzliche Runde um 16 Uhr.

Alle Übertragungslinks findet ihr hier. Außerdem gibt es noch eine Live-Analyse mit GM Klaus Bischoff auf Twitch – SchachdeutschlandTV.

Bericht beim Deutschen Schachbund

“M. C. Escher” auf dem Tempelhofer Feld

Der Betreiber des Schachklubhauses auf dem Tempelhofer Feld, Topsy, hat uns einige Bilder einer Installation auf dem Tempelhofer Feld geschickt, die dort nur für kurze Zeit aufgebaut wurde und ein wenig an die Bilder von M. C. Escher erinnert. Escher hatte u. a. auch Schach als Thema – hier ein Beispiel.

Die Installation des Künstlers Umud Azad Akkel wurde in direkter Nachbarschaft zu der von Topsy genutzten Ballonhalle aufgebaut und hat ihn dazu animiert, diese mit Schachfeldern und seinen Figuren zu beleben.

Hier noch ein paar Impressionen aus der Ballonhalle, in der ein unerwarteter Besuch zu Gast war, der die schönen von Topsy gebauten Schachspiele anscheinend zu würdigen wusste:

Ran an den Turm in Wittstock – Platz 1 für Constantin Vogel in Gruppe A

Ganz links freut sich Constantin über seinen Preis
Wäre Louis Fünfter geworden, hätte er die Ehre gehabt, den Preis von einem richtigen Bischof entgegenzunehmen.

Neben Constantin auf Platz 1 war auch Louis Hundt in Gruppe E erfolgreich. Er schaffte den 6. Platz und sein erstes Preisgeld. Louis hat bei unserem kürzlich durchgeführten DWZ-Turnier sein erstes Rating bekommen und nun schon ein Remis gegen einen Großmeister auf dem Konto. Denn bereits am Freitag vor dem Turnier hatte er die Gelgenheit, gegen GM Sebastian Siebrecht im Simultan anzutreten und die Partie erfolgreich zu beenden. Wow!

Wir gratulieren euch beiden herzlich zu eurem Erfolg!

Manfred Glienke spielte in der Masters-Gruppe und musste gleich gegen zwei “Power-Girls” – wer hat sich diesen Namen ausgedacht? – antreten. Gegen Fiona Sieber konnte er seine Gewinnstellung leider nicht umsetzen und er spielte nur Remis, gegen Lara Schulze verlor er. (Bericht von Lara in ihrem Blog, unter anderem über die Partie gegen Manni) Michael Ziems und ich spielten in Gruppe B, seine Bilanz mit 3 Punkten aus 5 Partien fiel am Ende deutlich besser aus als meine (1,5 P.). Oleksandr Isaichykov spielte ebenfalls in Gruppe E und erreichte 2,5 P.

Das Turnier ist äußerst beliebt bei den Berliner Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen. Alle Hotels, Pensionen etc. in der Umgebung waren ausgebucht.

Weitere Fotos, auch vom Simultan gegen Elisabeth Pähtz und Sebastian Siebrecht, von den Veranstaltungen “Faszination Schach” und vom Turnier neben allen Ergebnissen auf der Homepage des Schach-Club Wittstock.

Alle Kinder auf einem Bild
Übrigens – Pilze gab es in in Hülle und Fülle

In der Jugendbundesliga läuft es – aber die Entscheidung steht noch aus

Wir spielen in der Staffel Berlin und es geht um die Qualifikation für die DVM U20 – ja genau, da gab es schon eine in diesem Jahr, an der wir auch teilgenommen haben, das war die Deutsche Vereinsmeisterschaft der Saison 2019/2021. Nun geht es um die Saison 2020/2021.

Wir haben jeweils in toller Besetzung Kantersiege gegen die meisten Mannschaften geschafft, nur gegen Borussia wurde es es etwas knapper.

Alle Ergebnisse der Jugendbundesliga Staffel Berlin findet ihr hier.

Es steht noch das Ergebnis Mattnetz Berlin gegen Empor Potsdam aus. Die Paarung wird hoffentlich noch vor dem Finale SC Kreuzberg gegen Mattnetz nachgeholt (diese findet am Wahlsonntag, 26. September, statt). Damit ihr wisst, wann ihr die Daumen drücken müsst.

Die Paarung Potsdam gegen Weisse Dame wird nicht nachgeholt, da sie für die Qualifikation keine Bedeutung mehr hat.

Vielen Dank an Aron Moritz und Christian Mätzkow für die Fotos (aus mehreren Begegnungen):

So gut sieht es bisher für uns bei den Topscorern aus:

Name DWZ Mannschaft Brett Partien Punkte
 Frederick Dathe 2063  SC Kreuzberg 1-2 4 4
 Marcel Petersen 2041  Mattnetz Berlin 4 3 3
 Magnus Ermitsch 2045  Borus. Lichtenberg 1 4 3
 Sana Fock 1804  SC Kreuzberg 3-4 4 3
 Luis Stratos Rose 1784  SC Kreuzberg 4-5 4 3
 Oliver Röhr 2044  Mattnetz Berlin 2 3
 Leander Arnold 1735  Borus. Lichtenberg 5 3
 Momme Fredrik Held 1710  SC Kreuzberg 5-6 3
 Niclas Hommel 2075  SC Kreuzberg 2-3 4
 Maximilian Paul Mätzkow 2207  SC Kreuzberg 1 2 2

 

Jubliäums-Schnellschachturnier der Schachhochschule Braunschweig

Von Hasan Kilic

Zuallererst würde ich kurz darauf eingehen, warum ich überhaupt an einem Turnier in Braunschweig teilgenommen habe. Natürlich hatte ich mal Lust darauf, mich mit Spielern aus ganz Deutschland zu messen, aber vor allem ging es darum, ein paar Freunde von mir, die ich bislang nur online treffen konnte, zu sehen.

Bei einer Bedenkzeit von 15+0 wurden 8 Runden Schweizer System gespielt. Ich werde keine Stellungen einfügen, da ich die meisten Partien nicht im Kopf habe, weil ich sie nicht notieren konnte.

  1. Runde mit Schwarz gegen Dennis Martin (Rating von 2071):

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Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft 2021 in Willingen

Bereits vorgestern haben die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften in allen Altersklassen begonnen. Vom SC Kreuzberg ist Amina Fock (U18W) dabei. Wir drücken ihr die Daumen, dass sie ein ähnlich gutes Turnier spielt wie in Dortmund, auch wenn die erste Runde nicht so gut lief. Ein weiteres Mitglied des SC Kreuzberg – nach seinem Wegzug nach Baden nur noch passiv – ist in Willingen vertreten. Jonas Hecht spielt in der U14 und steht nach einem glücklichen Sieg gestern nun mit 2 aus 2 ganz oben in der Tabelle.  Auch ihm drücken wir natürlich die Daumen.

Im Kader des Berliner Schachverbandes gibt es viel Grund zur Freude wegen des guten bisherigen Abschneidens einiger Kinder und Jugendlicher.

Alle Partien sind live zu verfolgen.

Hauptseite des Turniers bei der Deutschen Schachjugend

Turnier U18W

Turnier U14

Berichte bei der Schachjugend Berlin

Bericht vom NRW Sportland Mädchen Cup mit Amina

 

Simultan mit IM Elisabeth Pähtz – 20 Kinder und Jugendliche aus 16 Nationen

Weil das Simultan sehr lange dauerte, waren nur noch einige da. Foto: Thomas Weischede

Ein ganz besonderes Ereignis erwartete 20 Berliner Kinder und Jugendliche, davon 13 Teilnehmer*innen aus dem Schach-Club Kreuzberg, am Samstag, 14. August. Sie waren eingeladen, gegen die seit 15 Jahren beste deutsche Schachspielerin Elisabeth Pähtz anzutreten. Die Emanuel-Lasker-Gesellschaft ist der Veranstalter dieser außergewöhnlichen Veranstaltung, die wir gerne ausgerichtet haben. “Schach verbindet” könnte man als Motto darüberschreiben. Egal woher die Eltern oder Großeltern kommen, beim Schach werden Freundschaften über alle Kontinente und Länder hinweg geschlossen.

Sehr erfreulich war das Abschneiden unserer Spieler*innen: Yosime Flood gewann schon nach ca. 20 Zügen und hatte die Ehre, seine Partie anschließend mit dem Kabarettisten Matthias Deutschmann zu analysieren. Außerdem punkteten auch Momme Held und Hasan Kilic, Amina Fock schaffte ein Remis. Ein weiterer Spieler, Phuc-Nhat Nguyen von Oberschöneweide, spielte ebenfalls Remis. An 15 Brettern gewann Elisabeth.

Ein großer Dank an die Simultanspielerin, die länger als 3 Stunden “ihre Runden gedreht” hat, obwohl die Pollen ihr sehr zu schaffen machten. Und auch vielen Dank an die Kinder und Jugendlichen, die mitgespielt haben. Zu Beginn des Simultans begrüßten sie Elisabeth mit einem Satz in ihrer Mutter- oder Vatersprache. Erstaunlich vielen konnte sie direkt antworten. Dazu wird es noch ein Video geben, das von einem Filmteam aufgenommen wurde.

Die folgenden Bilder vom Simultan stammen von Dana Reizniece-Ozola (Facebook). Sie hatte am Morgen einen Ehrenpreis der Emanuel-Lasker-Gesellschaft, den Viktor, entgegengenommen. Seit Januar ist sie Generalsekretärin des Weltschachverbandes FIDE, eine tolle Botschafterin für das Schachspiel.

Artikel über das ganze Event auf der Seite der Emanuel-Lasker-Gesellschaft Am Freitagabend war GM Vlastimil Hort bei uns zu Gast, auch dazu mehr in diesem Artikel.

 

 

Oberliga Nord Ost – ein dramatischer Schlussakkord

Fotos: Christian Mätzkow

Ja, wir hatten uns Chancen auf einen Aufstieg in die Zweite Bundesliga ausgerechnet – auch nachdem Tegel I in die 1. Bundesliga aufgestiegen war. Herzlichen Glückwunsch an Tegel zu dem Erfolg und alles Gute für die 1. Bundesliga!

Es gab rechnerische Chancen, auch nach der 8. Runde am Samstag, als nicht alles gut für uns lief, wir aber wie geplant gewonnen haben gegen die Schachfreunde 3. Diese waren zu den letzten beiden Runden nicht mehr mit großem Siegeswillen angetreten , zumal sie sowieso nicht aufsteigen konnten.

Nun blieb noch die kleine Hoffnung, dass Tegel 2 und Empor Berlin sich mit 4 : 4 trennen, wir gewinnen und haben mehr Brettpunkte als Rotation Pankow. Die Paarung ging tatsächlich Remis aus, aber wir verloren – man kann schon sagen, wenn man unsere Chancen gegen Greifswald betrachtet, auch ein wenig unglücklich. Aufsteiger ist die Mannschaft von Rotation Pankow, denen wir zu dem Erfolg gratulieren. Aber trotzdem haben wir uns natürlich geärgert, wie nah wir am Ende dem Aufstieg waren: Nur 1,5 Punkte mehr in der letzten Runde und wir wären aufgestiegen. So hat es nur für Platz 5 in dem engen Feld gereicht. Außerdem haben wir auch Weisse Dame indirekt den Abstieg beschert, was nicht unsere Absicht war.

Der Sonntag begann auch schon gleich mit einer kleinen Katastrophe. Blick auf den Fahrplan der Bahn: Zug fällt aus wegen kurzfristiger Erkrankung. Danach änderten sich für den Alternativzug die Zeiten und die Abfahrorte Hauptbahnhof, Lichtenberg, Bernau. Bei dem war nämlich noch zusätzlich die Lok kaputt. Klar war, dass wir nicht pünktlich nach Greifswald kommen können. Wir waren mit dem Schiedsrichter in Kontakt und Guido Springer setzte den Kampf 10 Minuten nach unserem Eintreffen an – dank Härtefallregelung. Danke an die Greifswalder und den Schiedsrichter für die Geduld! Wir wurden sogar vom Bahnhof abgeholt!

Leider waren die ersten Ergebnismeldungen unserer Spieler nicht gut für uns und auch die verbliebenen Partien konnten an der Niederlage nichts mehr ändern. Bis zum Schluss kämpften noch die beiden einzigen Sieger der Begegnung Aron Moritz und Max Mätzkow, Letzterer zum Schluss mit einem schönen Endspiel.

Unbedingt erwähnenswert für diese Saison der 1. Mannschaft ist noch das tolle Ergebnis von Robert Glantz mit 6,5 aus 8 Punkten. Ausgerechnet in der letzten Runde konnte er seine Siegesserie nicht fortsetzen. Ebenfalls entscheidend beigetragen zur Mannschaftsleistung hat Aron Moritz mit 6 aus 9 Punkten bei nur einer Niederlage. Ohne Verlustpunkte blieben in dieser Saison Manfred Glienke (4,5 aus 8 Partien) und Daniel Holzapfel (5! aus 6 Partien). Auch Drazen Muse und Klaus Lehmann haben jeweils nur einmal verloren.

Bundesliga Ergebnisdienst mit allen Tabellen und Ergebnissen

Ein Trost an diesem Tag: Die Zweite hat in der letzten Runde den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht! Gratulation und vielen Dank an den engagierten Mannschaftsführer Peter Schnitzer!

Und noch ein paar Eindrücke aus Greifswald, wo wir hinter Plexiglasscheiben spielten.

Freitag, 13. August 2021 ist der Verein geschlossen – am Samstag Simultan mit IM Elisabeth Pähtz

Wegen einer Podiumsdiskussion, veranstaltet zusammen mit der Emanuel-Lasker-Gesellschaft (ELG), findet am Freitag kein Spielabend statt und der Verein ist geschlossen. Die Veranstaltung wird aufgenommen – unter anderem wird GM Vlastimil Hort erwartet – und anschließend ins Netz gestellt.

Beim Simultan am Samstag sind leider auch keine Zuschauer zugelassen. Aber 20 Kinder aus 16 Nationen haben die Ehre und das Vergnügen, gegen die beste deutsche Schachspielerin Elisabeth Pähtz anzutreten. Wir werden einen Film drehen und auch diesen veröffentlichen.

Die Veranstaltung der ELG anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens ist hier genauer beschrieben.

 

Mit Bildungsspender für den Schach-Club Kreuzberg spenden

Aus aktuellem Anlass, da momentan wahrscheinlich neue Schulbücher gekauft werden müssen. Natürlich ist die erste Wahl die Buchhandlung vor Ort. Wer aber online bestellen möchte, kann damit ohne Mehrkosten auch für unseren Verein spenden. Zurzeit werden bei einer Bestellung bei Bücher.de 11 % vergütet. Auch wer bei anderen Anbietern bestellt, kann über diese Seite gehen und der Wunscheinrichtung etwas zugute kommen lassen:

https://www.bildungsspender.de/schachclubkreuzberg

 

FM Maximilian Mätzkow wird Vierter beim IM-Turnier des BSV

Vierter Platz!

Wir gratulieren Max zum 4. Platz beim IM-Turnier des BSV – er schaffte 5 aus 9 Punkten. Einen herzlichen Gruß und eine Gratulation auch an FM Leonid Sawlin vom SK Zehlendorf zur grandiosen Leistung, die auch prompt bei der nächsten Vergaberunde der FIDE mit dem IM-Titel belohnt werden wird! Mit 8 aus 9 Punkten ohne Partieverlust!

Auch FIDE-Arbiter Bernhard Riess erlangte in diesem Turnier die 4. Norm, mit der er demnächst den Titel International Arbiter beantragen kann. Auch ihm herzliche Gratulation!

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Zwei Kreuzberger beim IM-Turnier des Berliner Schachverbandes

Der neue Vorsitzende des Berliner Schachverbandes hatte die tolle Idee, ein IM-Turnier für Spieler des Berliner Schachverbandes zu veranstalten. Mit von der Partie sind die Kreuzberger IM Drazen Muse und FM Max Mätzkow. Max holte heute seinen ersten vollen Punkt, nachdem er in 4 Partien Remis gespielt hat. Drazen gewann gegen Arni, verlor aber gegen Leonid Sawlin, der beeindruckende 5 aus 5 Punkte holte.

  • Nachtrag: Inzwischen musste sich auch Max der “Übermacht” von Leonid in diesem Turnier beugen.

Wir drücken beiden weiterhin die Daumen für einen guten Turniererfolg.

Hier geht es zum Bericht beim BSV mit den Links zur Liveübertragung

 

DWZ-Turnier Sommer 2021 – Axel Moser gewinnt vor Dr. Rudolf Schindler und Chinguun Sundui

Axel Moser gewinnt – erwartungsgemäß – unser DWZ-Turnier Sommer 2021 mit 4,5 aus 5 Punkten. Gratulation an ihn und auch an den Zweitplatzierten Dr. Rudolf Schindler, der in der letzten Runde gegen Oliver Thau gewann und an Chinguun Sundui, der durch geschicktes Abtauschen in der 5. Runde ein Remis gegen Axel schaffte und Dritter wurde. Von den Inhabern der Podiumsplätze war zur Siegerehrung noch Dr. Schindler da, daher auch keine Fotos von Axel und Chinguun (siehe unten).

Vielen Dank an Andreas Lange als Schiedsrichter. Eine Turnierdatenbank mit allen Partien wird er noch nachreichen und damit seine Sammlung von 120.000 Partien von Berliner Spielern ergänzen – der Download der BerlinBase steht in der Seitenleiste zur Verfügung!

Auslosung und Ergebnisse

Turnierdaten auf Chess-Results

DWZ-Turnier SCK 2021 DEWIS PGN(Zip)

Offizielle DWZ-Auswertung Louis bekommt eine DWZ, David und Tobias bekommen eine, wenn sie ihre nächste DWZ-gewertete Partie gespielt haben.

Die 4. Runde war hart umkämpft bis zum Schluss. Am Ende gewannen Axel Moser und Dr. Rudolf Schindler. Der 1. Platz dürfte Axel nicht mehr zu nehmen sein. Heute bekommt es Chinguun mit ihm zu tun und wird sicher auch alles geben, um eine erfolgreiche Partie zu spielen, denn unter den Spielern mit 3 Punkten wird der 2. Platz ausgepielt.

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In unserem DWZ-Turnier hat sich aufgrund des Spielbeginns um 14 Uhr eine bunte Mischung von Schachspielern mit Tagesfreizeit und Urlaub zusammengefunden, daher viele Schüler und Senioren. Heute war jedenfalls der Tag der Senioren. Ebenfalls erfolgreich war der 12-jährige Simon aus Babelsberg, aus dem Verein, der nun auch zum Berliner Schachverband gehört.

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In der 2. Runde gab es heute schon die ersten Überraschungen – dafür sorgten vor allem unsere neuen Mitglieder Louis und David, die während des Lockdowns mit Schach begonnen und kräftig geübt haben. Louis gewinnt gegen Ronald und David gegen Hasan. David spielt morgen gegen den 12-jährigen Simon Lehmann aus Babelsberg, der heute ebenfalls gewann. An Brett 1 sitzen sich bereits die beiden topgesetzten Spieler Axel Moser und der Schwede Hakan Lane gegenüber, beide bisher ohne Punktverlust.

Es wird also schon spannend, auch an den anderen Brettern.

 

Immer wieder werden wir gefragt, ob es Turniere gibt, bei denen man eine DWZ erlangen – besonders von neuen Mitgliedern – oder verbessern kann. Daher haben wir uns uns entschlossen, ein DWZ-Turnier zum Ende der Ferien anzubieten. Es ist offen für alle Altersklassen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Als Preise gibt es Sachpreise, das Startgeld beträgt 5 EUR, für Kreuzberger ist es frei.

Das Turnier findet vom 2. bis 6. August statt, der Beginn ist jeweils 14 Uhr, die Bedenkzeit 90 Min. + 30 Sek. Andreas Lange hat sich dankenswerterweise bereiterklärt, das Turnier als Schiedsrichter zu leiten.

Ausschreibung DWZ-Sommer-Turnier 2021

 

Turnierbericht Bamberg-Open 2021

Turnierbericht von Dirk Sander

Nach fast zwei Jahren fand ich es – dank der Corona-Lockerungen – an der Zeit, wieder ein „echtes“ Turnier am Brett zu spielen. Den Gedanken hatten wohl viele Schachspieler, das Bamberg-Open (28.7.-1.8.) war schnell ausgebucht. Zum Glück hatte ich mein Startgeld aber rechtzeitig überwiesen.

Gemeldet hatte ich für die A-Gruppe, war dort auf Setzlistenplatz 80 (von 89) eingeordnet. Ich wusste also, dass sieben harte Runden bevorstehen. Aber ich wollte starke Gegnerschaft, um zu sehen, wo ich nach knapp zwei Jahren Online-Schach stehe.

Gleich am Anreisetag eine erste Lehrstunde: Ich hatte einen Bauern geopfert, doch mein Angriff schlug nicht durch. Zurück bliebt das hier:

Nach vier Stunden Spielzeit das Partieende herbeisehnend, zog ich hier ohne zu zögern 56. Df3 und war überrascht, dass mein Gegner ebenfalls sofort in 60. … Dxf3+ 61. Kxf3 einwilligte. Das Bauernendspiel Eins gegen Zwei – zumal mit Randbauern – ist ja nun ohne Zweifel Remis! Oder wisst Ihr es besser?

Für Details verweise ich auf de la Villas Endspiel-Bibel („100 Endgames You Must Know“), Seite 190 ff. Ich gebe zu, ich hatte keine Ahnung und lernte nach mehr als vier Jahrzehnten Schach etwas dazu, was ich nicht wieder vergessen werde. Anders mein 15-jähriger Gegner in der Analyse: „Na das ist ja klar, dass das verloren ist,“ meinte er trocken.

In diesem Stil ging es am nächsten Tag weiter: Nach dem ereignisarmen Schwarz-Remis am Morgen sollte am Nachmittag der volle Punkt her. Tatsächlich hatte ich meinen Gegner aus der Eröffnung heraus überspielt (Stockfish 12: +3.25), fand jedoch die Gewinnabwicklung nicht, kam in Zeitnot und … ihr ahnt es. Diesmal landete ich im Endspiel K+D gegen K+D+B (hier: auf g5), in dem es mir (und auch der Engine) nicht gelang, den Freibauern aufzuhalten. Nach 102 Zügen (es war 22.30 Uhr und der Turniersaal leer) gab ich auf.

Damit war der Start misslungen: ein Remis, zwei Niederlagen.

Tag 3 brachte zunächst die ersehnte Erholungspause. Der freie Vormittag gehörte einem ausgiebigen Bummel durchs sonnig-warme Bamberg. In kurz: Eine der schönsten und lebendigsten Städte in Deutschland, die ich gesehen habe. Eine echte Entdeckung!

Am Spätnachmittag dann wieder ans Brett. Und wieder sah es schlecht aus: Im Londoner System unterlief mir früh ein Fehler (Varianten verwechselt), es drohte die nächste „Null“. Doch auch der Gegner patzte, ich konnte die Stellung mit Mühe zusammenhalten und das Remis erkämpfen. Glück gehabt.

Zwischenbilanz: 1 aus 4 war sicher kein „Wunschergebnis“. Angesichts der Partieverläufe, erst Unvermögen und dann Pech im Endspiel und der starken Gegnerschaft konnte ich mich kaum beschweren. Aber in den drei Runden am Samstag und Sonntag sollte dann doch noch der eine oder andere Punkt her.

Doch wieder wurde es heikel. Diesmal zog ich in einem Tarrasch-Abspiel zu schnell, lief in einen Konter und musste eine Figur – immerhin für zwei Bauern und etwas Angriff – geben. Die Sache ging gut, ich rettet mich in ein Remis. Aber ein Sieg schien weiter in Ferne.

Noch zwei Versuche, der nächste am Samstagnachmittag: Es begann zunächst gut, ich hatte den Gegner „auspräpariert“, der Veresow-Angriff (1. d4 d5 2. Sc3) keine Überraschung. Doch dann wich er ab – und ich griff daneben und schon im 13. Zug musste ich die Qualität geben, um überhaupt noch in der Partie zu bleiben. Ich war bedient: Das Turnier drohte zum Desaster zu werden, ich spielte zügig und lustlos vor mich hin.

Dann stand nach 52. e5?? folgende Stellung auf dem Brett:

Sehr ihr, was nun passiert?

Danach hatte ich irgendwie das Gefühl, mich bei meinem völlig konsternierten Gegner entschuldigen zu müssen. Andererseits war ich froh über den ersten vollen Punkt und darüber, meine Chance genutzt zu haben, als sie (unverhofft) kam. Der Tag war gerettet.

Und es kam noch besser: Am Abreisetag gelang mir ein weiterer Erfolg. Das Damenopfer meines Gegners (gegen T+S) mag nötig und die Stellung theoretisch haltbar gewesen sein- Doch gerade als er eine „Festung“ einnehmen konnte, fand er die richtige Fortsetzung nicht und nach einer Serie von Damenzügen fiel der Springer …

Ende gut, alles gut: Mit 50% (+2, -2, =3) in diesem Feld hatte ich kaum rechnen können – erst recht nicht nach dem schwierigen Start. Lohn waren 20 DWZ-Punkte und vor allem: fünf anstrengende, aber irgendwie auch sehr schöne Tage in Bamberg.

Das Turnier gewann FM Jonas Hacker (SC Eppingen) vor dem slowakischen IM Stefan Mazur. Die Organisation war tadellos: engagiert, unaufgeregt, freundlich. Beeindruckend, wie gut der traditionsreiche SC 1868 Bamberg, die Stadt und der lokale Hauptsponsor (LGA – Landesgewerbeanstalt Bayern, stiftet auch alle Preise) Hand in Hand zusammenarbeiten.

Bamberg kann ich euch allen nur empfehlen – als Schachturnier (2022 soll es dann wieder traditionell zu Himmelfahrt stattfinden) oder einfach nur als sehenswertes Ausflugsziel!

Erfolgreiche Teilnahme von Amina Fock bei den Dortmunder Schachtagen beim Sportland NRW Mädchen Cup

Amina Fock hatte die Ehre, zu den 48. Internationalen Dortmunder Schachtagen vom 10. bis 18. Juni eingeladen zu werden. Nach einem tollen Start mit einem Sieg gegen die spätere Turniersiegerin Melanie Müdder wurde sie zwischenzeitlich zurückgeworfen, konnte dann am Ende mit einem 2. Platz ein hervorragendes Ergebnis erzielen vor einigen Spielerinnen, die Ende Juli auch bei der Deutschen Meisterschaft der Frauen gut gespielt haben. Herzlichen Glückwunsch, Amina! Wir freuen uns schon auf deine Teilnahme bei der Deutschen Jugendmeisterschaft U18W.

Wer Schach lernen möchte von Amina, hat dazu Gelegenheit in einem unserer Anfängerkurse, die natürlich auch gerne von Mädchen und Frauen besucht werden.

Ergebnisse und Tabellen bei Chess-Results

Turnierankündigung

Gespielt wurde in der Westfalenhalle in Dortmund in einem Saal gemeinsam mit dem NRW Sportland Cup, bei dem IM-Normen errungen werden konnten, aber auch mit den Großmeistern vom Grand Prix Turnier.

Zu 4 Runden haben parallel auch Kramnik und Anand ein Match ausgetragen, bei dem nicht rochiert werden durfte, das erste No-castle-Match . Die beiden haben dann auf der Bühne gespielt und wurden zu jeder Runde mit Applaus auf die Bühne gebeten.

Die Turnieratmosphäre war sehr angenehm, mit sehr viel Platz und angenehmer Luft. Die ansonsten gute Turnierruhe  wurde während eines Spiels allerdings deutlich gestört war durch starken Regen, bei dem es durch eine undichte Stelle tropfte. Im Grand Prix Turnier führte die Störung zu zwei schnellen Remisen in Runde 3 und einer nicht durch den Spielstand gerechtfertigten Aufgabe.

Amina berichtet über das Turnier: Wir Mädchen im Turnier haben uns gefreut, uns wiederzusehen, aber auch endlich mal wieder ein richtiges Turnier zu spielen.

Das Turnier hat mir wirklich Spaß gemacht und sehr motiviert. Ich freue mich schon auf die DEM.