
Recap der 1. Frauenbundesliga-Endrunde von WIM Sonja Maria Bluhm
Am Ende wurde es nach einem anfänglichen Highlight doch der letzte Platz in der höchsten Frauen-Liga in Deutschland. Aber trotzdem war es aller Ehren wert, dass wir uns durch diese schwere Saison gekämpft haben. Nach unserem überraschenden Aufstieg war es für uns keine Frage, ob wir in der kommenden Saison in der Frauen-Bundesliga spielen würden. Wenigstens dieses eine Mal mussten wir doch dabei sein, wenn wir uns schon qualifiziert hatten.
Zu WIM Sonja Maria Bluhm gab es langjährige persönliche Beziehungen von Julian Grötzbach, sodass wir uns etwas verstärken konnten. Und in Neukölln schlummerte eine weitere starke Spielerin, WIM Magdalena Kozak, die unentdeckt schon lange in Berlin wohnte und arbeitete und seit ihrer Jugend nicht mehr aktiv gewesen war. Sie war auf unseren Verein aufmerksam geworden und hat sich bei uns angemeldet – natürlich war auch sie hochwillkommen als weiteres Spitzenbrett für die neue Saison. Damit sollte es aber auch gut gewesen sein, denn die Aufsteigerinnen wollten natürlich auch alle so oft wie möglich spielen. Dass Magda dann doch nicht mehr eingesetzt werden konnte, war aus ihrer Sicht natürlich sehr erfreulich: Inzwischen können wir ihr zu der Geburt eines gesunden Jungen gratulieren.
Aufwind hatten wir zunächst bekommen, als wir bei unserem ersten Auswärtsspiel in Bad Königshofen die Rodewischer Schachmiezen schlagen konnten. Aber dabei sollte es dann auch bleiben. Die bei unserem Heimkampf erhofften Punkte konnten wir leider nicht holen und auch danach waren unsere Gegnerinnen jeweils zu stark. Jedes Remis, jeder Punkt wurde entsprechend gefeiert. Sonja konnte am 1. Brett immerhin 3 Punkte holen und Martina Skogvall am 6. Brett sogar 5,5 aus 10! Auch Amina Fock konnte sich, wie schon berichtet, über erfreuliche Ergebnisse freuen.
Deutscher Meister wurde die Mannschaft aus Schwäbisch Hall, Zweiter Baden-Baden und Dritter der Gastgeber Bad Königshofen.
Ein ganz besonderer Dank geht noch an den Ausrichter der gemeinsamen Endrunde, an Jürgen Müller, seine Familie und alle Helfer vor Ort – besser kann man es nicht machen!
Wir bedanken uns bei unserem Verein, dass er diesen Ausflug in die höchste Frauen-Liga ermöglicht hat, und bei GM Raj Tischbierek, der uns mit Training, Nachbereitung und auch moralischer Unterstützung geholfen hat. Und bei der Lasker Gesellschaft, die uns wie auch andere Mannschaften finanziell unterstützt hat.
Mit den Chemnitzerinnen, unserem Reisepartner, werden wir hoffentlich weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben. Bereits im August werden wir in einem Turnier in Chemnitz spielen, zu dem auch andere Frauenmannschaften eingeladen sind. Die Berliner Vertretung in der Frauen-Bundesliga wird in der nächsten Saison Rotation Pankow übernehmen, denen wir ein gutes Gelingen wünschen.
Ebenfalls nach Bad Königshofen zur gemeinsamen Endrunde reiste die frischgebackene Absolventin einer Fotografenschule, Hazel Morley. Hier eine kleine Auswahl ihrer Fotos:
Hier noch ein paar Eindrücke von der Endrunde (Fotos: Hazel Morley – außer Foto von Elisabeth Pähtz und Dinara Wagner mit Sana):
Berichte beim DSB:
Frauen-Bundesliga-Endrunde: Flugchaos, der erste Absteiger und Elisabeth Pähtz ist wieder da
Der Link zum Kanal von Sonja Maria Bluhm: https://www.twitch.tv/bluhmanda/
Bericht beim DSB über unseren Abstieg:
Good bye Berlinerinnen: “Wunder sind möglich . aber nicht auf der Tagesordnung.” Und: “Trotzdem war es eine interessante Saison.”
Diese vielen direkten Duelle im Abstiegskampf sind das Salz in der Endrunden-Suppe. Spannend für alle neutralen Fans, nervenzerfetzend für die Beteiligten. Und die erste Enttäuschung muss das Berliner Team in der Bundesliga verkraften. Zwei Niederlagen bei der Endrunde bedeuten das vorzeitige Aus im Abstiegskampf. Vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Während der SV Hemer 1932 dank guter Brettpunkt-Ausbeute noch hoffen darf, durch einen Sieg im direkten Duell mit dem Chemnitzer SC Aufbau 95 morgen noch drinzubleiben.
Die Enttäuschung beim SC Kreuzberg hielt sich unterdessen auf Nachfrage in Grenzen. Brigitte Große-Honebrink sagte: „Nein, sehr traurig bin ich nicht. Nach unserem überraschenden Aufstieg war eigentlich klar, dass wir es in der Frauen-Bundesliga sehr schwer haben würden“, so die Teamchefin, „und wie die Ergebnisse zeigen, haben Mannschaften, die wie wir ohne wesentliche Verstärkungen den Aufstieg wahrnehmen, kaum eine Chance. Trotzdem war es eine schöne und interessante Saison, auch mit unseren Neuzugängen Sonja und Magdalena. Sonja Maria Bluhm hat zudem mit ihrem Stream nach den Runden für ein I-Tüpfelchen gesorgt. Magdalena Kozak ist während der laufenden Saison Mutter geworden, sodass wir auf sie am Spitzenbrett verzichten mussten. Toll war auch, dass uns ein erfahrener Großmeister wie Raj Tischbierek immer zur Seite stand. Alles in allem trotz des Abstiegs eine gute Saison, mit einem tollen Team, eine Erfahrung, die wir sicher nicht so schnell vergessen werden. Ob ein Wiederaufstieg gelingen kann und – dann – auch gewollt ist, bleibt noch offen.“ Trainer Raj Tischbierek ergänzte: „Der Saisonverlauf hat gezeigt, dass kleine Wunder zwar möglich, aber nicht auf der Tagesordnung sind. Man braucht sie aber, wenn man aufsteigt und als klarer Underdog die Klasse halten will. Ohne Wunder muss man sich – ohne Erfolgsgarantie – entweder Legionäre holen oder die Beschäftigung mit dem Schach auf breiter Front massiv nach oben schrauben. Beides passierte nicht, was ganz bewusste Entscheidungen waren. Ich hoffe und glaube aber, dass die Kreuzbergerinnen den Ausflug ins Oberhaus genossen haben.“ Er würdigte ausdrücklich noch einmal Teamchefin Brigitte Große-Honebrink, „die mit ihrem Engagement stellvertretend dafür steht, was die Schachvereine am Leben hält. Vielleicht ist sie sogar ganz froh darüber, dass es in der 2. Liga wieder etwas ruhiger wird …“


























Nun kommt endlich der Bericht über die 6. und 7. Runde der Frauenbundesliga. Die Runden waren perfekt ausgerichtet von unserem Reisepartner Chemnitzer SC Aufbau. Vielen Dank dafür!














In Rotenburg/Wümme haben unsere Mädchen bei der DVM U20w einen Podestplatz errungen. Sie wurden Dritter hinter dem Sieger Essen-Werden und unserem Reisepartner in der Frauen-Bundesliga, dem Chemnitzer SC. Wir gratulieren dem Team und der Mannschaftsbetreuerin Amina zu diesem Erfolg. Beeindruckend auch die Ausbeute an Brettpunkten – Maha sogar mit 5,5 aus 7.































































Am vorigen Sonntag stand die Einzelrunde gegen unsere favorisierten Reisepartnerinnen von Rotation Pankow an. Diese Saison läuft bisher richtig gut für uns und wir hatten uns bereits den zweiten Tabellenplatz erobert. Diesen haben wir erfolgreich beim Lokalderby verteidigt. 3,5 : 2,5 lautete der Endstand.






















