2. Bundesliga – Klasse gehalten

norderstedtanalyse
Oliver Zierke und Sebastian Schmidt-Schäffer bei der gemeinsamen Analyse nach der Partie

Geschafft! Auch nächstes Jahr spielt der SC Kreuzberg wieder in der 2. Bundesliga Nord. Mit einem ziemlich klaren Sieg gegen den Abstiegskonkurrenten SK Norderstedt konnten wir am Ende gerade noch das rettende Ufer, sprich: neun Punkte erreichen. Dabei schlugen wir in den Schlussrunden nacheinander die drei Absteiger Königsspringer Hamburg, Tempo Göttingen und schließlich Norderstedt. Ganz en passant verhalfen wir dadurch auch den Schachfreunden Berlin zum Klassenerhalt, die in der Schlussrunde gegen den Gruppensieger Delmenhorster SK etwas unglücklich verloren. Da sich der SK Zehlendorf bereits in der Vorschlussrunde gerettet hatte, haben sich alle drei Berliner Vertreter in der 2. Bundesliga gehalten. Ein schöner Erfolg.

Link zum Bundesligaergebnisdienst hier.

Tabelle (Verein – Mannschaftspunkte – Brettpunkte)
1. Delmenhorster SK     14  42½
2. SC Neukloster     14  42
3. Lübecker SV     12  41½
4. SK Zehlendorf     9  37
5. SC Kreuzberg     9  36
6. Hamburger SK II     9  35
7. Schachfreunde Berlin     7  36½
8. SK Norderstedt     7  30½
9. Königsspringer Hamburg     6  30
10. Tempo Göttingen     3  29

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Brigitte Große-Honebrink

Das knappe Ergebnis, 4,5 – 3,5, täuscht etwas. Tatsächlich war der Sieg ziemlich klar. Die Voraussetzungen dafür hatte unsere  Mannschaftsführerin, Brigitte Große-Honebrink geschaffen. Wie immer war die Anreise perfekt organisiert (Danke, liebe Brigitte!). Und ein für unsere Verhältnisse ziemlich nobles Hotel sorgte mit guten Betten und leckerem Frühstück dafür, dass wir ausgeschlafen und wohlgenährt an die Bretter kamen. Toll auch der Einsatz von Raj Tischbierek und Markus Dyballa, die sich trotz widriger Umstände ohne Rücksicht auf andere Termine in den Dienst der Mannschaft stellten. So konnten wir ebenso wie unsere Gastgeber nahezu in Bestbesetzung antreten.

SK Norderstedt   3½-4½ SC Kreuzberg
Kopylov,Mihail ½ : ½ Figura,Atila Gajo
Feuerstack,Aljoscha ½ : ½ Tischbierek,Raj
Petrosian,Suren ½ : ½ Glienke,Manfred
Zierke,Oliver 0 : 1 Schmidt-Schäffer,Sebastian
Michna,Christian ½ : ½ Schlemermeyer,Wilhelm
Michna,Marta  1 : 0 Dyballa,Markus
Kahlert,Thomas 0 : 1 Mattick,Lutz
Kues,Hendrik  ½ : ½ Holzapfel,Daniel

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In Norderstedt berichtet das Fernsehen über Schach. Hier Christian Michna (rechts) im Interview.

Zum Verlauf des Wettkampfes: Bereits in der zweiten Spielstunde einigten sich an Brett 8 Daniel Holzapfel und Hendrik Kues sowie an Brett 3 Manfred Glienke und Suren Petrosjan auf eine Punkteteilung. Fast an allen anderen Brettern konnten wir uns im Mittelspiel Vorteile erspielen. Einzig an Brett 6 hatte Markus Dyballa gegen die stark aufspielende Marta Michna leichte Schwierigkeiten und musste am Ende auch als Einziger das Handtuch werfen. Als in der vierten Spielstunde an Brett 3 Sebastian Schmidt-Schäffer gegen Oliver Zierke und an Brett 7 Lutz Mattick gegen Thomas Kahlert gewannen, war die Sache gelaufen. Zur Sicherung des Klassenerhaltes boten an Brett 1 Atila Gajo Figura (wohl in Gewinnstellung) gegen Mihail Kopylov und an Brett 5 Wilhelm Schlemermeyer gegen Christian Michna Remis an, dass von Kopylov sofort und von Michna einige Züge später angenommen wurde. So konnte an Brett 2 Raj Tischbierek seine Gewinnstellung gegen den frisch gebackenen Schleswig-Holstein-Meister Aljoscha Feuerstack risikolos weiterspielen. Schließlich endete aber auch diese Partie unentschieden.

Herausragend ist in dieser Saison die Leistung von Sebastian Schmidt-Schäffer, der 6,5 Punkte aus acht Partien (plus 5) holte. Positive Ergebnisse erzielten auch Daniel Holzapfel (plus 3) und Wilhelm Schlemermeyer (plus 3) sowie Manfred Glienke (plus 1). Alle anderen werden nicht ganz zufrieden sein. Wobei man aber angesichts der starken Gegnerschaft an den Spitzenbrettern die Leistungen von Atila Gajo Figura und Raj Tischbierek aller Ehren wert sind. Erst sie ermöglichten die erzielten Punkte an den Folgebrettern. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft zusammen bleibt und uns in der nächsten Saison ein langes Zittern um den Klassenerhalt erspart bleibt.

Wilhelm Schlemermeyer (12. April 2010)

1 Gedanke zu „2. Bundesliga – Klasse gehalten“

  1. hallo, herzlichen glückwunsch zum Klassenerhalt. ich habe es doch gesagt, ihr schafft es.
    man muss im leben ebend nur dran glauben. schöne grüße aus bayern eckental, der kleine buddha matthias lewandowski

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