Schach-Club Kreuzberg e.V.
20Mrz/135

BFL Halbfinale – Ein (schlecht) Organisiertes Verbrechen

Die Feierabendliga ist für Viele, mit ihrer lockeren Atmosphäre, ein spassbetonter Wettbewerb. Natürlich geht es auch um einen Titel. Wenn man den haben will, muss man sich aber schon etwas anstrengen. Allzu locker war jedoch diesmal die Vorbereitung des Halbfinales. Eine Wiederholung des Vorjahreserfolgs, ist "mit links" zu erreichen, dachten sich Einige. Falsch gedacht.

Dass die Zweite, mit ihrem Elf-Spieler-Kader, nur drei Spieler aufbieten konnte und ich aushelfen durfte, kam mir schon merkwürdig vor. Aber als Aussenseiter gegen die TSG gesetzt, wäre ein Achtungserfolg schon genug gewesen. Die Vorüberlegungen liefen sowieso auf eine erneute Begegnung der TSG mit unserer Ersten im Finale hinaus.

Gegen "Mister 100 %", Dirk Paulsen von der SG Lasker Steglitz-Wilmersdorf, wollten weder Atila noch Lutz so richtig ran; auch Robert hatte frühzeitig abgewunken. Als dann, kurz vor 19 Uhr, unsere am Wochenende schon überbelastete Tresenkraft "Pille" absagte und auch beim Durchzählen klar wurde, dass SCK 1 mit zwei Spielern plus der Aushilfe Rainer Albrecht nur drei Spieler am Start hatte, rächten sich die Konjunktiv-Absprachen.

Brigitte eilte herbei, um den kurzzeitig verwaisten Service zu übernehmen und Atila, telefonisch situativ aufgeklärt, radelte mit Fluchtwagentempo zum Club. Fünf Minuten vor der Kontumazierung traf er ein, verirrte sich jedoch bald in seinem Doppelfianchetto. Gegen die Sieger der C-Staffel, die rechnerisch nur an Brett 1 gleichwertig aufgestellt schienen, hätte das kein Problem darstellen müssen. Hätte, hätte, Fahrradkette!

Um es kurz zu machen, beide Teams wurden gerecht von den Gegnern der Fahrlässigkeit überführt und abgestraft. Nur die Nebentäter konnten geringfügig Beute machen. Den Titel spielen nun die Teams von Lasker und der TSG untereinander aus. Der SC Kreuzberg ist komplett raus aus dem Finale der Feierabendliga.

Unser Strafregisterauszug:

SC Kreuzberg 1 DWZ - SG Lasker Steglitz-Wilmersdorf 1 DWZ 1-3
Atila Gajo Figura 2342 - Dirk Paulsen 2270 0-1
Lutz Mattick 2166 - Reinhard Müller 2028 0-1
Thomas Heerde 1962 - Raphael Lagunow 1863 0-1
Rainer Albrecht 2061 - Harald Haseloff 1855 1-0

 

SC Kreuzberg 2 DWZ - TSG Oberschöneweide 1 DWZ 0,5-3,5
Andreas Dufner 2015 - Matthias Schöwel 2185 0-1
Markus Wörz 1986 - Wilhelm Jauk 2091 0-1
Mirza Hasic 1863 - Jens Wiedersich 2082 0-1
Andreas Lange 1823 - Jörg Lorenz 1981 0,5-0,5

Wat lernt uns ditte füade nächste Sesong?

Bericht: Andreas Lange

 

 

Kommentare (5) Trackbacks (0)
  1. hi,andreas..dein bericht war dafür allererste sahne…thx

  2. Hi Andreas, vielen Dank für den Beitrag, ich bin auch der Ansicht, dass die Feierabendliga ein spassbetonter Wettbewerb in lockerer Atmosphäre ist, den man nicht zu ernst nehmen sollte. Ob wirklich jemand dachte, man könnte den Vorjahreserfolg “mit links” erreichen, naja, da bin ich mir nicht so sicher. Das wir immer so reibungslos und gut organisiert in der Feierabendliga spielen konnten, verdanken wir insbesonder Atila, Pille und Ergun, die sich sehr viel Arbeit gemacht haben.

    Gestern lief es halt nicht rund, wir hatten Personalnot und der “Elf-Spieler-Kader” existiert nur auf dem Papier. Lasker Steglitz und TSG Oberschöneweide haben super gespielt und verdient gewonnen. Was lehrt uns das fürs nächste Jahr? Wir sollten auf alle Fälle den Spaß am Spielen selbst nie verlieren….

  3. Den Erfolg unserer Gegner möchte ich nicht schmälern. Dass die TSG zur Sicherheit mit ihrem “5. Brett”, Matthias Hahlbohm erschien, deutet aber an, wie wichtig dort der Wettkampf genommen wurde. Und wenn mir altem Patzer noch ausgelassene Mattgelegenheiten der Ersten auffielen, zeigt sich, wie Personalnot im Spiel nachwirkt.
    Über diese Personalnot wird noch kurzfristig zu reden sein. In einem Verein von rund 160 Gleichgesinnten sollten, auch bei erweiterter Ausrichtung von Wettkämpfen, auch der Verbände (z.B. Jugendturnier), weitere Mitglieder bereit sein, organisatorische Aufgaben zu übernehmen. Das ständige Schulterklopfen war “Pille” gestern mal leid. Irgendwann tut die Schulter einfach nur noch weh. Er ist gewählter Materialwart, nicht Mädchen für alles.
    Nach Ostern mache ich erstmal Pause. Wer also im April Freitags Schach spielen möchte, frage bitte Brigitte, ob er mal einen Tag helfen dürfte.

  4. Die teams wurden der fahrlässigkeit überführt und abgestraft?Was soll das denn?Versteh ich nicht.Ich kann mir keine Fahrlässigkeit vorwerfen!denke mal die anderen auch nicht. Höchstens schlechtes spiel.Das hat aber mit dem angeführten Thema nichts zutun.Ich kann Pille schon ein wenig verstehen.Es war ja nicht mal ein Schiedsrichter anwesend.Das dem alten “Patzer”verpasste mattgelegenheiten der ersten aufgefallen sind,kann ja nur bedeuten das er sich selbst für die erste empfehlen möchte.Denn mal ran!Ich jedenfalls habe Großen Respekt vor der Spielstärke
    aller anwesenden Kreuzberger Schachspieler.Dem Gegner kann man nur gratulieren.Sie waren an diesen Abend einfach besser.


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