Das Finale der Feierabendliga!

TSGzudritt
TSG zu dritt

Im Halbfinale standen sich Kreuzberg 2 und TSG Oberschöneweide gegenüber.

Kreuzberg 2 gegen TSG Oberschöneweide
Kreuzberg 2 gegen TSG Oberschöneweide

Dort traten die Gäste allerdings nur zu dritt an- dies war für den Erfolg über unsere 2.Legion leider vollkommen ausreichen:

Ulrich Giese verliert an Brett 4 gegen OQT-Sieger Jan Zur

Hans-Jürgen Körlin unterliegt Jörg Lorenz und

Andreas Dufner konnte Matthias Hahlbohm nicht niederringen, überzog und verlor.

Lediglich Markus Wörz wurde mit einem kampflosen Sieg belohnt.

Damit gab es ein Finale zwischen Kreuzberg 1 und TSG Oberschöneweide. Während unsere Aufstellung leicht ausrechenbar war, konnte von TSGs Kader jeder kommen. Daher entfiel sofort der Gedanke einer Vorbereitung.

Folgende Paarungen kamen zustande:

Atila Gajo Figura (Schwarz) – Christian Syré

Wilhelm Schlemermeyer (Weiß) – Jauk Wilhelm

Lutz Mattick (Weiß) – Jens Wiedersich

Hagen Jurkatis (Schwarz) – Matthias Hahlbohm

Vom Papier her sollte es ein klarer Sieg für uns werden, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Das Finale der Feierabendliga! Vorne Matthias Hahlbohm gegen Hagen Jurkatis
Das Finale der Feierabendliga! Vorne Matthias Hahlbohm gegen Hagen Jurkatis

Mit Nasenblut geschwächt, trat ich etwas benommen zur Partie an, was sich in meinen Rechenfehlern wiederspiegelte. Das Resultat war ein Minusbauer und als Kompensation dafür eine schlechte Stellung.

Wilhelm erhielt gegen die Aljechin-Verteidigung den typischen Raumvorteil. Er schob planmäßig seine Damenflügelbauern nach vorne und drohte seinen Gegner zu überrennen. Dieser hielt jedoch dagegen und bot dann Remis an.

Lutz bekam einen angenehmen Maroczy-Aufbau aufs Brett und stellte eine kleine taktische Falle. Prompt fiel sein Gegner darauf rein und Lutz hatte frühzeitig eine Gewinnstellung erspielt.

Hagen erwies sich als Vorbereitungsmonster. Er knallte gefühlte 20 Züge a tempo aufs Brett und hatte für einen geopferten Bauern mehr als ausreichende Kompensation. Leider behandelte Hagen sein Endspiel etwas unpräzise, sodass die Stellung zumindest rein optisch schwer einzuschätzen war.

Während mein Gegner mit seinem gespielten Zug unzufrieden war – er sagte “Scheiße” -, opferte Wilhelm eine Figur für die Bauernmasse am Damenflügel. Damit lehnte er das Remisangebot ab; wenige Züge später bereute er diese Entscheidung. Die Stellung wurde völlig kompliziert und ähnelte mehr einer Lotterie.

Zunehmend gerieten wir in alle Partien zeitlich unter Druck. So kam es dann, dass Hagen mit 3 oder 4 Minuten Remis anbot, welches Matthias annahm. Lutz hatte mit taktischen Problemen zu kämpfen. In der kritischen Zeitnotphase fand er mit ungefähr 2 Minuten den Weg einfach eine Figur zu gewinnen. Dank weiterer Fehler seines Gegners realisierte er seinen materiellen Vorteil mit einem Matt.

Zwischenzeitlich lehnte ich ein stilles Remisangebot per dreifacher Stellungswiederholung ab, obwohl ich weiterhin einen Minusbauern und weniger Zeit besaß. Denn die Bewertung von gewonnen bis verloren änderte sich bei Wilhelm in rasender Geschwindigkeit. Schließlich verlor er im Turmendspiel mit zwei Minusbauern. Daher musste ich nun irgendwie meine Partie gewinnen. Daher versuchte ich mit gewissen Hin- und Hergeschiebe ein paar Drohungen aufzustellen und mein zeitliches Defizit peu a peu auszugleichen. Unerwartet fing mein Gegner bei meinen 1.05 (1 Minute, 5 Sekunden) gegen 1.20 an etwas länger nachzudenken. Er entschloss auf Gewinn zu spielen, besaß aber nur noch ca. 33 Sekunden. Nachdem ich ein paar Drohungen aufstellte und am Ende einen beliebigen Zug ausführte, überschritt er seine Bedenkzeit. So musste ich meine Zockerqualitäten nicht unter Beweis stellen.

Dafür haben wir es nun endlich geschafft! Wir sind MEISTER der FEIERABENDLIGA!

Unser erfolgreichster Spieler: LUTZ MATTICK! Er gewann ALLE Partien!

Atila Gajo Figura

5 Gedanken zu „Das Finale der Feierabendliga!“

  1. Gratulation, Jungs!

    Ein wohltuends Ende einer nicht nur erfolgreicher Saison, wenn man Kreuzberg so anschaut…

  2. ups: wohltuendes…Mir scheint das Wort im Zusammenhang mit Saison nicht so leicht über die Lippen zu gehen…klach

    Nochmals: Gratulation

  3. Schon allein der Bericht ist ja dramatischer als jeder Krimi. Konnte leider am Dienstag nicht vorbeischauen. Das hätte mein altes Kiebitz-Herz auch nicht ausgehalten, glaub ich.

    Herzlichen Glückwunsch jedenfalls auch von meiner Seite! Und Prosit Lutz!!

  4. Was muß ich erkennen? Lutz mit Fremdbier!!! Wollte ihm eigentlich für seinen (wichtigen ) Sieg eins
    ausgeben, aber so? Dann kriegen die anderen drei eben was und Lutz nen Pfefferminztee. Glückwunsch alle zusammen. Ingo!

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