Nachtrag: DPMM Zwischenrunde überstanden!

Im Vorfeld lagen verschiedene Aufstellungsmöglichkeiten auf dem Schreibtisch. Letztlich fiel die Wahl auf das folgende Quartett:

Figura, Glantz, Schmidt-Schäffer, Lehmann.

Die Hinfahrt verlief problemlos, alle waren rechtzeitig um 8 Uhr am Hauptbahnhof und da es keine nennenswerte Verspätung mit der Deutschen Bahn gab, kamen wir rechtzeitig in Naumburg an.

Das Los bescherte uns die jungen Wilden aus Grün-Weiß Dresden:

1. Paul Zwahr – Atila Gajo Figura

2. Daniel Siedentopf – Robert Glantz

3. Oliver Hutsch – Sebastian Schmidt-Schäffer

4. Rene Zimmermann – Klaus Lehmann

Insbesondere das Brett 1 und das Brett 4 erwiesen sich eröffnungstechnisch gut vorbereitet, weswegen Klaus frühzeitig eine anspruchslose Variante wählte, um seinen Gegner spielerisch zu bezwingen. Während dessen versuchte ich mich an irgendwelche Varianten zu erinnern und diese auf taktische Sicherheit zu prüfen. So erhielt ich am Ende ein leicht besseres Endspiel, was auf eine eher schlechte Variantenwahl des Gegners zurückführen lässt.

Sepp konnte inzwischen dank einer kleinen Kombination einen Bauern gewinnen. Auch bei unserem Vorbereitungstier Robert sah die Stellung gelungen aus. Er hatte die Initiative und erhöhte Schritt für Schritt den Druck!

Während der Zeitnotphase konnten wir zwar nicht alle 4 Partien für uns entscheiden, jedoch gewinnbringende Vorteile sicherstellen. Zunächst hatte sich der Gegner von Sepp aktiv mit kreativen Ideen dermaßen gewehrt, dass die Partie mit einem Remis endete. In meiner Partie kam ich bei der Variantenberechnung in Zeitnot etwas durcheinander und verspielte so einen Großteil meines Vorteils. Am Ende hatte ich die Wahl entweder mit einem gewissen Risiko auf Gewinn zu spielen oder einfach das Remis zu sichern. Im Sinne des Mannschaftserfolges wollte ich nichts mehr anbrennen lassen und wählte den sicheren Remishafen verbunden mit einem Remisangebot.

Robert hatte inzwischen im Endspiel einen glatten Mehrbauern und weiterhin eine starke Aktivität. Damit hatte er ein technisch gewonnenes Endspiel. Technisch noch klarer war der Fall bei Klaus, der im Mittelspiel die Schwächen stark ausgenutzt hat und im Endspiel nun die Früchte seiner Arbeit ernten durfte. Beide verwerteten ihre Vorteile zum Gewinn. 3:1!

Damit durften wir übernachten und am nächsten Tag gegen Cottbus antreten, die den Gastgeber Naumburg ebenfalls mit 3:1 raus kegelten.

Ilya Spivak – Atila Gajo Figura

Sebastian Maningk – Robert Glantz

Ruprecht Pfeffer – Sebastian Schmidt-Schäffer

Michael, Holgert – Klaus Lehmann

 

Wie schon am Samstag geriet ich in die Eröffnungsvorbereitung meines Gegners. Nur durfte ich dieses Mal zwei Bauern opfern und anschließend nach Kompensation Ausschau halten. Im Endeeffekt hatte ich nach Auffinden einer Neuerung nur noch 16 Minuten (nach etwa 12 Zügen) gegen 1 Stunde und 20 Minuten. Keine gute Strategie in einem Mannschaftskampf…

 

Solider sah es bei den anderen Brettern aus: Robert Glantz besaß ein starkes Zentrum, was er für einen vielversprechenden Königsangriff nutzte. Sepp erhielt eine etwas gedrückte, aber solide Stellung. Hingegen sah die Position von Klaus leicht verdächtig aus.

 

Da wir jedoch an allen Brettern favorisiert waren, schien mir ein Remis an meinem Brett ratsam zu sein. Als die Stellung etwas (aber nicht viel) übersichtlicher wurde, bot ich meinem Gegner ein Remis an. Zu dieser Zeit lebte ich nur noch von der Bonuszeit, mein Gegner hingegen hatte noch 16 Minuten auf dem Konto. Zunächst hielt mein Gegner seine Stellung für deutlich vorzuziehen. Nach intensiver Vertiefung sah er immer wieder Probleme auf sich zu kommen, weswegen er schließlich die Remisofferte akzeptierte. Der Wackelkandidat war somit beseitigt!

 

Leider konnte Robert in der Zwischenzeit seine Gewinnstellung nicht verwerten und landete in einem Endspiel mit einem Minusbauern. Durch ein Rechenfehler wurde schließlich seine Festung geknackt und Material und Partie gingen verloren.

Glücklicherweise überzog in diesem Moment der Gegner von Sepp die Stellung ein wenig, sodass Sepp schon bald zwei verbundene Freibauern erhielt und diese zum Sieg verwerten konnte!

So lag die Entscheidung an Brett 4 bei Klaus Lehmann.

In seinem Turmendspiel lag ein Wettrennen mit Freibauern vor. Sein Gegner hatte bis dahin sich recht kreativ verhalten, doch nun zeigte er ernsthafte Endspielschwächen. Statt mit den Freibauern sofort zu laufen, vergab er für andere Ideen ein paar Tempi. In Folge dessen konnte Klaus einen der Freibauern gewinnen und seine eigenen Bauern weiter voran treiben. Für den letzten Bauern opferte Klaus seinen Turm, sodass die verbundenen Freibauern in Verbindung mit dem König das Rennen machten. Damit gewannen wir nach spannendem Kampf mit 2,5:1,5 und befinden uns nun im Achtelfinale!!

Alle weiteren Einzelergebnisse gibt es hier.

Atila Gajo Figura

3 Gedanken zu „Nachtrag: DPMM Zwischenrunde überstanden!“

  1. Danke, Atila, für den tollen Bericht! Du hast alles so bildlich beschrieben, dass man viel Freude beim Lesen hat und sich direkt hineinversetzen kann.

  2. hallo atila,

    schöne grüße aus chemnitz, nur für die anderen leser, es liegt in sachsen, quasi Mitteldeutschland, hihihih.
    Atila ich muss dir sagen, einfach klasse wie dir die Texte aus der Hand flutschen.
    Vielleicht wirst du mal ein ganz großer haemingway (wird der so geschrieben?)!!!!
    Super gemacht und ein glückliches alaf oder oooooooooooolllllllaffffff (oder wie man das ebend im karneval sagt)
    Schöne Grüße aus Chemnitz,
    matze der lewi
    ps: Immer fleißig lernen, wie Einstein schon sagte: Ohne Fleiß kein Preis!

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