Berliner Schachgeschichte(n), Ausgabe 5

Da hätte ich mich fast zu weit aus dem Fenster gelehnt, als ich neulich in einem Kommentar auf einen Artikel zum Frauenschach bemängelte, dass zwar viel über Frauenschach geredet und geschrieben wird, aber noch nie eine Partie aus einer Berliner Frauenmeisterschaft auf einem beliebigen Berliner Vereins- oder Verbandsserver online war.  martina-skogvall-beim-training

Keine Einzige! Zu meinem Bedauern kam kein Widerspruch.

Zum Glück konnte ich auf dem Schach-Flohmarkt beim WOOKS 2015 einen Riesenstapel verschiedener älterer Zeitschriften (Schachreport, Schach-Echo, SCHACH, Mitteilungsblätter des BSV) ergattern. Just in einer 50 Jahre alten Ausgabe der Zeitschrift SCHACH, herausgegeben vom Berliner Meister Berthold Koch, fand ich zwei hübsche Partiechen.

In der ersten Partie wird nun, eigentlich verspätet, aber gerade jetzt wieder rechtzeitig, die Berliner Meisterin (Ost) des Jahres 1965 vorgestellt. Herzlichen Glückwunsch zu diesem 50. Jubiläum! Johanna Feierabend hat sich auch in der vergangenen Saison für den SV Empor Berlin in der BMM 2014/15 ans Brett gesetzt.

Mehr vom Multitalent:

Johanna, das Supertalent,

Musik gefällig?

Die zweite Partie, ebenfalls aus dem Juliheft 1965 von SCHACH, wurde von Dr. Fritz Baumbach beim Mannschaftskampf des TSC Berlin in Halle gegen den SC Leipzig gespielt. Der Verein TSC Berlin, mit zwei Mannschaften in der 6er-Staffel der DDR-Oberliga vertreten, gewann am Saisonende mit großem Abstand auf seine Verfolger.

DDR-Mannschaftsmeisterschaft im Schach 1965

Auch Dr. Baumbach ist 50 Jahre später noch voll dabei. Erst in der letzten Woche war er mit einer Betriebsschach-Mannschaft bei den Europäischen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren aktiv. Er spielt sonst beim SC Friesen Lichtenberg.

Andreas Lange

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