Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft der U10 in Willingen (Upland)

Jonas hat bei der gerade beendeten DEM der U10 in Willingen mit 6,5 Punkten aus 11 Runden den 15. Platz von 58 Teilnehmern erreicht.

Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch!

Wer möchte, kann sich unter der Seite der Deutschen Schachjugend einen vollständigen Überblick dieser Veranstaltung verschaffen.

Da die Partien an den ersten 12 Brettern online in alle Welt übertragen wurden, gehe ich davon aus, dass die meisten von euch bei den Partien von Jonas mitgezittert haben.

Für alle anderen möchte ich einige weitere Informationen zum Turnierverlauf geben und die beste Partie kurz kommentieren.

Das Turnier wird seit 2015 im Sauerland Stern Hotel in Willingen durchgeführt. Da alle Altersklassen der Kinder und Jugendlichen ihre DEM hier parallel durchführen und dazu noch zwei offene Turniere (U25) zahlreich besetzt waren, kamen mit Eltern und Betreuern sicherlich 500 Schachverrückte zusammen (vielleicht sollte man einige Eltern, die des Spiels gar nicht mächtig sind, hier ausnehmen). Das Hotel jedenfalls kam damit gut zurecht.

Zum U10-Turnier-selbst möchte ich zunächst sagen, dass ich 11 Runden in 7 Tagen, also mit vier Doppelrunden, für eine Zumutung für die Kinder, aber auch für Eltern und Betreuer halte!

Ich bewerte das Ergebnis von Jonas bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft als “ordentlichen Erfolg“, was sicherlich verwunderlich klingt, da sicherlich einige aufgrund der stetigen Steigerung seiner Wertungszahlen in letzter Zeit (vor dem Turnier: DWZ: 1457, Elo: 1465) auf eine höhere Platzierung als 15. bei einem Setzlistenplatz 18 gehofft hatten.

Da von den Gegnern der ersten Runden keine Partien verfügbar waren, haben wir uns bei der Vorbereitung zunächst nur auf einige grundsätzliche Dinge beschränkt. Als nach der zweiten oder dritten Runde auch die an nicht DGT-Brettern gespielten Partien im Netz waren, wurde uns dann schnell klar, dass die Wertungszahlen der Spieler aus anderen Bundesländern wenig über ihre Spielstärke aussagen. Mit nur einer Niederlage, drei Siegen und 7 Remis (fast großmeisterlich!) und das vorwiegend gegen Spieler, die am Ende in der ersten Tabellenhälfte gelandet sind, war das Turnier für Jonas eine wichtige Erfahrung. Da Jonas während des Turniers mehrere neue Eröffnungen mit Erfolg ausprobiert hat, wird es für seine zukünftigen Gegner mühsamer, sich vorzubereiten.

Ein Beispiel dafür folgt nun:

Manfred Glienke

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