Unchronologischer Jahresrückblick (II)

Kreuzberger Allerleri

Atila Gajo Figura im Bus nach einem Wettkampf in Hamburg
Atila Gajo Figura im Bus nach einem Wettkampf in Hamburg

Dieser junge Herr nennt sich im elektronischen Briefverkehr scherzhafterweise Kreuzberger Gurke. Ob er damit nur seine Liebe zum grünen Kürbisgewächs ausdrücken möchte oder aber einen Hang zu schlechter Spielweise untermauern will ist mir nicht bekannt. Zweiteres ist jedoch dank seiner Jahresbilanz eher auszuschließen. Wer schon einmal bei einem Vereinsabend des SCK gewesen ist, wird diesen eher ruhigen und meist freundlich in sich reinlächelnden Mann schon erlebt haben. Gerade beim Blitzen wirkt nahezu unbesiegbar und das hat er auch mal wieder im letzten Jahr gezeigt. Locker muss man fast schon sagen fährt der Mann mit zwei Vornamen (wer sollte jetzt noch an seiner Kompetenz zweifeln?) alle drei Monatstitel ein! Blitz-, Chess960- und Schnellschachmeister des SCK der Saison 2009/2010. Da können Anand, Carlsen und Co. schon fast einpacken! Natürlich darf nicht verschwiegen werden, dass die Konkurrenz durch mein stetiges Fernbleiben an diesen Turnieren geschwächt ist, aber vielleicht zeige ich der “Gurke” in dieser Saison ja mal wo das Gurkenfäßlein steht…
Herr Figura ist übrigens nicht nur ein hervorragender Schachspieler, seit Januar ist er gar auch Turnierleiter des BSV. Mit ihm haben im Laufe des Jahres auch Schachfreunde und -freundinnen wie Sonja Mahler, Helmut Abraham und Ergun Arkan die Ausbildung zum Turnierleiter bzw. regionalen Schiedsrichter (Arkan) absolviert. Der SCK und auch ich als Einzelperson gratulieren noch einmal herzlichst zu dieser tollen Leistung.

exemplarisches Abschneiden AGFs beim Blitzen
Gurke
Turnierleiter 1
Turnierleiter 2

Herr Figura und die Jugend
Zurück zum Mann, der den SC Kreuzberg spieltechnisch beherrscht. Mit solch einem Nachnamen muss man natürlich auch gut mit Figuren umgehen können. Wie schön für unseren Verein, dass er das mit Schachfiguren und nicht mit Mensch-ärger-dich-nicht-Figuren anstellt und zudem auch noch bei uns in Kreuzberg. Und weil Atila sich fast schon etwas langweilt, sorgt er mittlerweile durch gut besuchtes Jugendtraining auch fast schon selbst für Nachwuchs, der ihm bald das Wasser reichen können wird…

Ein glücklicher Enrico!
Hast du Atila besiegt?

Mina die Schreckliche!
Mina die Schreckliche!

Mit der Jugendmannschaft und deren Eltern war Atila auch fleißig das ganze Jahr hindurch auf Turnieren und sogar der DEJM vertreten. Er selbst gewann das offene Turnier der DEJM und unterstützte die “Kleinen” wo es nur ging. Konsequenterweise stellte der SCK in der Saison 2010/2011 der BMM auch eine 9. Mannschaft mit vielen unserer Jungspielern auf. Weiterhin viel Erfolg!

Mina spielt groß auf
Atila bei der DJEM
Abrafaxe
Abschlussbericht BJMM

Wilhelm

Unser guter Schachfreund Wilhelm ist im August gestorben.
Unser guter Schachfreund Wilhelm ist im August gestorben.

Es ist immer schwierig über traurige Ereignisse in einem Jahresrückblick zu berichten. Versuchen werde ich es trotzdem:
Es geht um ein sehr trauriges Kapitel des Kreuzberger, wie auch des deutschen Schachjahrs 2010. Wilhelm Schlemermeyer, FIDE-Trainer und Top-Schachspieler, gern gesehener Mitspieler, Ideengeber und Kritiker im Vereinsheim verstarb im August. Eine riesige Welle der Anteilnahme überhäufte den SCK. Die Kommentarfunktion der neuen SCK-Seite wurde noch nie so häufig in Anspruch genommen. Da nun auch jeder Kreuzberger der Interesse hat, Artikel schreiben und hochladen kann, erfuhr ich also über eine email von Atila vom Tod Wilhelms. Zudem rief mich Werner noch am Abend an.

Schrieb noch kurz vor seinem Tod einen Artikel auf unserer Homepage: Wilhelm Schlemermeyer
Schrieb noch kurz vor seinem Tod einen Artikel auf unserer Homepage: Wilhelm Schlemermeyer

Aber das Internet war, wie heutzutage oft, viel schneller. In windeseile verbreitete sich die Nachricht, selbst in Schachforen in denen Wilhelm sehr aktiv war, wusste man bereits kurz nach seinem Tod von der traurigen Nachricht. Atila stellte sich als akribischer “Kondolenz-Sammler” heraus und postete Reaktionen aus Facebook, Schachforen und emails, die ihn erreichten auf der Kreuzberger Homepage. Nochmals vielen Dank für diese Informationen, Atila.

Seit September hat nun Atila Gajo Figura auch das Fortgeschrittenentraining im Schachverein übernommen. Sicherlich ist Atila eine Perle für den Schachverein, deshalb widmete ich ihm in diesem Jahresrückblick auch so einen großen Anteil.
Ich denke ich spreche im Namen aller Kreuzberger Mitglieder wie auch der Freunde und Gäste des SCK wenn ich dir hier noch einmal für deine unermüdliche Tätigkeiten im Verein danke. Außerdem wünschen wir alle Dir gute Partien, viel Erfolg in deiner Ausbildung und weiterhin viel Spaß und Freude an deinen “Kreuzberger” Projekten.

Wilhelm I
Wilhelm II
AGF beim Kreuzberg-Open 2009. Vielen Dank "Uns Atila".

8 Gedanken zu „Unchronologischer Jahresrückblick (II)“

  1. der motor des sck………………atila for president! hilfsbereit,bescheiden und aufopferungsvoll…wo findet man das noch heutzutage bei jungen menschen? we love you,atila

  2. Liebe Schachfreunde aus Kreuzberg.
    Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei Euch allen zu bedanken für das nun zurück liegende Jahr.
    Ich, der ja wenn es mir meine Zeit erlaubt, fast regelmäßig an den Monatsturnieren des SCK teil nimmt, liegt nicht nur daran das ich gerne Schach spiele, sondern auch an der guten Atmosphäre die immer bei Euch vorhanden ist.
    Dafür ein großes Lob und Dankeschön.
    Allen ein schönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2011.
    Gruß Markus :-)

  3. Danke auch Markus, danke auch an Marcel und für diesen Bericht und natürlich auch an die Kommentatoren für ihre netten Bemerkungen!

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