Mannschaftsbericht zur Zwischenrunde der DPMM

Noch 32 Minuten...???

Trotz dieser  ungewöhnlichen (oder in der heutigen Zeit normalen?) Anzeige kamen wir pünktlich an. Nicht nur siegeshungrig sind wir angereist, auch unser Magen meldete sich zu Wort. So machten wir uns in Tangerhütte auf der Suche nach einer Lokalität. Allerdings erwies sich diese Aufgabe alles andere als einfach.  Auf der Suche nach einer Speisegelegenheit fanden wir unser Spiellokal:

Die Kneipe Bismarksaal

Letztlich erfuhren wir, dass es nur einel Speisemöglichkeit gab, nämlich dort, wo wir im Falle eines Sieges zu übernachten drohten.

Gutes Essen als mentale Vorbereitung auf den Pokalkrampf!

Tatsächlich gaben wir uns Mühe dem Leitsatz Nimzowitsch “Die Drohung ist stärker als ihre Ausführung” gerecht zu werden…

Wir trafen auf eine ersatzgeschwächte Mannschaft aus Magdeburg:

  1. Rickmann, David – Schmidt-Schäffer Sebastian
  2. Rafayevych, Vilen – Kalinitschew, Sergej
  3. Hansch, Torsten – Figura, Atila Gajo
  4. Hansch, Karsten – Mattick, Lutz

Frühzeitig erhielten wir an den Brettern 2-4 eine bessere Stellung. Sepp hatte im Froms-Gambit einen Bauern mehr, musste jedoch gegen die gegnerische Initiative ankämpfen.

Hansch - Figura, Schwarz am Zug

In dieser Stellung gibt es für Schwarz einen logischen Zug 13…Lf5, sowie einige interessante, wie 13..Se4. Allerdings wollte ich hier noch genauer spielen und fand den Sackzug 13…Lg4?, worauf 14.Dc2 mit der Idee f5 folgte. Damit verspielte ich meinen klaren Vorteil. Nach dem weiteren Fehler 14…c5? 15.c4 befand ich mich in einer kritischen Lage.

Währenddessen gelang Lutz Mattblick ein flotter Angriff:

[iframe https://www.schachclubkreuzberg.de/schachprojekte/DPMM/mattick.htm 710 510]

Sergej erhielt nach der Eröffnungsphase eine klar bessere Stellung. Allerdings übersah er in dominierender Lage eine kleine Drohung, wonach seine Dame plötzlich abhanden kam. Danach kämpfte Sergej erbittert, leider jedoch ohne Erfolg.

Ungefähr zu dieser Zeit bot ich Remis an, welches mein Gegner infolge meines andauernden Hustens und einem Übergeben annahm, DANKE:

Eine strategische Ruine

Damit lagen wir mit 1,5 – 0,5 Punkten in Führung. Nun brauchte nur noch Sepp zu gewinnen, der einen 17**er als Gegner hatte. Erst in beiderseitiger Zeitnotphase gelang es ihm infolge eines Einstellers eine Gewinnstellung zu erhalten:

[iframe https://www.schachclubkreuzberg.de/schachprojekte/DPMM/schmidt.htm 710 510]

Somit gelangten wir zu einem knappen 2,5-1,5 Sieg.

Schiedsrichter Walter Görgens

Für die nächste Runde nahmen wir uns vor, sicherer zu gewinnen.

Kalinitschew, Sergej – Friedrich, Wiede

Schmidt-Schäffer – Rietze, Clemens

Figura, Atila Gajo – Zahn, Benno

Mattick, Lutz – Langer, Tobias

Auch hier gingen wir favorisiert in die Startlöcher. Sergej, Sepp und Lutz erhielten jeweils eine ausgeglichene Stellung, während ich frühzeitig eine positionelle Gewinnstellung erhielt. Just in diesem Moment nahm ich mir vor, jegliches Risiko zu vermeiden. Dadurch zog sich die Partie in die Länge…

Figura - Zahn

Sergej erspielte sich kreativ gewisse Chancen, die leider nicht zum Sieg ausreichten.

In unklarer Stellung nahm Sepp mannschaftsdienlich Remis an.

Schmidt-Schäffer, Sebastian gegen Rietze, Clemens; Weiß am Zug

In besserer Stellung warf Lutz einzügig den Gewinn weg, wonach sein Gegner eine Gewinnfortsetzung hatte. Sein Gegner wiederum bevorzugte das Dauerschach:

[iframe https://www.schachclubkreuzberg.de/schachprojekte/DPMM/mattick2.htm 710 510]

Nach der Kontrollphase lief damit nur noch meine Partie. Eine gewisse Spannung kam dort noch mal auf, da ich einen Befreiungsversuch übersah:

Figura gegen Zahn, jetzt geschah e7-e5!

Dies änderte dennoch nichts an dem Ausgang der Partie, Nach einigen Zügen gab mein Gegner auf:

[iframe https://www.schachclubkreuzberg.de/schachprojekte/DPMM/figura.htm 710 510]

Somit gelang uns mit Ach und Krach die Qualifikation zum Achtelfinale.

von links nach rechts: Lutz Mattick, Atila Gajo Figura, Sebastian Schmidt-Schäffer und Sergej Kalintischew

Nach einem verdienten Mannschaftsessen, machten wir uns auf dem Heimweg. Dabei fuhren wir über…

Ottbahnhof!!!

Atila Gajo Figura

1 Gedanke zu „Mannschaftsbericht zur Zwischenrunde der DPMM“

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: