Orkun war “nur” die Nummer 11 der Startrangliste und erwies sich dann Runde um Runde als Favoritenschreck. Er gewann am Ende nach Wertung vor Alexander Kurz (beide 5,5/7) und vor unserem Neuzugang und Teilzeit-Kreuzberger Ephraim Rosenstock (5).
Seriensieger Dirk Paulsen gewann auch das Abschlussturnier der Grand-Prix-Serie 2024-25 im Schnellschach. Am Ende lag er ganze 1,5 Punkte vor einem Viererfeld mit jeweils 5 Punkten und gewann nicht ganz unerwartet auch die Grand-Prix-Gesamtwertung.
Knapper war es dagegen beim Auftakt der neuen Grand-Prix-Serie 2025-26 im Blitz. Ohne klaren Favoriten war es von Anfang bis Ende ein Rennen Kopf-an-Kopf. Mykhailo, Henrik und ein gut aufgelegter Albi kamen auf jeweils 8,5 Punkte. Die Reihenfolge auf dem Siegertreppchen musste über die Sonneborn-Berger- und die Buchholz-Wertung entschieden werden.
Kurz und knackig die Ergebnismeldung: Alter und neuer Sieger ist Dirk Paulsen. Er gewinnt sein 4. Schnellturnier in Folge und hat als Spitzenreiter der Grand-Prix-Wertung einen Vorsprung, der nur noch theoretisch einholbar ist. Dazu aber zu einem anderen Zeitpunkt mehr.
Es war an diesem Freitagabend wie wir es schon unzählige Male gesehen haben: Wenn Dirk teilgenommen hat, dann hat er meist auch gewonnen. Er hat einen glatten Durchmarsch hingelegt und mit 7 aus 7 alles abgeräumt. Dahinter ein erneut starker Kevin Huth mit 6/7 und Alexander Kurz mit 5/7.
Das Monatsschnellschach im Januar war wieder einmal gut besucht und am Ende eine sehr knappe Angelegenheit. 6 Spieler kamen auf 5 Punkte. Verdient gewonnen nach Wertung hat Dirk Paulsen, der durchgehend an Brett 1 spielte und entsprechend die stärksten Gegner hatte. Der Berichterstatter konnte sich über den 2. Platz freuen und hatte einen halben Buchholzpunkt mehr als Kevin Huth. Einen weiteren halben Buchholzpunkt dahinter blieb für Jasper Heinke nur die Holzmedaille. Zur Rapid Grand-Prix-Wertung.
Beim Februarblitz gabs einen Überraschungssieger. Der Berichterstatter hatte einen guten Tag erwischt und hat mit 10/11 sein erstes Monatsblitzturnier gewonnen. Auf Platz 2 und 3 kamen Orkun Sakalli mit 9/11 und Max Peter Bartelt mit 7,5/11. Zur Blitz Grand-Prix-Wertung.
Zum Jahresausklang wurde noch der Schnellschachsieger im Dezember gesucht und die schachliche Konkurrenz in Spandau hat sich dabei direkt bemerkbar gemacht. An der Spitze war es von Anfang bis Ende ein ausgeglichener Kampf ohne klaren Favoriten. Am Ende kamen 4 Spieler auf 5 Punkte. Die Siegerehrung wurde ausnahmsweise improvisiert und die finale Tabelle wird hiermit nachgereicht.
Es war mit 33 Teilnehmern so gut besucht wie in besten Zeiten. Es gewann Darko Balov vor Alexander Kurz (beide 6 Punkte) und vor Bogdan Tomin (5 Punkte). Alexander startete etwas überraschend mit einer Erstrundenniederlage. Danach gewann er zwar alle seine Partien, u.a. gegen den Turniersieger, aber die Wertung ist beim “Schweizer Gambit” bekanntlich nie die Beste.
Kevin Huth war beim Schnellschach mal wieder richtig gut drauf und ist in der letzten Runde an den bis dahin führenden Maxim Piz nach Wertung vorbeigezogen, der in der Schlussrunde den entscheidenden halben Punkt abgegeben hat.
Es war mit 32 Spielern gut besucht. Wieder gab es einen neuen Sieger und wieder war die Entscheidung denkbar knapp. Lenhard Biermann gewann bei gleich vielen Brett- und Buchholzpunkten mit einem viertel SoBe-Punkt mehr vor Klaus Lehmann. Klaus hatte in der vergangenen Woche beim Schach960 in ähnlicher Situation noch die SoBe-Wertung auf seiner Seite. Dieses Mal war es umgekehrt und “nur” Platz 2. Die Kategoriepreise haben Phuc Nhat Nguyen (U2000) und Jonatan Schenk (U1800) abgeräumt.
Da zwischen dem Monatsschnellschach im August und dem Monatsblitz im September erneut nur 3 Tage lagen, gibts die Ergebnismeldung mal wieder im Doppelpack. Wechselnde Sieger in beiden Wettbewerben. Im Schnellschach gabs beim 3. Event der laufenden Serie mit Bogdan Tomin den 3. Sieger. Im Blitz gabs beim 4. Event mit Johannes Tschernatsch den 4. Sieger. Bisher keine Spur von Wiederholungstätern. Dabei ist Johannes als Nachzügler erst zur 2. Runde eingestiegen und hat als klarer Elo-Favorit klar gewonnen.
Das vorgezogene Monatsschnellschach hat nur 8 Teilnehmer an die Bretter gelockt. Kleines Feld, aber stark besetzt. Kann mich nicht erinnern, dass ich mit einer Elo 1905 mal das Schlusslicht einer Startrangliste war. Dabei ignoriere ich mal geflissentlich die offizielle, aber kaum aussagekräftige Elo von Ephraim, der bereits jenseits von Elo 2000 spielt und dies schon mit seinem Sieg beim Monatsblitz im Juli zeigte. Dirk zog einsam seine Kreise und ist mit 7/7 durchmarschiert!
Waldemar spielte ein enorm starkes Turnier und verlor lediglich gegen den am Ende zweiten Jürgen Burstkern, dessen Niederlage in der ersten Runde gegen Albi Canaj ihm vermutlich den halben Buchholzpunkt kostete, der am Ende zu Platz 1 gefehlt hatte. Einen Punkt dahinter wurde Dirk Paulsen dritter.
Gefeierter Star des Abends war aber der Jüngste in Feld: Der 10-jährige Turbat Todmunkh aus der Mongolei weilte zum Familienbesuch in Berlin. Von der am Ende fortgeschrittenen Uhrzeit unbeeindruckt lieferte er eine Performance von fast 2200 ab, gewann unter anderem gegen den Neu-Kreuzberger Pavlos Dimitriadis (2086) und FM Klaus Lehmann und holte sich unter donnerndem Beifall einen Sonderpreis ab. Sehr gut denkbar, dass man in Zukunft noch mehr vom mongolischen Kaderspieler hört.
Die Sieger: Mohammed Solhjou (U2000), Jürgen Brustkern, Corbinian Röpke (U1600), Waldemar Iojiz, Turbat Todmunkh
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