Michael Strache ist alter und neuer Clubmeister

Vor wenigen Stunden ging die Clubmeisterschaft 2025 zu Ende. Vor der letzten Runde konnten Michael Strache mit 6,5 Punkte, Norman Daum (6,5) und Christian Syré (5,5) noch Turniersieger werden. Für Micha und Christian ging es um den Clubmeistertitel. Die besten Chancen hatte Micha Strache, denn er lag einen ganzen Punkt vor Christian und hatte das (vermeintlich) leichtere Los. In der Begegnung Norman gegen Christian gab es keinen klaren Favoriten und die Partie endete Remis. Mit diesem Remis war Micha Strache der Clubmeistertitel schon sicher. Aber er wollte natürlich mehr und es ging für ihn fortan um den Turniersieg. In der entscheidenden und letzten Turnierpartie Micha Ziems gegen Micha Strache sah es aber zu keinem Zeitpunkt nach dem erwarteten Favoritensieg aus. Bis der Berichterstatter im späten Mittelspiel etwas überambitioniert auf Königsangriff spielte, sich in einer Verwicklung mit angebotenem Damentausch verhedderte und mit Turmverlust aufgeben musste. Am Ende wurde Micha Strache seiner Favoritenrolle gerecht und wurde wie bereits im letzten Jahr Turniersieger und Clubmeister!

Den Sonderpreis für den größten DWZ-Zuwachs erspielte sich Gerhard Grob Paul Kaufmann +74 Punkten!

Alle Tabellen gibts wie gewohnt auf chess-results.com und zusätzlich die inoffizielle DWZ-Auswertung.

Die Top3 des Turniers:

Zweimal volles Haus und ein Doppelsieger

Die Hütte war 2 Mal voll. Zum Blitz trafen sich 30 Teilnehmer. Dirk Paulsen war beim Blitz mal wieder am Start und…..? Gewann! Mal wieder. Mit 9,5 aus 11 vor Constantin Vogel (9) und Samy Omar (8).

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Blitz 30 Dirk Paulsen Constantin Vogel Samy Omar

Blitz Grand-Prix-Wertung

Mit 20 Teilnehmer war das Monatsturnier Schach960 erstaunlich gut besucht und so gut wie seit 2016 nicht mehr. Jawollja! Was auch immer für diesen Boost gesorgt hat: So darf es gerne weiter gehen. Dirk Paulsen gewann mit 4 aus 5 vor Bogdan Tomin (4) und Daniel Holzapfel (3,5).

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Schach960 20 Dirk Paulsen Bogdan Tomin Daniel Holzapfel

Schach960 Grand-Prix-Wertung


Schnappschuss vor der 3.Runde beim Schach960

Clubmeisterschaft im Blitz, Schnellschach und 960 vor der Schlussrunde

Die Clubmeisterschaften im Blitz, Schnellschach und Schach960 nähern sich dem Ende. Im Mai findet jeweils das letzte der 12 Monatsturniere statt und die laufende Meisterschaft 2024-25 ist damit beendet. Aber der Reihe nach:

Blitz: Alexander Kurz führt in der Gesamtwertung und ist bereits vorzeitig Blitzmeister. Sein 1. Verfolger Michael Ziems kann wegen der Streichwertregelung maximal noch 14 Punkte dazu gewinnen, bräuchte aber 19 Punkte um gleichzuziehen. Ganz ähnlich bei Glib Makarov, der ebenfalls nur noch 14 Punkte aufholen kann und 20 Punkte bräuchte. Über Platz 2 und 3 wird das Abschlussturnier am 6. Mai entscheiden. 

Blitzschach Grand-Prix 2024-25 Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai   Gesamt
1 Alexander Kurz 12   18     20 8 14 13 3 14   102
2 Michael Ziems  7 11 4 3 11 6 7 7 20 14 3     83
3 Glib Makarov   10 9 14   12 6   10 9 12     82
4 Phuc Nhat Nguyen 14       16   13   12   13     68
5 Patrick Winter 11 6 11     14       20 4     66
6 Niall Clarke         18 13 5 20   5       61

Schnellschach: Dirk Paulsen führt klar mit beeindruckenden 5 Siegen bei 6 Teilnahmen. 116 Punkte reichen ihm wahrscheinlich zum Gewinn der Gesamtwertung. Dirk kann bei 19 Punkten Vorsprung jedoch noch eingeholt werden, wenn er im Mai selbst nicht mitspielt und Verfolger Kevin Huth gleichzeitig das Turnier gewinnt. Dirk kann aber als Zehlendorfer selbstredend nicht Clubmeister werden. Kevin ist als bester Kreuzberger bereits vor dem letzten Turnier Schnellschachmeister. Er hat 18 Punkte Vorsprung vor Jürgen Federau. Wegen der Streichwertregelung kann Jürgen maximal noch 17 Punkte aufholen und damit zu wenig, um Kevin noch einzuholen. Der Clubmeister steht fest, aber über Platz 1, 2 und 3 der Gesamtwertung wird erst das Abschlussturnier am 30. Mai entscheiden. 

Schnellschach Grand-Prix 2024-25 Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai   Gesamt
1 Dirk Paulsen 16 20           20 20 20 20     116
2 Kevin Huth       11 20 8   16 18 10 14   97
3 Jürgen Federau 4 10 18 7   12 12 3     13     79
4 Glib Makarov     14 12 11 1 14   6 4 7     69
5 Michael Ziems 9 11     5   10 18 5 7 4     69
6 Thomas Heerde 5   16   1 6 16 8 10 6       68

Schach960: Anders als beim Blitz und Schnellschach stehen beim Schach960 noch 2 Monatsturniere aus und entsprechend sind noch 40 GP-Punkte zu vergeben. Das Turnier im Februar fiel aus und wird am 23. Mai nachgeholt. Der Berichterstatter hat komfortable 28 Punkte Vorsprung (najaaa, regelmäßiges mitspielen….ihr wisst schon) und würde sich viel mehr über mehr Konkurrenz freuen. Willi Löhr kann wegen der Streichwertregelung maximal noch 24 Punkte hinzu gewinnen und damit zu wenig, um noch den Titel zu holen. Klaus Lehmann hat erst 5 Wertungsturniere und kann noch maximal 40 Punkte hinzu gewinnen. Vorausgesetzt er spielt auch mit, dann hat er noch Chancen. Klaus? Wir werden es sehen. Über Platz 1, 2 und 3 werden folglich die beiden Maiturniere entscheiden.

Schach960 Grand-Prix 2024-25 Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai   Gesamt
1 Michael Ziems 14   16 16 10 2 16 13   14 12     111
2 Wilhelm Löhr   11 13 14 9 7 9 9     11     83
3 Klaus Lehmann   18   20 13 14       13       78
4 Fabian Wilde   20 20   20 12               72
5 Olaf Eberhardt   16 14     5   18     16     69
6 Maxim Piz 20           18 20           58

RE: Klassenturniere beim SC Kreuzberg 2025

Direkt nach dem Ende der BEM kamen die Anmeldungen für die diesjährigen Klassenturniere rein. Für die B-Klasse können wir nur noch Wartelistenplätze anbieten. Wenn die Klassen A, C und D nicht ausgebucht sind, können in der B-Klasse auch mehr als 8 Spieler starten.

Update 02.05: Die Klasse D ist jetzt ebenfalls ausgebucht und die Warteliste ist auch hier eröffnet.

Update 13.05: Für die Klasse A gibt es bisher nur 3 Anmeldungen. Gespielt wird ab 4 Teilnehmer pro Gruppe. Wenn sich bis morgen 17 Uhr kein weiterer Teilnehmer findet, dann entfällt die Klasse A. Die Anmeldeliste wird aktualisiert, wenn sich eine Änderung ergibt.

Update 14.05 17:00 Uhr: Nicht genug Spieler für die Klasse A und hiermit offiziell abgesagt. 

Siehe Anmeldestand

Klassenturnier 2025 Ausschreibung

Zwischenstand Clubmeisterschaft und eine Perle

Nach ein paar Tagen Urlaub ist die Turnierseite nun wieder aktuell. Die Auslosung der 8. Runde ist gemacht (und korrigiert!). 

Nach 7 gespielten Runden sind die ersten drei der Setzliste exakt die ersten drei der Rangliste und werden den Turniersieger wohl unter sich ausmachen. Andere Konstellationen sind theoretisch noch möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Die kommende Spitzenpaarung Christian Syré vs. Michael Strache verspricht Spannung pur und könnte bereits eine Vorentscheidung bringen. Nächsten Freitag am 02.05. geht es weiter.

Aus der laufenden Clubmeisterschaft hier mal ein echtes Highlight und aus meiner Sicht absolut preisverdächtig. Hab die Partie anonymisiert, da ich mir nicht sicher bin ob der unterlegene Spieler sonst zustimmen würde. Die Partie ist viel zu schön, um sie nicht zu zeigen:

Dirk Paulsen gewinnt auch Schnellschach im April

Kurz und knackig die Ergebnismeldung: Alter und neuer Sieger ist Dirk Paulsen. Er gewinnt sein 4. Schnellturnier in Folge und hat als Spitzenreiter der Grand-Prix-Wertung einen Vorsprung, der nur noch theoretisch einholbar ist. Dazu aber zu einem anderen Zeitpunkt mehr.

April Teiln. Google (Android 11.0) Google (Android 11.0) Google (Android 11.0)
Schnellschach 22 Dirk Paulsen Stephan Bethe    Christian Syré

Schnellschach Grand-Prix-Wertung

Einstiegskurs im Brettspiel GO

Die Idee gab es schon länger. Und am Montag ist es nun soweit.
Am 14.04. um 20 Uhr gibt FM Alexander Kurz bei uns im Verein einen Einstiegskurs im Brettspiel GO.
Alexander ist selbst passionierter GO-Spieler und gibt Einblicke in dieses Brettspiel. Der Kurs ist offen für Mitglieder und Gäste und richtet sich an alle, die Interesse an diesem Spiel haben.
Die Regeln (Lesedauer: max. 2 min) sind schneller erklärt als beim Schach und gleichzeitig ist GO um Größenordnungen komplexer.

Yunus Yildiz gewinnt beim Aprilblitz und Patrick Winter beim 960

Beim Monatsblitz April gabs mal wieder einen echten Überraschungssieger. Yunus Yildiz hat sich als Setzlistennummer 15 (!) gegen eine starke Gegnerschaft durchgesetzt. Mit einer Turnierleistung von Elo 2323 hat er satt überperformt und gewann mit 9/11 nach Wertung vor Henrik Petersen (9) und vor Constantin Vogel (7,5). Das Ergebnis vom vorletzten Dienstag sei hiermit nachgereicht.

Beim frisch beendeten Monatsturnier 960 am Freitag konnte sich Patrick Winter einmal mehr in die Gewinnerliste eintragen.

April Teiln. Google (Android 11.0) Google (Android 11.0) Google (Android 11.0)
Blitz 27 Yunus Yildiz Henrik Petersen Constantin Vogel
960 10 Patrick Winter Kevin Huth Olaf Eberhardt

Zur Blitz Grand-Prix-Gesamtwertung
Zur Schach960 Grand-Prix-Gesamtwertung

BMM 8. Runde: 1 Aufsteiger, 1 Absteiger und 2 Wackelkandidaten

Die Ergebnisse der 8. Runde sind alle eingeloggt. Mit dem Ende des heutigen Spieltages steht SCK4 vorzeitig als Aufsteiger fest. Mit 16:0 Mannschaftspunkten hat die Mannschaft die Staffel regelrecht aufgemischt und gezeigt, dass sie eine Etage nach oben gehört. Herzlichen Glückwunsch! SCK5 ist dagegen vorzeitig abgestiegen. Die Fünfte hatte ohnehin nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt und mit der heutigen Niederlage haben sich alle Rechenspielchen erledigt. SCK7 und SCK8 kraxeln auf Tabellenplatz 8 und bleiben damit bis zum Schluss Wackelkandidaten. Beide können den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen, haben aber keine leichten Aufgaben vor sich und sind in der Begegnung der letzten Runde Außenseiter. Alle anderen Mannschaften spielen jenseits von Auf- und Abstieg und können in der letzten Runde befreit aufspielen.

BMM-Übersichtsseite

Clubmeisterschaft: Zwischenstand und Auslosung 7. Runde

Die Auslosung der 7. Runde ist gemacht und hier mal der Zwischenstand.

Georg hat in Runde 5 Turnierfavorit Micha ausgebremst und ihm mit einem taktischen Feuerwerk überraschend den vollen Punkt abgenommen. Georg hat in Runde 6 nun aber gegen Norman verloren, während Norman zuvor in Runde 4 bereits gegen Micha verlor. Thomas legte mit 0,5 aus 2 einen klassischen Fehlstart hin und darf jetzt die dicken Bretter bohren. Auch noch mit Chancen unsere beiden Altmeister Jürgen und Christian. Alle haben also Punkte gelassen und es bleibt spannend.

Die 7. Runde fällt auf Karfreitag. Wer an dem Tag aus irgendwelchen Gründen nicht spielen kann, möge sich bitte rechtzeitig melden zwecks Vorspieltermin. Gemäß Ausschreibung kann dafür der 09.04. als offizieller Ausweichtermin genutzt werden.

Stand nach der 6.Runde:

Rg. Snr   Name Elo Verein Pkt.  Wtg1  Wtg2
1 2   Daum, Norman 2155 SC Rotation Pankow e.V. 5 31,5 20,00
2 1   Strache, Michael 2269 SC Kreuzberg e.V. 5 30,5 19,50
3 6   Adelberger, Georg 1932 SC Kreuzberg e.V. 4,5 31,5 18,25
4 5   Heerde, Thomas 2009 SK Zehlendorf e.V. 4,5 25 14,75
5 4 FM Federau, Jürgen 2047 SC Kreuzberg e.V. 4 29,5 14,00
6 3 FM Syré, Christian 2137 SC Kreuzberg e.V. 4 27 13,00
7 9   Sakalli, Selcuk Orkun 1900 SC Zugzwang 95 e.V. 4 25,5 11,75
8 13   Ziems, Michael 1904 SC Kreuzberg e.V. 3,5 28,5 12,00
9 16   Küster, Manfred 1902 SC Kreuzberg e.V. 3,5 26 9,75
10 15   Körlin, Hans-Jürgen 1856 SC Kreuzberg e.V. 3,5 26 9,25
11 19   Grob, Gerhard 1807 SC Kreuzberg e.V. 3 30,5 10,50
12 12   Besbudak, Özgür 1887 SC Zugzwang 95 e.V. 3 26 8,50
13 21   Kaufmann, Paul 1390 SC Kreuzberg e.V. 3 24,5 10,00
14 11   Löhr, Wilhelm 2046 SC Kreuzberg e.V. 3 21,5 6,25
15 14   Große-Honebrink, Brigitte 1895 SC Kreuzberg e.V. 2,5 27 8,25

BMM 7.Runde im Überblick

Die Gesamtbilanz des Spieltages ist für den SCK mit 3 Mannschaftsiegen, 3 Remis und 3 Niederlagen – wohlwollend formuliert – ausgeglichen. Einige Mannschaften hätten einen Sieg dringend nötig gehabt, um sich im Tabellenkeller etwas Luft zu verschaffen. Den nötigen Befreiungsschlag gabs aber bei keiner Mannschaft. Bei SCK2 und SCK3 haben sich mit der heutigen Niederlage auch die theoretischen Aufstiegschancen erledigt. Restchancen um den Aufstieg hat noch SCK9. SCK4 marschiert dagegen weiter durch und ist mit 14:0 Mannschaften weiterhin verlustpunktfrei. Chapeau!

BMM-Seite zum Durchklicken

Spielbericht von Chistian Syré (SCK2):  

“Zugucken kann bisweilen grausam sein. So in der 7.Runde. Nach dem letzten 7-1 Sieg gegen SFB 5 wollten einige auch heute nur eins: Gewinnen!
Es macht aber einen Unterschied, ob man auf zwei oder drei Ergebnisse spielt. Unser 2.Brett mit Schwarz wurde Opfer einer raffinierten Falle von Luca Mankel. Der schwarze Damen-Springer ging nach c2 und bedrohte Ta1. Möglich war es durch die Unterstützung von Lf5, der sofort mit g4 angerempelt wurde und verloren ging, weil ja der Sc2 gedeckt bleiben mußte. Der Sa1 war aber in der Falle, wo es kein Entrinnen gab  und ging verloren. Nach 20 Zügen hatte Olaf genug. Am 3.Brett geriet Markus mit Weiß gegen IM Atila Figura in eine typische Stellung mit hängenden Bauern auf c4+d4. Als ich gegangen bin, hatte Markus ein gleichstehendes, aber schwer zu haltendes Turm-Endspiel mit aktivem Turm auf der 7.Reihe, aber Minusbauern. Stephan geriet am 4.Brett gegen Ralf Rennoch in eine giftige Sizi-Variante. Weiß spielte gegen die Variante mit e6, a6, Dc7 einen Aufbau mit a3, b4 und c4. Hohe Zeitnot bestätigte die Notwendigkeit, schwierige Entscheidungen lösen zu müssen. Bei meiner Abfahrt stand die Stellung klar auf Verlust. Am 5.Brett hatte Gerrit die klar bessere Stellung gegen die Leningrader Variante im Holländischen von Dieter Eisenträger. Überrascht hatte mich das schnelle Remis. Philip am 6.Brett spielte Aljechin-Verteidigung mit Schwarz gegen einen jungen Mann: Viet Anh Nguyen. Ein katastrophaler Fehler (b2-b4?) führte nach Sf6-e4 Sxe4 zum Qualle-Gewinn auf a1. Hier rechnete ich mit einem Sieg für uns. Nach Dxb4??, Lh5xg6+! konnte der Läufer wegen des schwer zu sehenden Dg1+ und Matt auf g7 nicht geschlagen werden. Eine Tragödie. Am 7.Brett spielte Robert eine ordentliche Partie, die er allerdings schon in der Eröffnung entscheiden konnte. Hagen am 8.Brett kam im Senioren-Duell mit Prof. Hartmut Badestein ordentlich aus der Eröffnung. Auch das Mittelspiel war ausgeglichen. In der Zeitnotphase wurde unnötig forciert und zwei Bauern kamen abhanden. Oh jeh! Alle drei schlechter stehenden Endspiele gingen verloren. Friesen mit sieben Mann schafft 5,5 Punkte. Respekt!”
Spielbericht von Marten Reichenau (SCK6):  

“Nach längerer Pause hier auch einmal wieder ein Rundenbericht und zugleich Saison-Zwischenfazit der 6. Mannschaft.

In unserer Staffel sind wir, wie schon in der letzten Saison, als DWZ-Underdog gestartet und wurden vom LigaOrakel eingangs der Saison nachvollziehbarer Weise auch als sicherer Absteiger gelistet. Der Spielplan bescherte uns dann am Anfang direkt vier deutlich favorisierte Gegner, gegen die es die erwarteten Niederlagen gab, wobei wir gegen Nordost und Eintracht Rochade gar nicht mal so weit weg von einem Punktgewinn waren. Gleichwohl sah die Tabelle natürlich zu diesem Zeitpunkt ziemlich finster aus.
Hinzu kam, dass sich relativ früh in der Saison zeigte, dass fünf Spieler aus unterschiedlichen Gründen (Auslandssemester, Bachelorarbeit etc.) dauerhaft nicht mehr zur Verfügung stehen werden und zudem Margarita durch zeitgleiche Bundesliga-Termine nur sporadisch einsetzbar sein wird. Bei überhaupt nur 13 (beziehungsweise nach Bilgins Nachmeldung 14) gemeldeten Spielern führte das natürlich zu einem erheblichen personellen Engpass, zumal aus der ebenfalls mit Personalsorgen kämpfenden 7. Mannschaft kein Ersatz zu erhoffen war. Zum Glück zeigte sich der restliche Kader sehr spielfreudig und blieb auch während der Grippesaison gesund genug, so dass wir in allen Spielen immer noch ein starkes, wenn auch nicht immer vollständiges, Team aufbieten konnten.
Ab Mitte Februar begann die für uns wichtigste Phase der Saison mit den Spielen gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte: Zugzwang II, Friesen III, Rotation IV und schließlich Lichtenrade II. Nachdem wir in vollständiger Besetzung Zugzwang und Friesen überraschend souverän mit 6,5 : 1,5 bzw. 6,0 : 2,0 besiegt und uns damit eine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf verschafft hatten, war am vergangenen Sonntag das Team von Rotation IV bei uns zu Gast. Hier wirkte sich unsere beschriebene dünne Personaldecke aus und wir konnten nur sechs Spieler aufbieten. Allerdings schaffte es bei den Rotationern die Gegnerin von Gerhard nicht rechtzeitig zum auf 10:00 Uhr festgelegten Spielbeginn, so dass wir nur noch einen Punkt hinten lagen.
Franz musste nach seinem schönen Erfolg vor zwei Wochen gegen die Friesen diesmal einen kleinen Dämpfer hinnehmen. In einem offenen Spiel schafft es sein Gegner, Turm und Springer letztlich aktiver zu positionieren, so dass die Stellung nicht mehr zu halten war. Zwischenstand also eins zu drei. An den verbliebenen vier Brettern sah es allerdings vielversprechend aus. Als erster war dann, wenn ich mich richtig erinnere, Glib fertig. In einem spektakulären Showdown, bei dem die beiden Damen jeweils auf der Grundlinie der Gegenseite operierten und bei dem bei einem kleinen Berechnungsfehler unmittelbar Partieverlust gedroht hätte, setzte sich Glib wie schon so oft in dieser Saison durch und sicherte einen wichtigen vollen Punkt.
Mein Spiel verlief im Vergleich dazu wenig spektakulär, aber letztlich auch erfolgreich. Nach einer ausgeglichenen Eröffnung konnte ich auf einer offenen Linie die Türme doppeln und mein Gegner fand unter Zeitdruck nicht mehr die besten Züge. Damit stand es dann schon 3,0 : 3,0, so dass wir plötzlich wieder alle Chancen auf einen Punktgewinn hatten. Florian und Vitalii am 2. und 4. Brett hatten sich in der Zwischenzeit Qualitäts- beziehungsweise Stellungsvorteile erarbeitet. Da ich weiß, wie cool und erfahren die beiden mittlerweile spielen, war mir wenig Bange. Und tatsächlich sammelten die beiden nach nicht allzu langer Zeit jeweils einen vollen Punkt ein, so dass wir einen 5,0 : 3,0 Erfolg feiern durften und damit an Rotation vorbei in der Tabelle auf Platz 6 kletterten.
Bei noch zwei ausstehenden Spielen und einem Vorsprung von vier Punkten auf den Tabellenvorletzten, Friesen Lichtenberg, die zudem in der kommenden Woche auch noch bei dem ungeschlagenen Tabellenführer Königsjäger I antreten müssen, ist ein Abstieg wohl kaum noch zu befürchten. Auch das LigaOrakel sieht uns mittlerweile nicht mehr in Abstiegsgefahr.
Am 30. März haben wir es in dem Heimspiel gegen Lichtenrade selbst in der Hand, die letzten Zweifel zu beseitigen, bevor dann die Saison am 18. Mai mit einem Schaulaufen gegen die hoch favorisierten Königsjäger endet.”
Spielbericht von Helmut Bernhofen (SCK7):  
“Nach wenigen Minuten, die die Uhren liefen, verlor der Name Königsjäger bereits einen Gutteil seiner fürchteinflößenden Majestät, und unser Gegner musste eine schwere Delle in seinen Harnisch hinnehmen. Denn nach nicht einmal fünf (oder waren es sechs) Zügen lief die risiko- und experimentierfreudige Dame von Bruno Jahns Gegenspieler an Brett vier in eine verteufelte Springergabel und verabschiedete sich sang- und klanglos in den Hades der Schachfiguren. Mit diesem spektakulären Auftakt hatten wir leider nur ausgeglichen, denn wir lagen mit einem unbesetzen Brett gleich zu Beginn schon mit einem Punkt im Rückstand. Das Kabinettstückchen von Bruno wirkte wie Balsam auf das angekratzte Selbstbewusstsein der Mannschaft und sorgte, jedenfalls bei mir, für vorsichtigen Optimismus.
Dass dieser furiose Punktgewinn nicht als Strohfeuer endete, war das Verdienst von Paul Prill, der, wie oft gesehen, mit seiner ganz eigenen Herangehensweise auf dem Brett rasch prekäre Situationen kreiert und sie, wie auch heute, gewinnbringend abschließen kann. Allen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz waren wir in Führung gegangen!
Joachim Hübschers Gegenüber hatte sich mit den weißen Steinen eine vorteilhafte Stellung erarbeitet und schlussendlich diesen Vorteil zu seinem Gewinn nutzen können. So geht es einem häufig, wenn man schlecht aus der Eröffnung kommt. Bei einem geschickten Spieler kann man diesen Nachteil trotz gesteigerter Bemühungen selten zu seinen Gunsten wenden. Ich war ebenfalls, obwohl ich mit Weiß spielte, miserabel aus der Eröffnung herausgegekommen und fand mich in einer peinlich gedrängten Stellung wieder. Während mein Gegner über eine Vielzahl von Entfaltungsmöglichkeiten verfügte, musste ich mich in Minimalismus üben und fortwährend hoffen, dass er mich nicht mit einem Ausheber überraschte. Trotz bescheidener Zugfolgen erlangte ich zu meiner Verblüffung nach und nach ein ordentliches Gegenspiel. Mein Gegner musste schließlich für meine beiden Türme seine Dame geben, und überdies befreite ich ihn von dem unablässigen Nachgrübeln, mit welchem seiner Züge er wohl meiner Stellung den endgültigen Garaus machen könnte. Kleinlaut geworden bot er mir ein Remis an, was ich bei genauer Betrachtung meiner Stellung anzunehmen als geboten ansah.
Inzwischen war die Punkteteilung von Anne Geiss am achten Brett vollzogen worden. Anne hat sich inzwischen einen robusten Spielstil angeeignet und ist eine echte Verstärkung geworden. Reinhard Körner haderte noch mit seiner durch den Streik bedingten katastrophal verlaufenen Rückkunft von Curacao. Er war völlig erschöpft angekommen und hätte am liebsten nicht gespielt. Eine Ungenauigkeit brachte ihn gegen Ende aus dem Tritt und sein gieriger Gegner machte sich nach diesem errungenen Vorteil, ob verdient oder nicht, über ihn her. Nun lag alles auf den Schultern von Max Wittorf, uns mit einem Sieg noch das Unentschieden zu retten. Er tat das mit präzisen Zügen und Kombinationen, erstaunlich pfiffig und sicher, und sorgte mit seiner Gewinnpartie für einen versöhnlichen Schlusspunkt in dieser siebten Runde unserer verkorksten BMM Saison. Schauen wir mal, wie es weiter geht.”

Aus Versehen mitgespielt…… und gewonnen

Thomas Heerde hatte sich im Kalender geirrt und kam eigentlich in der Absicht die 6. Runde der Clubmeisterschaft zu spielen. Diese findet allerdings erst am 21.03. statt. “Na wenn ich schonmal hier bin….” hat er sich dann kurzum entschieden das Monatsturnier im Schach960 mitzuspielen. Es war sogar seine erste Turnierteilnahme im Schach960 und hat prompt gewonnen. Soweit ich mich erinnere, gelang dieses Kunststück auch einmal Patrick Winter, der – vor geraumer Zeit – als 960-Debütant prompt ein Monatsturnier gewann.

Die Favoriten haben sich nix geschenkt und sich im direkten Vergleich gegenseitig die Punkte abgenommen. So reichten am Ende vergleichsweise schmale 3,5/5 zum Sieg vor Till (3/5) und Patrick (3/5).

März Teiln. Google (Android 11.0) Google (Android 11.0) Google (Android 11.0)
Schach960 8 Thomas Heerde Till Gerdt    Patrick Winter

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