FM Alexander Kurz – Ein Nachruf

Alexander Kurz (1964-2026)

Das letzte Lebenszeichen von Alexander war vor ein paar Tagen seine Anmeldung für die kommende Berliner Schnellschachmeisterschaft. Er wollte gern die Einzel- und Mannschaftsmeisterschaft spielen und war dafür fest eingeplant. Doch dazu wird es nun nicht mehr kommen. Am Dienstag ereilte uns die schockierende Nachricht, dass Alexander verstorben ist – völlig unerwartet und mitten aus dem Leben gerissen. Er wurde nur 62 Jahre alt.

Alexander war ein ruhiger, bescheidener und sehr umgänglicher Mensch. Nie kam ein böses Wort über seine Lippen. Nie wurde er laut oder hat seinem Ärger Luft gemacht. Selbst nach einer verlorenen Partie hatte er oft ein Lächeln im Gesicht. Mit seinem sanften Gemüt war es quasi unmöglich, einen Streit anzuzetteln. Er machte auf mich stets einen ausgeglichenen Eindruck. Einer, der mit sich und der Welt im Reinen war.

Die meisten kannten ihn vermutlich als Schachspieler. Er trug den Titel des FIDE-Meisters und hatte in der Spitze 2350 Elo-Punkte. Das war 1992. Er war aber auch ein sehr starker und sehr aktiver Go-Spieler, und Go war seine noch größere Leidenschaft. Wenn irgendwo ein attraktives Go-Turnier stattfand, dann spielte er lieber Go als Schach. Dafür ließ er auch mal ein SCK-Turnier sausen und reiste quer durch die Republik. Im Go erreichte er ebenfalls eine Spielstärke auf Meister-Level (3. Dan, zuletzt Elo 2310) und konnte wie im Schach diverse Turniere gewinnen. Zwei völlig unterschiedliche Spiele auf diesem Niveau zu beherrschen, ist wahrlich selten und bemerkenswert.

Außerdem hat er Schach in vielen Varianten gespielt. Schach960, Tandem, King of the Hill? Na klar! Die ausgetretenen Pfade waren nicht sein Ding. Er war experimentierfreudig und hat sich gern auf Neues eingelassen. Daher war bei ihm auf dem Brett auch immer was los. Er hat sich auf den offenen Schlagabtausch eingelassen und ging keinem taktischen Gemetzel aus dem Weg. Die Experimentierfreude und Vorliebe für kurze Bedenkzeiten waren seine Grundzutaten für das fein orchestrierte Chaos auf dem Brett. An Schachpartien mit klassischer Bedenkzeit hatte er nahezu das Interesse verloren.

Alexander verschlug es irgendwann von seiner Heimat Bayreuth nach Berlin. Er lebte hier seit vielen Jahren. Nach jahrelanger Pause hatte er das Schach wieder für sich entdeckt. 2018 trat er der Betriebsschachgruppe SG BA Tempelhof bei, wo er fortan regelmäßig spielte. Vor knapp drei Jahren ist er dann dem SC Kreuzberg beigetreten, und seitdem war er auch Stammgast bei unseren Monatsturnieren. Er gehörte quasi zum Inventar. In dieser Zeit wurde er zweimaliger Clubmeister im Blitzschach und ist frisch gebackener Clubmeister im Schnellschach. Die dafür anvisierte Ehrung und Preisverleihung wird er leider nicht mehr erleben.

Wie wir mittlerweile erfahren haben, starb er am 15.06. durch plötzliches Herzversagen. Am 23.06. fand bereits die Trauerfeier im engsten Familienkreis in Bayreuth statt. Wir möchten auch als Verein Abschied nehmen und planen eine Gedenkfeier sowie ein Gedenkturnier zu Ehren von Alexander. Wenn die Termine feststehen, werden wir das hier auf unserer Website bekannt geben. 

Unser Beileid gilt seiner Familie, seinem Go-Freundeskreis sowie der Sportgruppe vom BA Tempelhof, wo er ebenfalls Mitglied war.

Menschlich und schachlich ein schmerzlicher Verlust.

Lieber Alex, wir werden dich vermissen.

In tiefer Trauer.

Im Namen des Vorstands

Kreuzberger Schachsommer: Übersicht und Zwischenstand

Damit kein Turnier und kein Link in der Masse untergeht. Insbesondere das zuletzt ausgeschriebene Triple scheint in der allgemeinen Wahrnehmung noch etwas unterm Radar zu laufen. Unser Flagschiff-Turnier – das Werner-Ott-Open – hat gemessen an den Voranmeldungen vorläufig die Kapazitätsgrenze erreicht. Warum vorläufig? Beachtet bitte, dass eine Voranmeldung allein keine Teilnahme garantiert, denn die Anmeldung ist gemäß den Ausschreibungen erst mit der Startgeldzahlung abgeschlossen. Mehr Infos zu den Turnieren gibts auf der bisherigen Seite.

Kinderturnier U12 08.-10. Juli beendet Turniertabelle
Triple (960, Rapid, Blitz) 09.-11. Juli beendet Turniertabelle 960 | Rapid | Blitz
Jugend-Elo-Rapid U20       11. Juli beendet Turniertabelle
Werner-Ott-Open 01.-09. Aug. ausgebucht Teilnehmerliste
Elo-Youngsters U25 02.-08. Aug. Anmeldung Teilnehmerliste

Neue Grand-Prix-Serie mit Auftaktblitz

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Das Juniblitzturnier markierte den Start der neuen Saison 2026/27. Dirk, Fernando, Adis und Dmytro lieferten sich an der Spitze einen spannenden Vierkampf. Dahinter mit ganzen 2 Punkten Abstand ein breites und dichtes Mittelfeld. Hier die eingebettete Tabelle bzw. direkt zur Turnierseite bei chess-results.com.

Fuffies im Club!

Nein, Sido kommt nicht vorbei. Und es fliegen auch keine Fuffies durch die Luft. Obwohl….ein bisschen vielleicht schon! Denn ab sofort winken den Gewinnern beim Monatsblitz und Monatsschnellschach 50 Euro als Siegprämie. Der Gesamtpreisfonds wurde signifikant aufgestockt und den Löwenanteil bekommt der Turniersieger. Am kommenden Dienstag, dem 02.06., startet die neue Blitz-Grand-Prix-Serie 2026/27. Die Eckdaten mit den wichtigsten Änderungen hatte ich ja schon angekündigt. Nun ist auch die vollständige Ausschreibung online. Zur Turnierseite

Dirk Paulsen mit 100%

Wie zuvor schon beim Blitz haben wir auch die Schnellschach-Grand-Prix-Serie 2025/26 mit einem Elo-Turnier ausklingen lassen. Bei bestem Frühlingswetter haben 45 Teilnehmer bis kurz nach Mitternacht um die Plätze geschachelt. Dirk Paulsen legte einen glatten Durchmarsch hin. Bester Kreuzberger wurde Christian Syré.

In der Grand-Prix-Gesamtwertung gabs auf den ersten 3 Plätzen keine Veränderungen. Dirk Paulsen (Gesamtsieger) vor Alexander Kurz (bester Kreuzberger = Clubmeister) und Glib Makarov (Vize-Clubmeister).

Interaktive On-Site Tabelle oder direkt bei chess-results.com

DWZ-Anhebung im Juli

Die FIDE hatte am 01. März 2024 die Elo einmalig angehoben. Sie reagierte damit auf die allgemeine Elo-Deflation, die seit mehreren Jahren zu beobachten ist. Nun folgt der Schachbund mit der Anhebung der DWZ aus den gleichen Gründen. Die Anhebung erfolgt am 01.07.2026, wenn auf das neue Wertungsportal umgestellt wird. In Kurzform:

-DWZ < 1000: +400 Punkte
-DWZ 1000–2109: 0,64 × DWZ + 760
-DWZ > 2109: keine Anhebung

Die komplette Nachricht beim Schachbund

Die Anhebung von Elo und DWZ im Vergleich (erstellt mit Google Gemini in 1 min):

Vorankündigung: Neuerungen bei den Monatsturnieren

Es wird für die neue Grand-Prix-Serie ab Juni ’26 ein paar Neuerungen geben. Das Startgeld steigt um eine Kleinigkeit von 2,50 auf 3 Euro. Die wohl markanteste Änderung ist die Erhöhung des Preisgeldes bei den Einzelturnieren. Beim Blitz und Schnellschach werden pro Turnier 90 Euro ausgeschüttet. Die ersten 3 erhalten 50€, 20€ und 10€. Zusätzlich erhalten die Gewinner der Rating-Gruppen U2000 und U1800 jeweils 5€. Beim Schach960 werden pro Turnier 40€ ausgeschüttet mit 25€, 10€ und 5€ für die ersten 3. Im Gegenzug entfällt für alle 3 Wettbewerbe die Prämie für die Grand-Prix-Gesamtwertung. Das sollte verschmerzbar sein, denn der Gewinn eines Einzelturniers beim Blitz und Rapid liegt bereits über der Prämie für den Gewinn der Gesamtwertung. Die Bedenkzeit beim Schnellschach und Schach960 passen wir an auf 10min +3s. Insbesondere die Schnellschachturniere über 7 Runden, die häufig bis 24:00 Uhr gehen und teilweise sogar länger dauern, sollten mit der Änderung künftig deutlich vor Mitternacht enden.

Schach960 im Mai

Nun ist auch die Grand-Prix-Serie 2025/26 im Schach960 beendet. Das abermals hochkarätig besetzte Monatsturnier gewann Maxim Piz ganz souverän mit 5/5 vor Constantin Vogel (3,5/5) und Klaus Lehmann (3,5/5). Das Maiturnier brachte die Entscheidung in der Gesamtwertung. Klaus wurde Dritter und landet fünf Plätze vor Alexander Kurz. Damit holte Klaus die entscheidenden Grand-Prix-Punkte für die Gesamtwertung und ist neuer Clubmeister im Schach960!!!

Mai Teiln. Google (Android 11.0) Google (Android 11.0) Google (Android 11.0)
960-Tabelle 19 Maxim Piz Constantin Vogel Klaus Lehmann

Grand-Prix-Gesamtwertung

Im Juni gehts nahtlos weiter mit der Grand-Prix-Saison 2026/27.

Schnellschach im April

Das Schnellschachturnier im April gewann Nikita Abramov mit herausragenden 6,5/7 Punkten. Dahinter Dirk Paulsen (5/7) und Arjun Prabhu (5/7) und 4 weitere Spieler mit jeweils 5/7. Nach 11 von 12 Monatsturnieren ist auch die Grand-Prix-Wertung entschieden. FM Dirk Paulsen ist mit großem Abstand alter und neuer Gesamtsieger. Bester Kreuzberger und somit Clubmeister im Schnellschach ist FM Alexander Kurz. Alexander liegt uneinholbar vor dem nächsten Kreuzberger Glib Makarov. Glib kann allerdings noch aufschließen. Zumindest theoretisch. Wenn er das letzte Turnier der Serie gewinnt und Alexander gleichzeitig ohne GP-Punkte bleibt, dann gäbe es wegen Punktgleichheit zwei Clubmeister. An der Stelle sei noch einmal daran erinnert, dass das letzte Turnier der Serie am 29.05. ein Elo-Turnier ist.

April Teiln. Google (Android 11.0) Google (Android 11.0) Google (Android 11.0)
Rapid-Tabelle 32 Nikita Abramov Dirk Paulsen Arjun Prabhu

Zur Gesamtwertung

(Off-Topic: Die Ergebnisse vom Spaßblitzturnier gestern gibts hier)

BMM-Schlussrunde

Gestern ging die BMM zu Ende. Für SCK4 ging es noch einmal richtig um die Wurst. Für alle anderen Mannschaften ging es “nur” noch um ein anständiges Tagesergebnis, denn die wichtigen Entscheidungen über Aufstieg und Klassenerhalt fielen bereits am 8. Spieltag.

SCK2 hat nach 8 Saisonsiegen doch noch einmal verloren. Die Mannschaft hatte das Ticket für den Aufstieg in die Landesliga aber bereits gelöst. Mit 16:2 Mannschaftspunkten kann das Team auf eine starke Saison zurückblicken. SCK3 hat mit etwas Rückenwind durch einen kampflosen Punkt an Brett 1 knapp gegen Tegel3 gewonnen. SCK4 musste gegen den Aufstiegsaspiranten TSG2 ran und kam arg unter die Räder. Die Niederlage bahnte sich recht früh an und der Klassenerhalt war aus eigener Kraft nicht mehr zu schaffen. Der Klassenerhalt war anschließend davon abhängig wie der direkte Abstiegskonkurrent Makabi im Fernduell gegen Friedrichshagen spielt. Makabi schaffte unerwartet ein 4:4 und damit war der Abstieg für SCK4 besiegelt. Dabei leistete Friedrichshagen relevante Schützenhilfe, da sie das 8. Brett unbesetzt ließen, wodurch Makabi vom Start weg mit 1:0 vorn lag. Ein bitterer Abstieg. Mit nur einem halben Brettpunkt weniger wäre Makabi abgestiegen. Knapper gings nicht. SCK5 spielte Remis. SCK6 überrollte Empor3 mit 7:1 und schaffte nach einem Fehlstart mit 0:10 MP in die Saison noch ein sehr respektables Saisonergebnis. SCK7 gewann mit 7,5:0,5 noch höher gegen TSG8 und holte von allen Kreuzberger Mannschaften die meisten Brettpunkte der Saison. Die 3 Mannschaften der 3.Stadtklasse hatten spielfrei.

Herzlichen Glückwunsch an die aufgestiegenen Mannschaften SCK2, SCK7, SCK9 und SCK10.

Über die ganze Saison verteilt hatten wir bei 9 Mannschaften nur 4 mal ein kampfloses Brett in unseren Reihen. Das sah in den Vorjahren noch ganz anders aus.

Dank an die Mannschaftsleiter für die Orga und an alle Mitstreiter!

Klassenturniere 2026 ausgeschrieben

Pünktlich zur Berliner Meisterschaft geht die Ausschreibung für die Klassenturniere 2026 online. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Es gilt die Klassenberechtigungsliste des BSV, die nach dem Ende der aktuell laufenden BEM sicherlich noch einmal aktualisiert wird. Zur Turnierseite.

Update 14.04.: Die A-Klasse ist ausgebucht. Wer möchte, kann sich auf die Warteliste setzen lassen und rückt bei Bedarf nach.

kurz gesagt: Kurz ganz vorn

Beim Monatsschnellschach im März gab es eine kleine Kuriosität. Andreas Modler hatte bis zur 5. Runde alles gewonnen und musste als Führender mit 5/5 das Turnier aus privaten Gründen leider frühzeitig beenden. Am Ende wurde er mit 5/7 dennoch Zweiter. Nur Alexander konnte ihn noch abfangen und holte letztlich 5,5/7.

In der Grand-Prix-Wertung führt Dirk Paulsen deutlich und steuert einen weiteren Sieg in der Gesamtwertung an. Den Titel des Kreuzberger Schnellschachmeisters werden Alexander Kurz, Glib Makarov und Georg Adelberger unter sich ausmachen mit klarem Vorteil für Alexander, der 12 Punkte Vorsprung vor Glib bzw. 27 Punkte Vorsprung vor Georg hat und bei nur 6 Teilnahmen nicht gegen die Streichwertregelung arbeiten muss.

März Teiln. Google (Android 11.0) Google (Android 11.0) Google (Android 11.0)
Rapid-Tabelle 34 Alexander Kurz Andreas Modler Adis Artukovic

Und hier die Schnellschach-Grand-Prix-Wertung

8.Runde BMM: 4 Aufsteiger und ein Wackelkandidat

Auch der 8.Spieltag war aus Kreuzberger Sicht wieder sehr erfreulich. Mit 7 Mannschaftssiegen und nur 2 Niederlagen setzen die Kreuzberger Mannschaften die freundliche Tendenz der letzten Spieltage fort.

SCK2 setzt die Siegesserie fort und behält die weiße Weste. Damit ist der Aufstieg in die Landesliga nun auch rechnerisch abgesichert. Landesliga – Wir kommen! SCK3 hat sich trotz der Niederlage im Tabellenmittelfeld etabliert. Hier brennt nix mehr an. SCK4 gewinnt knapp mit einem starken Auftritt gegen WeDa3 und holt zwei ganz wichtige Mannschaftspunkte gegen den Abstieg. Gleichzeitig hat Abstiegskonkurrent Makabi im Fernduell hoch verloren. Das LigaOrakel schwenkt zugunsten von SCK4 von 89,2% auf nur noch 36,3% Abstiegswahrscheinlichkeit. Oder was einen Tick freundlicher klingt: schwenkt von 10,8% auf 63,7% Wahrscheinlichkeit pro Klassenerhalt. SCK5 verliert knapp gegen SG Weißensee und verbleibt im sicheren Mittelfeld der Tabelle. SCK6 punktet erneut und hat damit sogar vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. Die Mannschaft startete mit 0 von 10 Mannschaftspunkten in die Saison und holte zuletzt 5 von 6 Mannschaftspunkten. Eine Story wie Phönix aus der Asche. Eine schöne Bestätigung für die junge Truppe, die in den Saisons davor zwei Mal direkt hintereinander aufgestiegen ist und sich nun in der 1. Stadtklasse etabliert. SCK7 siegt gegen SG Eckturm und steht vorzeitig als Aufsteiger fest. Der etwas unrühmliche Abstieg der letzten Saison ist damit repariert. SCK8 holt einen Kantersieg gegen Eckturm2 und ist wie SCK9 und SCK10 nach 8 Spieltagen schon mit der Saison durch. Ein vorläufiger 3. Platz ist ein gutes Ergebnis, aber der anvisierte Aufstieg wurde leider verfehlt. SCK9 gewinnt gegen Friedrichshagen3 und guckt sich die Tabelle von oben an. Obwohl die anderen Mannschaften in der Staffel noch ein Spiel austragen, reicht Platz 1 mit 3 MP Vorsprung vor dem Tabellendritten für den vorzeitigen Aufstieg. SCK10 holt einen glatten zu-Null-Sieg gegen TSG9. Die unmittelbaren Aufstiegskonkurrenten auf Platz 2 und 3 müssen am letzten Spieltag gegeneinander spielen und werden sich im direkten Duell gegenseitig die Punkte abnehmen, sodass maximal einer von beiden Konkurrenten an SCK10 vorbeiziehen kann. SCK10 steht daher ebenfalls vorzeitig als Aufsteiger fest.

interne BMM-Übersicht