Training am Donnerstag

Die BMM steht vor der Tür…Vielleicht der richtige Zeitpunkt, ein wenig zu trainieren,….

Für die Anfänger und Wiedereinsteiger steht Jan ab 18 Uhr bereit, ab 19.30 wird es noch anspruchsvoller mit Atila für die Fortgeschrittenen.
Atila: kannst du das Thema als Kommentar posten?

Magnus Carlsens Kampfgeist

Gestern ging das stärkste Turnier zuende, dass je auf dem amerikanischen Kontinent stattfand, der Sinquefield Cup des St. Luis Chess Club. Die Spieler: die beiden Top Spieler der Weltrangliste Carlsen und Aronian gegen die beiden besten amerikanischen Spieler Nakamura und Kamsky. Im gesamten Turnier wurde hart gekämpft – nur 50 % unentschieden, was bei einem Turnier mit dieser Spielerklasse beachtlich ist. Alle Spiele hier. Den stärksten Kampfgeist bewies dabei der Gewinner Magnus Carlsen – und er setzte seiner Leistung die Krone auf. In der letzten Runde lag er mit einem halben Punkt vor Nakamura und brauchte somit nur ein Remis um das Turnier (und die 70.000 $ ) zu gewinnen. Der Gegner der letzten Runde war Levon Aronian, der Carlsen unter heftigen Druck setzte. Dieser verteidigte sich über 3 Stunden lang so gut dass Aronian kein Vorankommen mehr sah und Remis anbot – Magnus lehnte ab – und gewann! Das ist echter Kampfgeist und ein klares Statement für die kommende Weltmeisterschaft im November!

Das vielleicht beste Spiel des Turniers: Carlsen vs. Kamsky – ein atemberaubender Konter! hier

und das letzte Spiel – das abgelehnte Remis – Carlsen vs. Aronian hier

 

Autor: TB

Technisch gewonnene Endspiele

Manchmal sind Endspiele technisch gewonnen – aber praktisch aber schwierig umzusetzen – vor allem unter Druck – ausgesprochen lehrreich ist es, solche Endspiele gegen einen PC zu spielen, da dieser nun mal gnadenlos präzise ist.

Die erste Stellung kam in einer Partie des US Frauenmeisterschaft aufs Brett. Nach viel Geschiebe der Könige – Versuche zu Triangulieren – einigte man sich auf Remis –  hat Weiß eine Gewinnmöglichkeit übersehen?

USWCC1

(Rausis-Bacrot 2001) Schwarz  am Zug – er hat zwar einen Springer mehr, wenn er ihn aber bewegt, verliert er den letzten Bauern, bewegt er ihn nicht kann er keinen Fortschritt machen – ausserdem muss er auf Patt in der Ecke aufpassen – ist die Stellung nun Remis oder nicht? Wenn nein welcher Zug von Schwarz gewinnt?

Rausis-Bacrot2001

 

 

 

 

 

Zum Abschluß eine gute Übung – Schwarz am Zug – die Stellung ist bei präzisem Spiel für Weiss gewonnen – also erst mal mit Schwarz einen Zug machen – ich empfehle 2 Varianten Kg5 und h5 und die Stellung dann mit Weiß gegen den Copmuter ausspielen – cave: ein falscher Zug – Remis!

Übung

 

 

 

 

 

TIP: Manchmal sind Endspiele selbst für Computer schwer zu kalkulieren – bei 6 oder weniger Steinen aus dem Brett ist das präziseste Werkzeug die Tablebases von Nalimov – zu finden z.B. hier

Autor: TB

Training am Donnerstag

Ab 18 Uhr ist wie gewohnt Jan  für die Anfänger und Wiedereinsteiger da. Atlia ist verhindert, deshalb steige ich (Peter Schnitzer) als Ersatz ab 19.30 in den Ring. Wir werden uns anhand von moderen Partien typische Angriffs- und Verteidigungsideen in der sizilianischen Eröffnung anschauen. Selbstverständlich werden dabei auch Themen berührt, die Schachspieler interessieren, die kein Sizi spielen.

Training am Donnerstag

Wie üblich beginnt Jan um 18 Uhr, ab 19.30 beschäftigt sich Atila mit der Bestrafung von passiven Verhalten im Endspiel.

Das Training ist wie immer umsonst, dies gilt auch für interessierte Gäste, die herzlich eingeladen sind.

Ein Blick über den Ozean

2007 wurde  St. Luis chess club and scholastic center als non profit Organisation gegründet. Dieser Club leistet phantastische Arbeit! Jeden Monat halten Großmeister einstündige Vorlesungen zu verschiedensten Themen – und wir können davon alle profitieren. Diese Vorträge werden auf youtube gepostet jeder kann sie sich kostenlos ansehen (youtube Link: STLChessClub) – Englisch ist Vorraussetzung – die Vorlesungen sind aber klar gesprochen und nicht allzu schwierig zu verstehen, wenn man ein paar englische Schachwörter kennt.

Ein kleines englisches Schachwörterbuch: König: King / Dame: Queen / Turm: rook / Läufer: Bishop /  Springer: knight / Bauer: pawn / Schach: check / Matt: mate / Fesselung: pin / Gabel: fork / Abzug: discovered attack / Zwischenzug: zwischenzug (meist entsetzlich ausgesprochen) und auch wenn man dem König Luft macht ist es auch auf englisch luft – bei Schach funktioniert also der Sprachimport in die andere Richtung :-)

Die Referenten sind: Yasser Seirawan (mein Favorit), Varuzan Akobian, Jennifer Shahade und andere – weltklasse Unterricht ist also garantiert

Viel Spaß bei stöbern

Autor: TB

Endspiel zum Analysieren

Das vorliegende Endspiel stellt ein typisches Beispiel für den Kampf zwischen einem guten Springer gegen einen schlechten Läufer dar. Charakteristisch hierfür ist die Bauernkette, die den Läufer teilweise paralysiert. Gerade diese Kette stabilisiert aber auch die schwarze Stellung…

Fragen:

(i) Welche Gewinnpläne besitzt der Anziehende?

(ii) Wie sollte sich der Nachziehende verhalten?

(iii) Wie könnten konkrete Varianten aussehen?

Atila Gajo Figura

Weiß am Zug
Weiß am Zug

 

100. Jubiläum – British Chess Championship

Am Samstag gingen die 100. britischen Meisterschaften in Torquay zu Ende. Wie erwartet mit sehr starken Spielern und Leistungen. Der Gewinner ist dieses Mal mit einer Super Performance David Howell –  9,5 aus 11 – (+9/=3/-0) – ein würdiger neuer Champion!

Wollte Dany Gormally die verlorene Partie gegen David Howell schnell beenden oder hat er übersehen was nach h5 passiert?

Howell-GormallyBCC2013

 

 

 

 

 

 

Die besten Partien der BCC, erstklassig kommentiert findet Ihr von Andrew Martin hier – der Blick über den Ärmelkanal lohnt sich!
Die Rangliste und die Partien gibt es hier

Autor: TB