Tino Sander mit Silber in der U10 bei den EU-Meisterschaften in Mureck/Österreich

Tino hat bei den EU-Meisterschaften in Mureck/Österreich einen tollen zweiten Platz in der U10 erreicht, dabei den Turniersieg nur um einen halben Buchholzpunkt verpasst. In der Schlussrunde bezwang er den bis dahin führenden Bulgaren mit Schwarz und sicherte sich in einem engen Feld so den Podiumsplatz. Tino erreichte 5 Siege, drei Remis und verlor nur eine Partie.

Insgesamt starteten acht deutsche Spielerinnen und Spieler in den Alterklassen U8, U10, U12 und U14 (Namen und Ergebnisse siehe hier). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren von Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler nominiert worden.

Nächste größere Bewährungsprobe für Tino ist die U10-Weltmeisterschaft im November in Montesilvano/Italien. Mit seinen guten Leistungen bei der DJEM in Willingen und beim Kreuzberger U25-Elo-Youngsters (DWZ-Performance jeweils über 1600) hat sich Tino die nötigen Qualifikationen erspielt und wird im Herbst in Italien in der U10 für Deutschland an den Start gehen.

Bericht: Dirk Sander (Delegationsleiter)

Wir gratulieren Tino zu seinem tollen Erfolg. Auf die nächsten Turniere und besonders auf die U10-Weltmeisterschaft freuen wir uns.

Ausführlicher Bericht beim Deutschen Schachbund mit allen Fotos der deutschen Delegation

Turnierseite EU-Meisterschaften in Mureck 2024

GM Michael Richter gewinnt souverän das Werner-Ott-Open 2024 mit 8/9 P.

Ergebnisse auf Chess-Results

Detaillierte Tabellen auf Findchessgames.com

Mit einem kurzen Remis in der letzten Runde schloss GM Michael Richter das diesjährige Werner-Ott-Open erfolgreich mit 7 Siegen und zwei Unentschieden ab und konnte sich auf die abschließende Siegerehrung freuen.

Zweiter auf dem Treppchen wurde IM Ebrahim Ahmadinia (7/9 P.) und Dritter IM Malte Colpe.

Auf den weiteren Preisrängen: der Jugendliche Nelson Strehse aus Köln, FM Adel Choukri und als bester Kreuzberger FM Christian Syré (Plätze 3 bis 6 mit 6,5 P.).

 

Mit einer starken Leistung glänzte auch Madiha Fock, sie gewann den 1. Ratingpreis U2000 mit 6 Punkten.

Weitere Preisträger:

Ratingpreis u2000 DWZ Madiha Fock 6 1. Platz Frauen WFM Karelle Bolon 5,5
2. Ratingpreis u2000 DWZ Benjamin Matthes 6 Senioren 1. Platz Frank Niehaus 5,5
3. Ratingpreis u2000 DWZ Julien Janoschka 5 Senioren 2. Platz Ronald Witte 5,5
1. Ratingpreis u1830 DWZ Colin Costello 5,5 Senioren 3. Platz Philip Zeitz 5,5
2. Ratingpreis u1830 DWZ André Jäger 5,5 Jugend 1. Platz U18 Bagrat Torosyan 6
3. Ratingpreis u1830 DWZ Fabian Schmidt 5 Jugend 2. Platz U18 Daniel Rose 6
1. Ratingpreis u1650 DWZ Abed Rashid 4,5 Jugend 3. Platz U18 Jakob Herrmann 5,5
2. Ratingpreis u1650 DWZ Felix Daichendt 4,5
3. Ratingpreis u1650 DWZ Jona Kaets 4

Wir gratulieren allen Preisträgern und bedanken uns für die Teilnahme am diesjährigen Kreuzberger Sommer. Die Preise im Jubiläumsjahr waren besondes üppig, weil der Vorstand des SC Kreuzberg beschlossen hatte, die Preisgelder ordentlich aufzustocken. Wir hoffen aber auch im nächsten Jahr wieder auf eine rege Teilnahme, wenn wir wieder zur “Normalität” zurückgekehrt sind.

Fotos von der Siegerehrung v. Alessandro Nania und Manfred Glienke
Weitere Fotogalerie am Ende des Beitrags v. Brigitte Große-Honebrink

Bretter 1 bis 6 live

Übertragung bei Chessbase

Übertragung bei Lichess

Übertragung bei Chess.com

GM Michael Richter nach einem knappen Sieg gegen Jonas Förster weiterhin alleine in Führung! Michael Strache vom SC Kreuzberg bleibt nach einer weiteren Kampfpartie punktgleich mit IM Ebrahim Ahmadinia auf den Verfolgerplätzen – heute spielt er mit Weiß gegen IM Malte Colpe. Die Spitzenpaarung am 1. Brett: GM Michael Richter – IM Ebrahim Ahmadinia. Es dürfte spannend werden!

Alle gespielten Partien der Bretter 1 bis 20:

Alle Partien zum Download


Wir freuen uns, zum diesjährigen Werner-Ott-Open – Kreuzberger Sommer vom 20. bis 28. Juli 2024 einladen zu dürfen. Ein schönes Zusammentreffen der Termine – der 20. Juli ist der Internationale Tag des Schachs. Wir beteiligen uns am Weltrekordversuch der FIDE für das Guinnessbuch.

Der Preisfonds in unserem Jubiläumsjahr kann sich sehen lassen – mehr als 4000 EUR.

Das Open findet wieder zu Beginn der Sommerferien im Haus des Sports statt. Die Sommerferien starten erfreulicherweise in diesem Jahr nach Semesterende.

Vor dem Open werden auch die Kinder U12 wieder zum Zuge kommen, denn wie auch in den letzten Jahren veranstalten wir das Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier vom 17. bis 19. Juli – Ausschreibung und Infos.

Wir freuen uns auf eure Anmeldungen und ein tolles Turnier!

Ausschreibung Werner-Ott-Open 2024

Rückblick auf alle Sommer-Open des SC Kreuzberg

2. U25-Elo-Youngsters präsentiert vom Berliner Schachverband und Schach-Club Kreuzberg – Julian Nöldner gewinnt das Turnier mit 7/7

Der Turnierfavorit Julian Nöldner gewinnt das Turnier mit 7 Punkten aus 7 Partien! Auf den weiteren Podiumsplätzen: Jeremy Wadepfuhl und Onno Zhang (beide 5 Punkte). Ebenfalls zu den Preisträgern zählt Glib Makarov (5 P.). Den Preis und Pokal für das beste Mädchen erhält Margarita Mazurtsova (4,5 P.).

Die Siegerinnen und Sieger in den Kategorien:

U18 – Ephraim Rosenstock

U14 – Helena Burchardi

U10 1. Platz  – Sona Bashirova

Tino Sander erhält eine Medaille und einen Preis für eine sehr gute Turnierleistung

Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern!

Vielen Dank an den Berliner Schachverband für die gemeinsame Ausrichtung und an den Schiedsrichter IA Bernhard Riess für die Durchführung!

Auslosung und Ergebnisse bei chess-results

Detaillierte Ergebnislisten auf Findchessgames

Partien der Bretter 1 bis 6 PGN-Datei gezippt

DWZ-Auswertung

Fotos: Dirk Sander

Übertragung der Bretter 1 bis 6

Bei Chessbase

Bei Lichess

Bei chess.com

In der morgigen 5. Runde des Turniers treffen die beiden Führenden aufeinander, der bisher ungeschlagene Turnierfavorit Julian Nöldner und der aus den USA zu Besuch in Berlin weilende Ephraim Rosenstock. Dahinter tummeln sich 4 Spieler*innen mit jeweils 3 Punkten, darunter die Kreuzbergerin Margarita Mazurtsova. Ab 10:15 Uhr können die Partien live verfolgt werden.

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In der zweiten Runde des Turniers kam es zu einer – aus Kreuzberger Sicht sehr erfreulichen – Überraschung. Der zurzeit noch 8-jährige Tino Sander überzeugte in einer schönen Angriffspartie gegen Julien Janoschka (siehe Übertragung). Morgen darf er daher am 1. Brett gegen Julian Nöldner spielen.

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Jetzt ist der Kreuzberger Sommer in unserem Jubiläumsjahr komplett. Das U25-Elo-Youngsters wird zum zweiten Mal zusammen mit dem Berliner Schachverband vom Schach-Club Kreuzberg ausgerichtet, wieder mit einem recht ordentlichen Preisfonds für Geldpreise und Pokale von mehr als 800,00 EUR.

Das Turnier findet zeitgleich mit dem Werner-Ott-Open statt, tagsüber ab 10 Uhr.

Ausschreibung 2. U25-Elo-Youngsters

 

Onno Zhang gewinnt das 8. Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier 2024 (U12)

Siegerehrung

Auslosung, Ergebnisse und Tabellen

Wir gratulieren den Preisträgern und bedanken uns bei allen Kindern für die Teilnahme. Es war schön mit euch!

1. Platz: Onno Zhang

2. Platz: Rafael Antonio Bergmann

3. Platz: Valerie Komar

Bestes Mädchen und Platz 4: Klara Bayer
2. Platz Mädchen: Mariia Klymenko
3. Platz Mädchen: Maha Ali

1. Platz U10: Elian von Gehlen
2. Platz U10: Jakob Grimm
3. Platz U10: Satadru Datta

1. Platz U8: Amos Arthur Beyer
2. Platz U8: Levi Studdert
3. Platz U8: Jonas Kopper

Bestes Mädchen U10: Anna Ulianova
Bestes Mädchen U8: Frieda Helbig


Auch dieses Kreuzberger Turnier darf in unserem Jubiläumsjahr 2024 nicht fehlen. Wir präsentieren: 8. Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier für Kinder U12 (geb. ab 01.01.2012) vom 17. bis 19. Juli 2024. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Es bleibt bei den in der Ausschreibung angekündigten Spielzeiten – auch wenn es leider kein Simultan geben wird.

Ausschreibung 8. Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier

Rückblick auf das 7. Kinder-Sommer-Turnier 2023

Hitzeschlacht am Rhein – der SC Kreuzberg bei der Deutschen Mannschaftsblitzmeisterschaft 2024

Bericht: Constantin Vogel

Nach unserer glorreichen Qualifikation bei der Norddeutschen Mannschaftsblitzmeisterschaft entschieden wir uns nach einiger Überlegung, auch die Deutsche in Kehl zu spielen. Es stellten sich uns zuvor zwei Fragen: “Kehl, wo ist das?” und (nach kurzem Suchen) “Warum legt man dieses Turnier immer ans andere Ende der Republik?!”. Kehl, das deutsche Gegenüber vom französischen Strasbourg, war tatsächlich so schlecht gelegen, dass wir als einziges Berliner Team die Reise antraten.

Dennoch setzte sich das gleiche Team wie bei der Norddeutschen (Robert, Max, Aron, Freddy, Consti) Freitag in den Zug. Wir hofften, dass die Partien so heiß werden würden wie die klimatischen Bedingungen im Zug und wurden nicht enttäuscht. Leider war auch die Temperatur in der Turnhalle von Neumühl, dem austragenden Ortsteil von Kehl, schon nach kurzer Zeit sehr fordernd.

Hier sieht man unsere vier Topspieler beim Auftaktduell gegen Bremen, noch fit und frohen Mutes.

Es sollte ein stark besetztes Turnier werden, in dem wir uns immer etwa im unteren Drittel bewegen würden. Dementsprechend erreichten wir den 18. Platz von 25 teilnehmenden Teams. Gegen Ende waren wir ob der Hitze und des gerade absolvierten Marathons alle durch, aber glücklich.

Vor einer der Runden wurden Robert und Max gefragt, ob sie zusammen Kraftsport betreiben würden. Beide verneinten dies. Hätte Freddy seine Muskeln spielen lassen, wäre er sicher auch gefragt worden – er wollte die anderen wahrscheinlich bloß nicht verunsichern ;)

 

Shake Hands mit SG Solingen in der letzten Runde, wo wir dank starker Leistung von Freddy mit einem Mannschaftsremis noch einmal Spielverderber sein konnten.

FM Robert “Zugpferd” Glantz glänzte an Brett 1 durch eine starke 1. Hälfte und starke Gegner in der 2. Hälfte, was in Summe 50% gegen einen 2400er Schnitt bedeutete. Insbesondere der Sieg gegen GM Fridman wird ihm sicher glanzhafte Erinnerungen bescheren.

Hervorragende Leistungen erbrachten auch FM Max Mätzkow an Brett 2 und Freddy Dathe an Brett 4, mit jeweils 2 GM-Skalps und einer Leistung von über 2300. Und das, obwohl Max laut eigener Aussage in jedem 2. Endspiel eine Figur einstellte. Freddy, nächstes Jahr spielst du höher!

Frisch gemünzter FM Aron Moritz spielte gegen starke Gegner an Brett 3 mit einer 2200+ Performance ebenfalls ein ordentliches Turnier. Über die Leistung des etwas angeschlagenen Autors ist besser zu schweigen. Immerhin konnten die anderen so einige wohlverdiente Pausen einlegen.

Symbolbild: Max (Weiß) im Endspiel mit dem Geistesblitz Te3!? in einer der späteren Runden.

Alles in allem war es ein schönes Turnier, gerade auch durch das abrundende Rahmenprogramm von Deutschlandspiel und französischem Flair in Kehl. Danke Kehl, Glückwunsch an Sieger Ötigheim, das nächste Turnier würden wir aber ehrlich gesagt lieber näher spielen – vielleicht in Potsdam oder so?

Ronald Hackenberg ist verstorben

Ronald Hackenberg 1944 – 2023

Erst jetzt erhielten wir die traurige Nachricht vom Tod unseres Mitglieds Ronald Hackenberg. Er starb bereits im letzten Jahr.

Seit 2006 war Ronald Mitglied bei uns im Verein. Wenn es seine Gesundheit erlaubte, kam er zu den Spielabenden oft als Erster, um sich in die Bibliothek zu vertiefen, aber auch um keinen möglichen Spielpartner zu verpassen. Mit seinem umfangreichen Wissen über alle Phasen einer Schachpartie und der Kenntnis Dutzender goldener Regeln zog er immer wieder Erstbesucherinnen und -besucher unseres Clubs in den Bann des Schachs. Während seiner Mitgliedschaft spielte er immerhin 22 Turniere.

Seit einiger Zeit vermissten wir den sonst so aktiven Spieler und versuchten mehrfach Kontakt mit ihm aufzunehmen. Dies war aber weder per Telefon noch bei einem Besuch seiner Wohnung möglich. Durch eine Anfrage beim Standesamt Tempelhof erfuhren wir nun, dass Ronald 2023 verstorben ist. Er wird uns in Erinnerung bleiben.

 

World Cup for Youngsters in Batumi (Georgien) vom 22. Juni bis 3. Juli 2024

   
Heute hat der “World Cup for Youngsters” begonnen und aus unserem Verein sind gleich zwei Kinder dabei: Maha Ali in der Gruppe U12G und Lukas Stanisic in der Gruppe U8.

Noch nie von dem Turnier gehört? Kein Wunder, denn es wurde von der FIDE neu ins Leben gerufen. Es wird in  drei Altersgruppen – U8, U10, and U12 – und in zwei Kategorien – Open und Mädchen – in jeweils zwei Gruppen – A und B – mit jeweils 24 Teilnehmer*innen gespielt. Insgesamt nehmen also fast 300 Kinder teil.

Zu Beginn wird in einem 7-rundigen Schweizer-System-Turnier eine Rangliste ermittelt, danach spielen die Kinder mit gleichen Platzierungen aus beiden Gruppen gegeneinander. Ist ein wenig kompliziert, aber hoffentlich richtig wiedergegeben. Wer sich genauer informieren möchte, kann dies auf der Homepage des Turniers tun.

Hier könnt ihr euch über die Turniere von Lukas und Maha auf dem Laufenden halten. Die Partien beginnen jeweils um 15 Uhr Ortszeit, also bei uns um 13:00 Uhr.

Lukas Stanisic: U8A
Übertragung auf Lichess

Maha Ali: U12G
Übertragung auf Lichess

Turniersaal in Batumi

Über das Turnier bei Chessbase

DJEM 2024: 4. Platz für Valerie Komar

Foto: Deutsche Schachjugend – Siegerehrung U12w

Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft 2024 in Willingen

Fast hätte es für Valerie in der U12w für einen Podestplatz gereicht, aber aufgrund einer schlechteren Wertung wurde es nur Platz 4. Aufs Podium durfte sie trotzdem bei der Siegerehrung (ganz links auf dem Foto). Mit 6,5 aus 9 Punkten spielte sie ein sehr gutes Turnier und landete immerhin vor der Spielerin des Jahres U16 Lilian Schirmbeck.

Eine ebenfalls sehr gute Leistung zeigte Tino Sander, der in der U10 mit 7 aus 11 Punkten auf Platz 9 als zweitbester Berliner landete. Er darf im nächsten Jahr erneut in dieser Spielklasse antreten.

Auch Arthur Hoppe hat mit 6 aus 9 P. einen Sprung in die Top 10 der U12 nur knapp verpasst, die etwas schlechtere Wertung bescherte ihm schließlich Platz 11. Auch er ist damit unter den Berlinern Platz 2 und hat im nächsten Jahr dann wieder die Chance, zur Deutschen in derselben Spielklasse zu fahren.

Wir gratulieren herzlich, natürlich auch allen anderen, die sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert hatten, aber nicht die erhofften Punkte sammeln konnten. Im nächsten Jahr klappt es bestimmt besser!

Und ein besonderer Berliner Erfolg: Die Berlinerin Lepu Coco Zhou vom SC Weisse Dame wurde Deutsche Meisterin U18. Auch für sie eine herzliche Gratulation von uns!

Ein herzlicher Dank gilt FM Bastien Dubessay, der jeden Tag voll im Einsatz war. Neben Fortbildungen, die er als Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst absolviert hat, stand er  allen Kindern, die ihre Partien mit ihm analysieren und die nächste Runde vorbereiten wollten, jederzeit zur Verfügung. Und natürlich danken wir den Eltern für die Unterstützung und dass sie die Teilnahme ihrer Kinder möglich gemacht haben.

Die Turniere im Einzelnen:
DEM U12,  DEM U12w,  DEM U10,  DEM U8,  DEM U8w

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Entweder haben sich unsere Kinder über die Berliner Einzelmeisterschaft oder über ein Regionales Kinderschachturnier qualifiziert oder wohlverdient einen Freiplatz für die Deutsche Einzelmeisterschaft erhalten. Heute ist bereits der zweite Turniertag und wir blicken gespannt nach Willingen, verfolgen die Live-Übertragungen, drücken die Daumen und zittern mit.

Partieübertragungen:

Im Turnierportal

Lichess: U8, U8w, U10, U10w, U12, U12w
Chess.com: U8, U8w, U10, U10wU12, U12w
Chessbase: U10, U10w, U12, U12w

U12 Arthur Hoppe
U12w Valerie Komar und Maha Ali
U10 Arian Alloussi und Tino Sander
U8 Lukas Stanisic
U8w Marianna Caber

Schampus von den Schachfreunden, Wildschwein von König Tegel – unsere Aufstiegsfeier im Verein

Diese Bilder – wenn auch nicht besonders schön wegen der Dunkelheit – sollten doch der Nachwelt erhalten bleiben. Wir haben die Berliner Vereine, die sich über unseren Aufstieg freuen, da dieser ihnen einen Relegationskampf erspart hat (Schachfreunde Berlin II)  oder im Falle von Tegel den Platz in der Oberliga erhalten hat, beim Wort genommen und ihre Geschenke gerne angenommen. Für unsere Aufstiegsfeier kam der Schampus von den Schachfreunden und ein voller Präsentkorb mit Wildschweinwurst und -schinken – sehr lecker – wurde uns von Fernando Offermann am Abend überbracht.

 

Bericht auf der Homepage vom SK König Tegel.

Wildschweine für Kreuzberg!

 

Neuer Anfängerkurs ab 30. Mai 2024 – für Kinder und Erwachsene

Weitere Informationen zum Schachkurs für Anfänger 2024

Ab dem 30. Mai starten wir mit dem nächsten Anfängerkurs, der aus 5 Lektionen besteht. Nach erfolgreicher Teilnahme ist es danach möglich, in einem unserer wöchentlichen Kurse weiterzutrainieren.

Kursbeschreibung

Vorwissen: Namen der Figuren und wie sie ziehen, Aufbau der Figuren, Rochaderegel

Von dem Programm kann je nach Vorwissen der Teilnehmenden abgewichen werden.

Lektion 1 (30.05.) Wie ziehen die Figuren
Turm/Läufer/Dame/König/Springer/Bauer
Kleine Spiele mit einzelnen Figuren
Lektion 2 (06.06.) Wie baut man richtig auf
Goldene Regeln in der Eröffnung
Was ist ein Schachmatt
Was ist ein Schachgebot
Wie pariert man das Schachgebot
Übung: Schach parieren, einfaches Matt in einem Zug
Lektion 3 (13.06) Matt in mehreren Zügen
Übungen zur Rochade
Die en-passant-Regel
Umwandlung von Bauern
Lektion 4 (20.06.) Punktewert der Figuren
Einführung von elementaren Taktiken
Gabel, Fesselung, Spieß, Abzugsschach
Lektion 5 (27.06.) Treppenmatt
Weitere bekannte Mattbilder
Patt
Übung: Matt setzen mit Damen/2 Türmen
Abschlussspiel

Und noch ein Aufstieg: Unsere 9. Mannschaft steigt in die 2. Klasse auf

9. Spieltag gegen Nordost: Sascha, Valerie, Jad, Louis, Brieuc und Eren (v. l. n. r.)

In der Spielklasse 3.2 sind wir als Zweitplatzierter in die 2. Klasse aufgestiegen. Eine beeindruckende Leistung der Kinder und Jugendlichen, die sich in dieser Mannschaft zusammengefunden haben und – meistens – gewonnen haben. Mit 5 oder sogar 5,5 Punkten zu gewinnen, war keine Seltenheit in dieser Saison. Da die meisten im Laufe des Jahres auch stärker geworden sind, sollten sie der Herausforderung der 2. Klasse entspannt entgegensehen.

Gratulation an die Mannschaft zu eurem Erfolg und dass wir zuverlässig alle 6 Bretter besetzen konnten, was in dieser Saison in anderen Mannschaften nicht selbstverständlich war.

 

SC Kreuzberg 9
Spieler/in DWZ ELO 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pkt %
1 Louis Hundt 1492-12 1 1 1 1 1 5,0/5 100,00
2 Hiroki Mauss 1431-10 1 0 1 0 ½ ½ + 3,0/6 50,00
3 Valerie Komar 1413-9 1 1 1 0 0 1 1 1 6,0/8 75,00
4 Arian Alloussi 1291-16 1176 1 1 2,0/2 100,00
5 Daniel Cudorans 1420-4 1 0 0 1 2,0/4 50,00
6 Oleksandr Isaichykov 1389-44 1120 1 1 1 1 + ½ 4,5/5 90,00
7 Lukas Stanisic 1 0 1,0/2 50,00
8 Jad Dehaini 1229-2 ½ ½ 1,0/2 50,00
9 Eren Maximilian Brämigk 1 1 1 1 4,0/4 100,00
10 Noah-Eren Lohre ½ 0,5/1 50,00
11 Ivan Zwilling 1197-7 1444 1 0 1,0/2 50,00
12 Maxim Pavlov 860-3 1 1,0/1 100,00
13 Konrad Mattes 833-1
14 Rafael Sinha
15 Brieuc Gommard 0 1 1 1 3,0/4 75,00

Trotz 0% Chance – SC Kreuzberg steigt dank Relegationssiegen in die 2. Bundesliga auf

Bericht von Constantin Vogel

Zu Beginn der Saison hieß es, die Aufstiegschancen für unsere Mannschaft in der Oberliga seien unter den aktuellen, erschwerten Bedingungen sage und schreibe 0% (gerundet). Trotz einer hervorragenden Saison war noch vor dem letzten Spieltag die Erwartungshaltung, dass es in der letzten Runde und den folgenden Relegationsspielen „einen guten Tag und zwei Wunder“ bräuchte. Unsere kommenden Gegnermannschaften waren schließlich fast vollständig mit Großmeistern und Titelträgern gespickt, unsere Rolle als Underdog also klar.

Beflügelt von unserem dominanten Auswärtssieg gegen Empor Berlin machten wir uns also auf ins Relegationswochenende am 04./05. Mai.  Das erste Match gegen Favorit Rüdersdorf (3 GM, 2 IM, 2 FM) durften wir daheim ausrichten. Spannenden Kämpfen mit einigen verpassten Chancen für unser Team folgte beim Stand von 3,5:3,5 eine Nervenpartie, in welcher Bastien Dubessay an Brett 2 trotz deutlich schlechterer Stellung auf Sieg spielen musste. Enttäuschte Gesichter bei den Mannschaftskollegen, die den Traum an Wunder #1 schon fast aufgegeben hatten. Aber dann, tief im Endspiel, das Comeback von Bastien: Sieg an Brett 2, gegen alle Widerstände, und damit auch (verdienter!) Mannschaftssieg mit 4,5 Punkten. Doch es gab kaum Zeit zum Feiern, denn Relegationsspiel #2 wartete gleich am nächsten Tag.

Und so kam es, dass unser Dreamteam Sonntagmorgen in aller Früh nach Hamburg fuhr, nur noch ein einziges Match vom Aufstieg entfernt. Ausrichter SK Johanneum Eppendorf hatte am Vortag gegen die Mannschaft vom SK Kirchweyhe II verloren und musste dieser nun beim Kampf gegen den SCK zuschauen. Nach reichlicher Verwirrung bezüglich Farbverteilung der Bretter nahm das Drama seinen Lauf. Unsere Vorbereitung hatte ergeben, dass unsere Gegner, zum Großteil kroatische Titelträger, oft einem spezifischen Matchplan verfolgten: Viele schnelle Remis an den unteren Brettern, um Entscheidungspunkte an den oberen Brettern zu landen. Und auch heute sollten sie dieser Philosophie folgen. So hatten wir schon nach knapp 2,5 Stunden an allen unseren vier Schwarzbrettern ein Remis in der Tasche, zumeist aus einer Position der Stärke.

Diese Strategie, das Match quasi auf unsere vier Weißbretter zu beschränken, sollten unsere Gegner aber noch bitter bereuen. Denn Freddy Dathe an Brett 8 hatte eine solide, ausgeglichene Stellung in seiner geliebten Englischen Eröffnung auf dem Brett, während Robert an 1, Aaron Matthes an 3 und Aron Moritz an 5 allesamt in besseren Stellungen pressten. In sich schnell nähernder Zeitnot wurde allerdings die Stellung von Aaron immer schärfer und die Sorgen über eine mögliche Niederlage an Brett 3 wuchsen.

Doch Kirchweyhe hatte nicht mit unserem Zugpferd Robert Glantz gerechnet: Zug um Zug wurde seine Stellung besser, während sein großmeisterlicher Gegner Stück für Stück in katastrophale Zeitnot abrutschte, teilweise mit nur noch Sekunden auf der Uhr. Roberts Bauernwalze lief im Zentrum unerbittlich vorwärts, bis sein Gegner genug gesehen hatte und frustriert die Hand zur Aufgabe ausstreckte. Unterdrückte Freudenschreie im ganzen Raum – ein Sieg an Brett eins bedeutete eine unschlagbare Feinwertung für uns (Berliner System: Brett 1 gewichtet mit 8 Punkten, Brett 2 mit 7, usw.). Es fehlten also noch 2 Remis zum Sieg.

FM Robert Glantz vs. GM Mladen Palac: Weiß am Zug setzt mit 1. d4! die Bauernwalze in Bewegung. Es folgte Txb5 2. b4 exd4 3. e5 d3 (… Te8? 4. e6! Txe6 5. Txf8) 4. e6 d2 5. Td1 1:0.

Zwischenzeitlich hatte sich Aarons Stellung maximal verschärft, aber mit Risiken für beide Seiten. Zeitgleich hatte sich Aron an Brett 5 in sehr aktiver Stellung direkt nach der Zeitkontrolle die Möglichkeit zu einer dreifachen Zugwiederholung gegeben und wartete taktisch klug das Ergebnis bei seinem Namensvetter ab. Mit einem Remis sicher und einer langen Partie bei Freddy absehbar waren alle Augen auf Aaron an Brett 3 gerichtet. Unter Hochspannung navigierte er komplizierte Taktiken und forcierte just nach der Zeitkontrolle eine Zugwiederholung gegen seinen GM-Gegner: Remis! Gefolgt von Remis bei Aron an Brett 5 keine 10 Sekunden später! Mit 4 Punkten und besserer Feinwertung war Wunder #2 vollbracht, Kreuzberg spielt wieder in der 2. Bundesliga.

Die Freudenschreie und improvisierte Siegesfeier im Flur und vor dem Spielort brachten uns zwar Tadel vom Schiedsrichter ein, aber die noch laufende Partie von Freddy schien es nicht gestört zu haben: Mit seinem finalen Remis war sogar der Matchsieg nach Punkten vollbracht. Die Siegesfeier, tatkräftig unterstützt von unserem spontan angereisten Edelfan Micha Glienke, zog sich über die Bahnfahrt hinweg bis spät in die Nacht. Glückwünsche verschiedenster Berliner Vereine trudelten ein, wir haben durch unseren Aufstieg schließlich einige Mannschaften vor dem Abstieg bewahrt. Vielleicht sind sie aber auch heimlich froh, nicht mehr gegen uns spielen zu müssen ;)

Diese fantastische Leistung verdanken wir nicht nur unserer Begeisterung fürs Schach, sondern auch unserer selbstbewussten und sympathischen Mannschaft: Robert, Bastien, Max, Aaron, Julian, Aron, Micha (Strache), Freddy, Consti, vielen Dank für eine unvergessliche Saison. Unser Aufstieg wäre aber nicht möglich gewesen ohne unsere Joker und Ersatzspieler, Natan, Manni, Daniel und Yosi. Und natürlich darf an dieser Stelle unsere Vorsitzende Brigitte nicht fehlen. Vielen Dank für die Organisation, Unterstützung und deinen Einsatz für unsere Mannschaft und auf eine erfolgreiche Zeit in der 2. Bundesliga!

 

Wildschweine für Kreuzberg – der SK König Tegel gratuliert

Bericht von Christian Syré beim Berliner Schachverband

Alles oder nichts – Oberliga Nord-Ost Saison 2023/24

Alleiniger erster Platz vor dem letzten Spieltag! Ungeschlagen! Nur 8 verlorene Partien in 8 Runden!

Bericht von Constantin Vogel

Wer das Anfang der Saison für unsere erste Kreuzberger Mannschaft in der Oberliga vermutet hätte, kann sich getrost als Optimisten bezeichnen. Mit teilweise großmeisterlicher Verstärkung waren Schwergewichte wie König Tegel, Empor Berlin und die Schachfreunden Berlin II keine leichte Kost. Weitere Sorgen machten uns die der Umstrukturierungen in den oberen Ligen, welche das bloße Halten der Klasse oder gar den Aufstieg erschweren würden.

Einziger Hoffnungsschimmer war, dass wir eine junge, sympathische und spielstarke Truppe zusammenstellt hatten, die heiß auf Schach war und sich obendrein super verstand. Und diese junge Mannschaft lieferte eine fantastische erste Saisonhälfte ab, mit glatten Siegen bei nur einem Mannschaftsremis gegen das Topteam von König Tegel, Zugegeben, manche unserer Siege diese Saison waren mit 5:3 oder 4,5:3,5 knapper als uns lieb war, aber in der Regel siegten wir wohlverdient. Die letzten Zweifel an unserer Spielstärke räumten wir in der 5. Runde aus. In einem weiteren Spitzenmatch gegen die Schachfreunde II dominierten wir unsere Gegner mit 5,5:2,5 ohne auch in nur einer einzigen Partie ernsthaft in Gefahr zu sein (meine Teamkollegen würden widersprechen und mich anflehen, nie wieder Aljechin zu spielen).

Wir kämpften uns mit weiteren Arbeitssiegen durch die Runden 6-8. Einige der Highlights der Saison: Aron Moritz und Frederick Dathe würden diese Saison mit jeweils 8 und 7 Punkten aus 9 Partien beenden. Julian Grötzbach und Aaron Matthes lieferten mit jeweils 6 aus 9 gegen viele Titelträger (Eloschnitt der Gegner > 2200) eine ebenso eindrucksvolle Leistung ab. Kein Match zu verpassen und konstant so gutes Schach zu spielen verdient einfach eine besondere Erwähnung. Und wie könnte man Robert Glantz vergessen, der mit 5/8 gegen die besten Spieler der Oberliga seinem Spitznamen als „Zugpferd“ alle Ehre machte.

Nach der 8. Runde fehlten uns lediglich drei Brettpunkte zum Saisonsieg. Es wartete mit Empor Berlin allerdings einer der härtesten Gegner der Liga, welcher ebenfalls noch Aufstiegschancen besaß und sich vorne mit zwei serbischen GMs verstärkt hatte. Schlimmer noch, trotz unserer guten Ausgangslage könnte eine hohe Niederlage den 3. Platz und damit den Kampf gegen den Abstieg statt um den Aufstieg bedeuten. Es galt also: Alles oder nichts!

Wir gingen dennoch entspannt und hoffnungsvoll in die letzte Runde. Und es fing gut an: Unser Brett 7 und Brett 8, welche nominell die leichtesten Gegner haben sollten, lieferten sich ein Wettrennen um den ersten Punkt für Kreuzberg. Schon nach knapp über zwei Stunden hieß es also 1:0 Kreuzberg, nach über drei Stunden dann 2:0 für uns. Ein Punkt noch! Allerdings hatte unser Zugpferd Robert Glantz an Brett 1 schon in der Eröffnung leichte Probleme gegen seinen GM-Gegner – auch Julian Grötzbach an Brett 4 war unter Druck geraten. Brett 3 sah zwar vielversprechend für uns aus, aber die anderen Partien waren noch sehr offen. Dann ging allerdings in Zeitnot alles ganz schnell: Souveräner Sieg gegen einen IM an Brett 3 von Aaron (Matthes), Sieg an Brett 5 von Aron (Moritz) – mit 4 Punkten war uns das Remis im Mannschaftskampf und damit der 1. Platz sicher! Abgerundet wurde Ergebnis noch von einem im Turmendspiel erkämpften Sieg von Michael Strache, welcher den Mannschaftssieg sicherte.

Mit 17 von 18 möglichen Mannschaftspunkten haben wir uns somit die Relegation am 04./05. Mai wohl verdient. Auch wenn wir als klare Underdogs gegen zwei Topteams ins Rennen gehen: Anfang der Saison hätte auch niemand gedacht, dass wir es überhaupt so weit schaffen würden. Also Jungs, viel Glück am Samstag daheim (und natürlich am Sonntag in Hamburg, wenn ihr Rüdersdorf platt gemacht habt 😉).

Bilder von Christian Syré und Brigitte Große-Honebrink