Oberliga Ost: Kreuzberg verpasst zum Saisonstart die Sensation gegen Tegel und Schachfreunde II

Auf in die neue Saison heißt es für den SCK – und auf in eine neue Liga! Nach unserem knappen Abstieg aus der 2. Bundesliga finden wir uns nun in der neuen, deutlich stärkeren Oberliga Ost wieder. Trotz vieler nominell spielstärkerer Mannschaften (Görlitz, Rotation, Schachfreunde, Tegel …) ist uns immer noch nicht klar, ob wir um den Aufstieg, gegen den Abstieg oder einfach für ein gutes Ergebnis gegen gute Gegner spielen. Auch wir konnten schließlich unsere Mannschaft um unsere neue #2, Johannes Tschernatsch, sowie zahlreiche neue Ersatzleute verstärken.

Samstag, 1. Spieltag: Tegel I

Gleich an den ersten beiden Spieltagen sollte unsere neugewonnene Spielstärke getestet werden. Im Heimkampf in Kreuzberg hatten wir Samstag zunächst Tegel, dann Sonntag die Schachfreunde zu Gast. Ein Großteil unserer Mannschaft bestand aus bekannten Gesichtern, aber Johannes und Jungtalent Arthur Hoppe legten gegen Tegel ihr Debut in der ersten Mannschaft hin. Arthur hatte beim Kreuzberger Sommer ein extrem starkes Turnier hingelegt und zeigte auch gegen Tegel, warum sich seine Gegner vor ihm und seinem schnellen Spiel zu fürchten haben. Nach einem frühen Damentausch spielte er mit Weiß an Brett 8 ein gutes Mittelspiel gegen hängende Bauern, verlor dann aber selbst einen Bauern und konnte das Turmendspiel nicht mehr halten. Dafür spielte Johannes an Brett 2 sehenswertes Angriffsschach samt Figurenopfer gegen die schwarze Königsstellung, das vielleicht nicht immer ganz korrekt, aber am Ende doch durchschlagend war. Ein sehr gelungener Einstand! Robert zeigte an Brett 1 derweil, wie entspannt man mit Schwarz Remis halten kann. Rund um die Zeitkontrolle hatten wir also den respektable Zwischenstand von 1,5:1,5 erkämpft – kein schlechter Start. Und in allen verbleibenden Partien standen wir mindestens ausgelichen, an den meisten sogar besser.

Nach Zug 40 waren die Aussichten sogar noch schöner: Aaron hatte an Brett 4 zwar eine Figur und seinen Vorteil verloren, kämpfte aber noch tapfer um das Remis. Auch wenn seine Bemühungen letztlich vergebens waren, hatten wir ansonsten inzwischen vielversprechende Stellungen auf dem Brett. Doch es war wie verflucht und eine Partie nach der anderen kippte: Freddy und Micha hatten mit Schwarz an Brettern 3 und 5 jeweils im Endspiel einen glatten Bauern mehr, konnten am Ende aber nur Remis sichern. Beide hatten auf Basis von Erinnerung (Freddy) und Vorbereitung (Micha) starke Eröffnungen gespielt, aber das letzte Quäntchen Glück war nicht auf unserer Seite. Das wäre normalerweise auch nicht nötig gewesen, da Julian und Constantin an Brettern 7 und 8 glatte Gewinnstellungen auf dem Brett hatten. Bei Julian dominierten seine Schwerfiguren und Freibauern in komplexer, offener Stellung das Brett, während Constantin sich in Seelenruhe 4 verbundene Freibauern gegen eine Figur rausgespielt hatte. Leider wurden aus Julians Matt in 11 und Constantins Abwicklung in ein gewonnenes Endspiel mit Mehrfigur  nach jeweiligem Kollaps zwei Niederlagen, die den Endstand in ein 2,5:5,5 mit Mannschaftssieg für Tegel verwandelten. Manch einer unserer Spieler konnte es nicht fassen, denn selbst die Tegeler hatten zwischenzeitlich fast alle Hoffnungen fahren lassen. Da war mehr drin, und Sonntag warteten die mindestens ebenso gefährlichen Schachfreunde II.

Sonntag, 2. Spieltag: Schachfreunde II

Neues Spiel, neues Glück. Am Sonntag hatten wir mit leicht anderer Aufstellung (Max statt Arthur) wieder eine Menge attraktives Schach vor uns. Constantin machte mit Schwarz ein schnelles, unaufgeregtes Remis. Doch das sollte die einzige ruhige Partie des Tages bleiben: Freddy spielte eine positionell wie taktisch starke Partie, verteidigte seinen König sauber und gewann ebenso wie Aaron, der das ungenaue Eröffnungsspiel seines Gegners brutal bestrafte und nach Nimzoindisch in einer Art Traum-Benoni landete. Julian versuchte ebenfalls in der Eröffnung zu brillieren, scheiterte aber mit seinem positionellen Bauernopfer an der resilienten Verteidigung seines Gegners. Johannes spielte mal wieder eine hochtaktische Partie mit höchst ungewöhnlicher Bauernkonstellation (zwei verschränkte Doppelbauern auf der a-Linie), stand zwischenzeitlich sogar besser, vergab aber seine dynamischen Vorteile in Zeitnot und verlor. Der Zwischenstand von 2,5:2,5 ließ alle Blicke zu den Brettern von Max, Micha und Robert wandern. Max spielte mit Schwarz eine irre Partie, in der seine geringe Vorliebe für Eröffnungstheorie mit schnellem und selbstbewussten Spiel ausgeglichen wurde. Zwischenzeitlich stand er zwar fast Matt, holte aber mit Dame gegen Türme das Maximum raus und schlug mit gewagtem Königsmarsch über das ganze Brett seinen von ständiger Zeitnot geplagten Gegner GM Polzin. Micha hielt in einer fast ebenso wilden beidseitigen Angriffspartie mit gegenseitiger Rochade souverän Remis gegen das gegnerische Läuferpaar und sicherte das Mannschaftsremis. Robert, der mit Weiß aus der Eröffnung heraus ca. 20 Züge lang durchgehend auf Gewinn oder zumindest dominant besser stand, verlor rund um Zug 40 einen Bauern, während sein Gegner schnell einen gedeckten Freibauern formte. Etliche Fans schauten dem entstehenden Endspielkrimi zu, doch trotz starker Blockadestellung konnte er die Stellung nicht halten: Er gewann nach langem Spiel in Zeitnot zwar seinen Bauern zurück und rechnete sich vielleicht gerade wieder Chancen aus, als sein Gegner mit Dame und Springer ein feines Mattnetz sponn. Der Endstand 4:4 gegen starke Gegner wäre unter normalen Umständen ein Ergebnis zum Feiern gewesen, doch nach der unverdienten Niederlage vom Vortag war auch hier wieder mehr drin.

Ausblick

Statt nur einen Mannschaftspunkt hätten wir dieses Wochenende locker 2, 3 oder gar 4 Punkte erspielen können. Ein bisschen Frust darf da erlaubt sein. Aber hinsichtlich der eingangs gestellten Frage haben wir nun zumindest mehr Klarheit: Nach den Ergebnissen von Spieltagen 1 und 2 gehen unsere Aufstiegschancen zwar gegen 0, aber mit einer so guten Form brauchen wir wahrscheinlich auch den Abstieg nicht zu fürchten. Obendrein haben wir uns dabei unseren sagenumwobenen Spielspaß und die gute Laune erhalten, wie viele kleine Beobachtungen zeigen: Max und Freddy, die sich kurz vor der Runde nach dem Datum fragen (“Freddy?” – “Schmetti?”- “28ste?”). Das bestärkende, energiegeladene Einschwören der Mannschaft durch Mannschaftsführer Julian vor Runde. Das gemeinsame Abschlussessen am Sonntag, bei dem die Verlierer ob ihrer Patzer aufgepeppelt und die Sieger für ihre Brillianz (bzw. die Patzer der Gegner) gefeiert werden. Die Partien “Hidden Queen” nach der Runde (sehr lustiger Modus, nachzulesen z.B. unter: https://www.phantomchess.in/rules).

Alles in allem bleibt unsere Vorfreude auf die Saison und unser Teamgeist also ungebrochen, oder wie Julian zusammenfassend sagen würde: Nur der SCK!

Die Einzelergebnisse der Matches, mehr wie gehabt unter: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bede.php?liga=oloa&runde=1

SC Kreuzberg SK König Tegel
1 FM 2390 GER Robert Glantz ½ : ½ Martin Brüdigam GER 2376 IM 1
2 FM 2315 GER Johannes Tschernatsch 1 : 0 Dr. Clemens Rietze GER 2291 FM 2
5 FM 2262 GER Frederick Dathe ½ : ½ Robert Rabiega GER 2470 GM 3
7 CM 2217 GER Aaron Matthes 0 : 1 Michael Richter GER 2379 GM 4
8 2254 GER Michael Strache ½ : ½ Jonas Eilenberg GER 2346 FM 5
11 FM 2186 GER Julian Grötzbach 0 : 1 Marco Thinius GER 2353 IM 7
13 CM 2186 GER Constantin Vogel 0 : 1 Stefan Frübing GER 2305 IM 9
22 2041 GER Arthur Hoppe 0 : 1 Jonas Förster GER 2218 11

 

SF Berlin II 4 4 SC Kreuzberg
3 IM 2405 POL Sebastian Poltorak 1 : 0 Robert Glantz GER 2390 FM 1
5 FM 2389 POL Tymon Czernek 1 : 0 Johannes Tschernatsch GER 2315 FM 2
6 FM 2413 GER Johannes Florstedt 0 : 1 Frederick Dathe GER 2262 FM 5
7 IM 2407 GER Arnd Lauber 0 : 1 Aaron Matthes GER 2217 CM 7
8 IM 2382 SWE Bjorn Ahlander ½ : ½ Michael Strache GER 2254 8
9 GM 2393 GER Rainer Polzin 0 : 1 Maximilian Paul Mätzkow GER 2240 FM 10
10 IM 2401 IRI Ebrahim Ahmadinia 1 : 0 Julian Grötzbach GER 2186 FM 11
12 CM 2212 GER Christian Zobel ½ : ½ Constantin Vogel GER 2186 CM 13

SC Kreuzberg und WM-Kandidat Matthias Blübaum im Bluhmecke Schach Podcast

In der aktuellen Ausgabe des Bluhmecke Schach Podcasts spricht WIM Sonja Maria Bluhm mit WCM Katharina Reinecke und GM Matthias Blübaum über den gelungenen Auftakt mit dem SC Kreuzberg in der 1. Frauenbundesliga. Neben sportlichen Eindrücken gibt es auch persönliche Geschichten sowie Anekdoten aus dem Leben des frisch gebackenen WM-Kandidaten.

Zusätzlich gab es am Sonntag ein Twitch-Livestream, in dem Sonja ihre Partien aus den ersten beiden Runden der 1. Frauenbundesliga ausführlich analysierte und live mit dem Publikum diskutierte. Wer die Übertragung verpasst hat, kann die komplette Analyse jetzt jederzeit auf Twitch nachholen: https://www.twitch.tv/videos/2573021652

Frauen-Bundesliga – Kreuzberg mit 2 Mannschaftspunkten im Gepäck zurück

Partien der 1. Runde

Partien der 2. Runde

Die erste Runde gegen Bad Königshofen, den Deutschen Meister, verlief nicht ganz unerwartet und endete mit einem glatten 6:0-Sieg für den Gastgeber.

Aber in der zweiten Runde konnten wir dann die insgesamt deutlich stärkeren Rodewischer Schachmiezen knapp besiegen. Wir danken für die vielen Gratulationen zu diesem unerwarteten Sieg. Hier geht es zum Bericht zum ersten Frauen-Bundesliga-Wochenende beim Deutschen Schachbund.

Die tollen Hemden mit unserem Logo verdanken wir der Emanuel Lasker Gesellschaft – wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung.

Bundesliga-Ergebnisdienst mit allen Aufstellungen und Ergebnissen

Nach jeder Runde, in der WIM Sonja Maria Bluhm mitgespielt hat, wird es einen Livestream geben mit Partieanalysen. Wer die erste Ausgabe verpasst hat, kann sich die Aufzeichnung anschauen:  https://www.twitch.tv/bluhmanda/home – mit der Gewinnpartie gegen WGM Fiona Sieber

Fotogalerie der ersten beiden Runden:

—–

Vorbericht: Es geht gleich am ersten Bundesliga-Wochenende in die Vollen: 1. Runde gegen den Deutschen Meister Bad Königshofen und in der 2. Runde gegen die Rodewischer Schachmiezen, jeweils mit sehr starker internationalen und auch deutschen Gegnerinnen.

Wir werden uns morgen wieder melden mit einem Mannschaftsfoto und dem Link für die Übertragung der Partien – man wundert sich, aber in der Frauen-Bundesliga keine Selbstverständlichkeit.

Alle bisher veröffentlichten Details finden sich hier: Bundesliga-Ergebnisdienst

Zum Auftakt der Saison stellt der Deutsche Schachbund die drei “Familien-Mannschaften” in der Frauen-Bundesliga vor. Sehr erfreulich!

SC Kreuzberg U14 bei der Norddeutschen Vereinsmeisterschaft in Magdeburg

Platz 5 – den Qualifikationsplatz für die Deutsche Vereinsmeisterschaft U14 knapp verpasst

Zu Beginn lief es sehr gut – siehe unten – aber in den letzten 3 Runden ohne unser Spitzenbrett Arthur Hoppe konnten wir nur noch einmal gewinnen. Ein Remis in der letzten Runde gegen Königsspringer Hamburg reichte leider nicht aufgrund der schlechteren Wertung. Nur 4 Mannschaften qualifizieren sich für die DVM U14. Beste Spielerin war Maha Ali mit 5,5 Punkten aus 7 Runden. Möglicherweise hatte ich sie auch die längste Spieldauer im ganzen Turnier. 

Die Spielbedingungen waren in diesem Jahr sehr gut, vielen Dank an den Ausrichter in Magdeburg. Und im nächsten Jahr werden wir erneut einen Anlauf machen! 

Gratulation an die Mannschaften von Empor Berlin zum 1. Platz und zum Titel Norddeutscher Vereinsmeister U14!

Turnierseite 
Übertragung auf Lichess  


An diesem Wochenende findet in Magdeburg die Norddeutsche Vereinsmeisterschaft U12 und U14 statt. Unsere Mannschaft spielt in der U14 und hat zwei gewonnenen Matches einen guten Start hingelegt. Heute gelang ein Sieg gegen die starke Mannschaft von Werder Bremen: Ergebnisse 2. Runde Wenn ihr morgen dabei sein wollt – die Partien werden übertragen, um 08.30 Uhr geht es los (+15 Min.). Es wird hoffentlich spannend, denn wir spielen gegen die an Eins gesetzte Mannschaft von SV Empor. Unser Team:

5 SC Kreuzberg 1740    
1 Hoppe,Arthur 2039 M GER
2 Komar,Valerie 1698 W GER
3 Ali,Maha 1616 W GER
4 Isaichykov,Oleksandr 1606 M GER
5 Zwilling,Ivan 1444 M GER

 

Kreuzberger unterwegs beim Oranienburger Chess Open

2 Tage volles Programm Schach. Beim Wochenend-Open in Oranienburg wurden 3 Runden am Samstag und 2 Runden am Sonntag gespielt. Klassisches Schach wohlgemerkt. Bei diesem Programm fiel die Bedenkzeit verständlicherweise etwas kürzer aus und betrug 60min bis Zug 30 plus 30min für den Rest. Komplett ohne Inkrement. Ein selten gespieltes Format und wohl die kürzestmögliche Zeitkontrolle für eine DWZ- und Elo-Auswertung. Ich dachte es kommt es mir ein bisschen entgegen, da ich persönlich sowieso kürzere Bedenkzeiten bevorzuge. Also auf nach Oranienburg in den Berliner Speckgürtel. Während alle Turnierorganisatoren dieser Welt um GM und IM werben und stolz darauf sind, wenn einer dieser Titelträger die Teilnehmerliste schmückt, haben die Oranienburger etwaige Titelträger nahezu ausgeschlossen, indem Spieler mit einer Elo über 2399 nicht zugelassen waren. Wohl eher ein Gag, aber auf jeden Fall originell. Gespielt wurde in 3 Gruppen. In der Gruppe A waren 5 Kreuzberger, davon Johannes Tschernatsch ganz vorn an Nr.1 und Michael Strache an Nr.3 gesetzt. In der Gruppe B waren dreieinhalb Kreuzberger, davon ich selbst an Nr.2 und Rebekka Schuster als halbe Kreuzbergerin als Nr.3 gesetzt. In der mit Abstand größten Gruppe C startete Nala Sarah Mlynarska für Kreuzberg.

In der Gruppe A waren Johannes und Micha aufgrund ihrer Startranglistenposition natürlich heiße Kandidaten auf den Turniersieg. Bemerkenswert, dass beide nicht gegeneinander gespielt haben. Bei nur 5 Runden kann das aber passieren. Die Partien konnte ich nur bruchstückhaft mitverfolgen und kann nichts berichtenswertes dazu schreiben. Am Ende kamen beide auf 4,5 Punkte und die Zweitwertung entschied ganz knapp zugunsten von Micha. 1. Platz für Micha und 2. Platz für Johannes bedeuteten einen Kreuzberger Doppelsieg. Yeah!

In der Gruppe B bis DWZ 1799 gehörten Rebekka und ich der Papierform nach zu den Gruppenfavoriten. Diese Konstellation ergab sich, weil die Gruppen nach DWZ, die Setzliste jedoch nach Elo erstellt wurde. Mit dem ersten Tag konnten wir beide recht zufrieden sein. Mit jeweils 2,5 aus 3 war noch alles drin. Die 4. Runde lief dann etwas ernüchternd. Ich hatte im frühen Mittelspiel eine Qualität gewonnen und eine klare Gewinnstellung. Mein Gegner war einen Moment unaufmerksam und hatte mir die Qualität durch einen Einsteller quasi geschenkt. Er spielte aber stark weiter und drohte sogar mich zu überspielen. Beim Übergang zum Endspiel entstand eine kuriose Stellung mit Zugwiederholung. Keiner konnte der Zugwiederholung ausweichen ohne selbst schlechter zu stehen. Nur Remis. Rebekka hat ihre Partie verloren und war quasi aus dem Rennen. In der letzten Runde musste ich gegen einen aufstrebenden Jugendspieler und Rebekka-Bezwinger ran. Seine DWZ und Elo aus der Kategorie Schall und Rauch. Bloß nicht unterschätzen. Ich war vorgewarnt und mir war klar, dass die letzte Runde keine Kaffeefahrt wird. Nur geholfen hat es nichts. Mein Gegner hat es geschafft mich in eine seltene und mir unbekannte Eröffnung zu locken und er hat mich staubtrocken ausgespielt. Verloren gegen den späteren Turniersieger und ein brotloser Tag 2. Am Ende reichte es nur für den 6. Platz. Abgesehen vom persönlichen Abschneiden war es ein sehr angenehmes Turnier mit prima Spielbedingungen in der großen und lichtdurchfluteten Aula der Oranienburger Gesamtschule. Vielleicht ja mit neuem Anlauf im nächsten Jahr.

Die Turniertabellen: Gruppe A      Gruppe B      Gruppe C

Dirk Paulsen gewinnt hochklassiges Miniturnier

Das Septemberturnier im Schach960 war klein, aber hochklassig. Swiss-Chess hat beispielsweise in der 1. Runde für Brett 1 die Paarung FM Klaus Lehmann gegen FM Dirk Paulsen ausgespuckt. Einige vermuteten hier einen Auslosungsfehler, aber Klaus fand sich tatsächlich in der 2. Tabellenhälfte wieder (Setzliste nach DWZ sortiert). Und der Teilnehmerdurchschnitt betrug rekordverdächtige Elo 2115.  Dirk gewann die Miniatur souverän mit 4,5/5 Punkten vor Bogdan (3,5) und Constantin (3).

September Teiln. Google (Android 11.0) Google (Android 11.0) Google (Android 11.0)
960-Tabelle 8 Dirk Paulsen Bogdan Tomin Constantin Vogel

Paule analysiert seine Partien auf YouTube

Kreuzberger unterwegs beim Lichtenberger Sommer

Dieses Jahr war der Lichtenberger Sommer mit 240 Teilnehmern sehr gut besucht und erreichte fast eine Rekordbeteiligung. Darunter 19 Kreuzberger. Die Startrangliste wurde angeführt von 3 Internationalen Meistern und zum Favoritenkreis gehörten auch Johannes Tschernatsch und Aaron Matthes. Wie schon bei unserem Werner-Ott-Open hat man auch hier einen GM vergeblich gesucht. Aber diese Großmeisterlosigkeit ist ein Thema für sich.

Eine kurze Ergebnisschau aus Kreuzberger Sicht:

Aaron beendete das Turnier auf dem 5. Platz und Johannes auf dem 7. Platz. Damit waren beide in den Hauptpreisrängen. Christian Syré gewann die Seniorenwertung und Jürgen Federau belegte hier den 3. Platz. Immerhin zählte die Sektion 68 Teilnehmer. Jürgen belegte zusätzlich noch den 3. Platz in der Rating-Kategorie 1950-2099. Doppelpreise gabs aber keine.

Am Sonntagabend fand zum Abschluss das obligatorische Blitzturnier statt. Hier landete Michael Strache auf dem geteilten 2. Platz.

Tabellen LiSo2025  Abschlussblitz   Fotogalerie

Kreuzberger Sommer-Schachfestival 2025

6 Turniere – keins wie das andere. Wir waren zufrieden und haben uns über die rege Beteiligung gefreut. Vielleicht im nächsten Jahr wieder? Endlich sind auch alle Berichte online.

9. Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier (gerade veröffentlicht)
Werner-Ott-Open – Kreuzberger Sommer  (jetzt mit Fotos und Partiensammlung)
3. U25-Elo-Youngsters
Schach960 Rapid – Tripel
Elo-Rapid – Tripel
Elo-Blitz – Tripel 


 

9. Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier vom 23. bis 25. Juli 2025

Friedrich Hamann (4,5 P.) gewinnt das 9. Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier vor Lukas Stanisic und Elian Gehlen (je 4 P.)

Hier nun endlich unser Bericht: Erstaunen löste bei uns bereits der Anmeldestand zum Turnier aus:  ein U12-Turnier und nur ein Spieler ohne DWZ. Zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es noch 18. Das war schon mal sehr vielversprechend. Und tatsächlich – man spürte es deutlich an der tollen Turnieratmosphäre, dass die Kinder bei der Sache waren und um Punkte und Platzierungen mit viel Spaß gekämpft haben. Auch die Zahl der regelwidrigen Züge hielt sich in Grenzen, was bei Kinderturnieren selten ist.

Ergebnisse, Auslosung und Tabellen

Turniertabellen auf FindChessGames

1. Platz: Friedrich Hamann (SK Caissa Hermsdorf)

2. Platz: Lukas Stanisic (SC Kreuzberg)

3. Platz: Elian von Gehlen (TSG Oberschöneweide)

Bestes Mädchen: Elli Hering (Leegebrucher SV)

1. Platz U10: Mark Chupikov (SC Zitadelle Spandau)
2. Platz U10: Leopold Schöning (SC GG Potsdam
3. Platz U10: Levi Studdert (SV Empor)
Bestes Mädchen U10: Katharina Andreeva (SC Weisse Dame)

1. Platz U8: Marianna Caber (SC Kreuzberg)
2. Platz U8: Olena Altshuler (TSG Oberschöneweide)
3. Platz U8: Friedrich Bordiehn (SC Caissa Hermsdorf)

2. Platz Mädchen: Valentine Langhammer (Borussia Lichtenberg)
3. Platz Mädchen: Sara Alnajjar (SC Caissa Falkensee)

Bei der Siegerehrung gab es Urkunden, Pokale, Medaillen und Sachpreise für alle, die teilgenommen haben. Wir hoffen auf eine weitere Auflage – das ist dann das 10. Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier 2026.

Eine Bildergalerie vom Turnier (vielen Dank an Marta Jurkowska und Cornelia von Gehlen für die Fotos von der Siegerehrung). Sollte noch jemand schöne Fotos gemacht haben, gerne  an uns schicken.

Valerie Komar, Arthur Hoppe und Oleksandr Isaichykov haben beim Turnier geholfen und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Wolfgang Baumeister stand zusammen mit Roman drei Tage am Tresen. Vielen Dank an euch und natürlich an die Eltern, die zum Gelingen des Turniers beigetragen haben.

 

 


Auch dieses beliebte Turnier für alle U12-Knder ist eins von 6 Turnieren beim Kreuzberger Sommer-Schachfestival 2025. Es findet wie üblich kurz vor dem Werner-Ott-Open statt. Am letzten Schultag – gleich nach der Zeugnisausgabe – können die Kinder den Schulstress hinter sich lassen und ein 5-rundiges Schachturnier spielen. Es gibt wie immer nicht nur Pokale und Preise, sondern auch die Möglichkeit, eine DWZ zu bekommen oder seine eigene zu verbessern.

Ausschreibung 9. Kinder-Sommer-Turnier 2025

Unsere Sponsoren – Gutscheine von 

Rückblick auf das 8. Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier

Rückblick auf 9 Jahre Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier

Wir hätten nun schon die 10. Auflage, wäre Corona nicht gewesen. In 2020 mussten wir das Turnier absagen. Ansonsten hat es jedes Jahr stattgefunden.

Es lohnt sich tatsächlich ein Blick auf die vergangenen Turniere, meist mit vielen Fotos. Dreimal wurde das Turnier von einem Mädchen gewonnen, viele der Kinder sind weiterhin aktiv, haben an Deutschen Meisterschaften und auch an Europa- und Weltmeisterschaften.

Auf dem Foto links seht ihr Magnus Ermitsch, der wohl eins seiner ersten Turniere bei uns gespielt hat (1. Kreuzberger Kinder-Sommer-Turnier 2016) und inzwischen mit 16 Jahren Internationaler Meister ist.

Im Laufe der Zeit gab es einige Änderungen, z. B. haben wir die Anzahl der Teilnehmenden auf ca. 50 begrenzt, sodass auch für die Eltern Platz bleibt, während die Kinder im Mehrzweckraum in Ruhe spielen können. Zwischendurch hatten wir mal die Anzahl der Runden erhöht und es wurde bis zum Samstag gespielt. Der Ausklang mit der Siegeehrung musste dann aber ganz schnell passieren, weil danach gleich das Werner-Ott-Open begann. Inzwischen läuft alles etwas entspannter ab – gut für die Kinder und das jeweilige Orga-Team.

Übersicht über alle Turniere

2024

2023

2022

2021

2020 wegen Corona abgesagt

2019

2018

2017

2016

Monatsturniere: Blitz und Schach960 im August

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Das Kreuzberger Schachfestival ist vorbei und so ging es ganz “normal” mit dem Augustblitz weiter. Stark besetzt in der Spitze, aber mit 17 Teilnehmern war das Feld etwas kleiner als sonst. Wie bereits im Vormonat konnte Daniel das Turnier für sich entscheiden und gewann mit 8,5/11 vor Michael (8) und Max Peter (7). Das Monatsturnier Schach960 bestätigt den Trend der letzten Monate, dass das Turnier wieder an Attraktivität gewonnen hat. Von den 16 Teilnehmern hatten 13 Spieler eine Elo mit einem Elo-Schnitt von 2066. In diesem starken Feld konnte sich Mark mit (4/5) klar durchsetzen vor Yannik (3,5) und Klaus (3,5).
August Teiln. Google (Android 11.0) Google (Android 11.0) Google (Android 11.0)
Blitz 17 Daniel Holzapfel Michael Ziems Max Peter Bartelt
960 16 Mark Müller Yannik Keller Klaus Lehmann
Grand-Prix-Wertung Blitz und 960.

Michael Strache gewinnt das Werner-Ott-Open – Kreuzberger Sommer 2025

Siegerehrung Werner-Ott-Open 2025
Foto: Manuel Klink

Turniersieger Werner-Ott-Open 2025: Michael Strache

Ergebnisse auf Chess-Results

Michael Strache (SC Kreuzberg) gewinnt das Werner-Ott-Open mit beeindruckenden 8 Punkten aus 9 Runden. Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg! Zwischendurch führte Micha mit 1,5 Punkten Abstand, aber nach einer Niederlage gegen Martin Yatskar wurde es in der letzten Runde doch noch spannend. Denn ein Remis hätte nicht gereicht – was aber zwischendurch als mögliches Ergebnis erschien. Nach einem Fehler seines Gegners Jens Kutschke war ihm jedoch der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Zweiter mit einem halben Punkt weniger wurde der Tegeler Martin Yatskar vor seinem Mannschaftskameraden Jonas Eilenberg. Auch ihnen und den weiteren Preisträgern herzliche Glückwünsche!

Die weiteren preisträchtigen Platzierungen werden von erfolgreichen Jugendlichen belegt – von Nelson Strehse (6,5), Ennio Rodriguez Klasen (6,5) und Daniel Rose (6). Ein Riesenerfolg der Jugend, zu der auch die beiden Tegeler gezählt werden können. Übrigens war knapp die Hälfte aller Teilnehmenden unter 25 Jahren alt!

Ebenfalls 6 Punkte schafften auch die Kreuzberger Arthur Hoppe, Momme Held und Ephraim Rosenstock (USA).

Zu Beginn der Siegerehrung, die dann im weiteren Verlauf mit einem schönen Schauer bedacht wurde, gab es noch ein freundliches Grußwort vom Vizepräsideten des Berliner Schachverbands Bernhard Riess. Bernhard hatte selbst zwei der Turniere des Kreuzberger Sommer-Schachfestivals als Schiedsrichter geleitet und unsere Partie-Übertragung tatkräftig unterstützt.

Vielen Dank an den Schiedsrichter Reinhard Baier sowie  die Helfer Wolfgang Baumeister, Manfred Glienke, Manuel Klink und Andreas Lange.

Wooks_2025_nachspielbare_Partien im gepackten PGN-Format, ca. 20 Partien/Runde.
WOOKS_2025 im gepackten ChessBase-Archivformat CBV mit den Partien und Ergebnissen aller Bretter.

Bilder vom Turnier (Brigitte Große-Honebrink)

Fotos von Manuael Klink (u. a. Siegerehrung):

1. Ratingpreis u2030 DWZArthur Hoppe6
2. Ratingpreis u2030 DWZJens Kutschke6
1. Ratingpreis u1850 DWZNicolas Bureik5,5
2. Ratingpreis u1850 DWZAnastasia Richter5,5
1. Ratingpreis u1680 DWZRebekka Schuster5
2. Ratingpreis u1680 DWZNoah Gerull5
1. Platz FrauenWIM Magdalena Kozak5,5
Senioren 1. PlatzChristian Syré6
Senioren 2. PlatzFrank Niehaus5
Jugend 1. Platz U18Ephraim Rosenstock6
Jugend 2. Platz U18Momme Fredrik Held6

Die Rotationer sind schneller und haben bereits einen Bericht über die gesamte Turnierserie Kreuzberger Sommer-Schachfestival veröffentlicht. Zur Seite von Rotation

Auslosung, Ergebnisse und Tabellen

Tabellen auf FindChessGames

Übertragung der Bretter 1 bis 6 - Lichess   Chessbase

Alle Turnierpartien der Bretter 1-20 siehe weiter unten.

—————

Zwei Kreuzberger an Brett 1 in der letzten Runde

Jens Kutschke hatte sicher nicht damit gerechnet, in der letzten Runde an Brett 1 zu spielen und möglicherweise noch Einfluss auf die Platzierungen zu nehmen. Wie schon geschrieben, sind die Titelträger in diesem Jahr ausgeblieben, aber der Turnierausgang ist dadurch nicht minder spannend. Michael Strache, der gestern noch mit deutlichem Abstand führte, hat heute immer noch gute Chancen auf den Turniersieg –  für uns natürlich eine Freude, wenn ein Kreuzberger gewinnt.

12-jähriger Kreuzberger mit 4 aus 4 Punkten im Führungsduo

Arthur Hoppe schreibt mit seinem Start in das diesjährige Werner-Ott-Open Turniergeschichte. Wie häufig bei solchen Erfolgen gehörte auch eine kräftige Portion Glück dazu, aber die Liste der gegen ihn unterlegenen Spieler lässt sich sehen und seine bisherige Turnierperformance ist überragend. Ebenfalls 4 Punkte erreichte der Kreuzberger Michael Strache – daher heute das Spitzenduell Hoppe gegen Strache!

Zufrieden sein kann auch WIM Magdalena Kozak, die nach einer sehr langen Pause ihr erstes Turnier spielt und bisher nur gegen FM Jonas Eilenberg ein Remis abgab. Sie spielt heute gegen Julian Nöldner.

Nicht mehr dabei ist FM Johannes Tschernatsch, der nach einem enttäuschenden Turnierbeginn seinen Verpflichtungen an der Uni den Vorrang gibt.

Eigentlich unverständlich ist das Fernbleiben von Großmeistern und Internationalen Meistern, denn das Preisgeld ist auch in diesem Jahr nicht von Pappe.

Partien der Bretter 1-20 aller gespielten Runden (auf den grauen Balken klicken):

 

Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder unser Werner-Ott-Open ankündigen zu können, in diesem Jahr im Rahmen des Kreuzberger Sommer-Schachfestivals.

Die Sommerferien beginnen in diesem Jahr in Berlin erst Ende Juli, daher der späte Termin.

Der Preisfonds in Höhe von mehr als 3.500 EUR kann sich auch in diesem Jahr sehen lassen.

Ausschreibung Werner-Ott-Open 2025