Brigitte hat direkt unsere neuen DGT-Bretter eingesetzt. Die ersten beiden Bretter wurden übertragen und sind auf der Turnierseite bei chess-results.com unter “Livegames” verlinkt.
Unkraut vergeht nicht – und unsere leidgeprüfte erste Mannschaft hat das Siegen nicht verlernt. Nach einer langen Durststrecke in der 2. Bundesliga und im September waren wir am Sonntag endlich mal wieder Favorit statt Underdog. In der sehr starken Oberliga Ost sollten wir solche Kämpfe wie der gegen Weiße Dame aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein Abstieg ist nicht ausgeschlossen und jeder Punkt lässt uns die Kämpfe und potenziellen Niederlagen gegen die Topmannschaften etwas entspannter angehen.
Weiß am Zug: Was musste Aron hier im Voraus berechnet haben, um seine Figuren zu retten? Warum scheitert 1.Lxf8?
Apropos entspannt: Im Kampf gegen Weisse Dame zeichnete sich früh ab, dass wir unserer Favoritenrolle auch nachkommen würden. Die hinteren Bretter legten dabei gut vor. Max gewann an Brett 7 mit unkonventioneller Eröffnung und seinem typisch schnellen Spiel schon recht früh einen Bauern und nach Zeitnotpatzer seine Partie. Während sein Gegner vom Inkrement lebte, blitze Max mit über einer Stunde Bedenkzeit seine famosen Züge fröhlich bis zum Sieg runter. Julian investierte an Brett 8 etwas mehr Zeit und erreichte eine symmetrische Stellung, in der er jedoch mit Schwarz 2 volle Tempi mehr besaß. Diesen Vorteil wandelte er prompt in einen Bauern, Figurenspiel und ein engmaschiges Mattnetz um. Zeitgleich standen wir an fast allen anderen Brettern gut bis komplett gewonnen, den nächsten Punkt machte Aron an Brett 3 aber erst in der Zeitnotphase kurz vor Zug 40. Er hatte eine oberflächlich ruhige, positionell saubere, aber letztlich sehr taktische Partie mit vielen kleinen Feinheiten gespielt (siehe Diagramm). Mit geschwächtem König und schlechteren Figuren sah sein Gegner in akuter Zeitnot seine letzte Chance in einem hochspekulativen Turmopfer, das den weißen König freilegte, jedoch Aron überhaupt nicht aus der Ruhe brachte. Zur Zeitkontrolle stand es damit 3:0. Als Freddy dann an Brett 4 seine etwas missglückte Eröffnung durch aktives Spiel im Endspiel zum Remis rettete, löste er damit auch die einzige Stellung auf, in der wir überhaupt deutlich schlechter standen. Aaron konnte an Brett 5 aus seiner Eröffnung keinen substanziellen Vorteil gewinnen und war nach einer geschickten Abwicklung seines Gegners in ein elementares Turmendspiel mit seinem schnell folgenden Remis nicht völlig unzufrieden.
Johannes dominiert mit Schwarz das Brett und hat die gegnerische Dame auf h1 gedrängt …… um dann später im Endspiel den weißen König auf h1 einzusperren. Weiß hatte keine sinnvollen Züge mehr und gab auf.
Drei Partien liefen damit beim Stand von 4:1 noch, wobei Robert und Johannes an den vorderen beiden Brettern völlig dominant standen und den Mannschaftssieg sichern sollten. Johannes stand in seiner Partie zwar ab ca. Zug 15 auf Gewinn und verbannte die weiße Dame ansehlich nach h1, erlaubte seinem Gegner später aber ein praktisch sinnvolles Befreiungsopfer von zwei Figuren gegen Turm und zwei Bauern samt Abtausch in ein Endspiel. Mit bester Verteidigung hätte sein Gegner noch einige Probleme stellen können, gab aber stattdessen nach einer Partie in permanenter Zeitnot einen seiner Bauern zu leichtfertig ab und erlaubte nunmehr ein Gefängnis für seinen König auf h1 (siehe Diagramm). In späteren Analysen wurde der korrekte Zeitpunkt für den „Cashout“ debattiert, an dem Johannes seinen positionellen Vorteil durch Materialgewinn realisieren hätte können – doch das hätte uns die schöne Schlussstellung verwehrt. Robert gewann eine langsame, wunderschön positionelle Partie, in der er dank geschlossenem Zentrum und Raumvorteil ein volles Brett dominierte. Beide Seiten stellen abwechselnd Drohungen auf, doch während Roberts Figuren immer aktiver wurden und schnell den Flügel wechseln konnten, standen die seines Gegners zunehmend passiv auf der achten Reihe. Den Endstand von 6,5:1,5 besiegelte Stevan an Brett 6, der in seinem Debut für Kreuzberg ein langes Endspiel mit kleinem Vorteil zu konvertieren versuchte, sich am Ende aber mit Remis zufriedengeben musste. Die Einzelergebnisse finden sich wie immer beim Ergebnisdienst.
Work hard, play hard. Oder zumindest feiert man den Mannschaftssieg und genießt den Weihnachtsmarkt. In diesem Fall (v.l.): Aron, Julian, Freddy, Consti (nur Kiebitz), (Doppel-)Aaron und Robert.
Fazit des Spieltages: Zwei Schwarzremis, ein Weißremis und ansonsten fünf völlig einseitige Gewinnpartien tun der Kreuzberger Seele gut, auch wenn es „nur“ ein Pflichtsieg im potenziellen Abstiegskampf war. Zahlreiche Partien und Eröffnungsfeinheiten wurden beim anschließenden Essen ausführlich analysiert und der Sieg mit einem kleinen Abstecher auf den Charlottenburger Weihnachtsmarkt gebührlich gefeiert. Der vielbeschworene Teamgeist unserer jungen, spielstarken Truppe war wieder spürbar (falls er je weg war), genau wie die Vorfreude auf unsere Doppelrunde in Görlitz im Januar. So kann das Schachjahr 2026 kommen!
Die Vorrunden sind absolviert und neben einigen Freiplätzen haben sich noch weitere Kinder und Jugendliche für die BJEM 2026, die wie immer in den Winterferien ausgetragen wird, qualifiziert.
AK u10: Lukas Stanisic, Tymofii Malyi
u12: Tino Sander
u14: Arthur Hoppe
u14w: Valerie Komar
AK u16: Hiroki Mauss
u18: Momme Held
U18 w: Madiha Fock
Wir gratulieren euch und wünschen euch viel Erfolg bei der BJEM 2026!
Die Mädchen müssen noch um die Qualiplätze für die Mädchenmeisterschaft spielen, da können noch weitere Plätze hinzukommen.
Unser Team vor der Runde am Sonntag gegen Baden-Baden – Martina Skogvall, die am Samstag gewonnen hatte, war heute nicht dabei
Gern hätten wir auch von diesem Heimspiel-Wochenende ein oder zwei Mannschaftspunkte mitgenommen. Aber das hat leider nicht so richtig geklappt. Trotzdem können wir mit dem Wochenende als Ausrichter zufrieden sein. Wir konnten mit Baden-Baden eine der stärksten Frauen-Bundesliga-Mannschaften bei uns begrüßen, ebenso wie die Mannschaften von Freiburg-Zähringen und unserem Reisepartner Chemnitz.
Der Bezirksstadtrat Andy Hehmke (SPD) hat uns anlässlich der Ausrichtung der Bundesliga-Runde besucht und ein Grußwort des Bezirks überbracht. Wir sind ja in der glücklichen Lage, dass unser Verein seit vielen Jahren in einem Gebäude des Sportamts Friedrichtshain-Kreuzberg untergebracht ist. Herr Hehmke lobte, dass wir durch unseren Aufstieg in die Frauen-Schachbundesliga unseren Sport weiter in den Mittelpunkt gerückt hatten. Auch Herr Dathe, der Leiter des Schul- und Sportamts, war am heutigen Samstag mit von der Partie.
Thomas Weischede hat der Berichterstatterin im Namen der Emanuel-Lasker-Gesellschaft freundlicherweise einen Sonderpreis, eine Vera, verliehen. Dieser Preis sollte auch allen anderen Personen gelten, die unerlässlich sind, damit solche und andere Events stattfinden können.
Beide Ehrengäste machten jeweils einen Eröffnungszug am 1. Brett. Dann konnte es losgehen. Unsere einzige Chance an diesem Wochenende witterten wir gegen Freiburg-Zähringen – am Ende aber gelang nur Martina ein Sieg bei zwei Remis an den ersten beiden Brettern (Sonja und Magda). Chemnitz überraschte am Samstag mit zwei Siegen an Brett 1 und 2 gegen Baden-Baden.
Am Sonntag konnte zumindest eine unserer Spielerinnen punkten: Amina Fock gewann überraschend gegen Ketino Kachiani-Gersinska. Die Chemnitzerinnen feierten dagegen einen 5:1-Sieg gegen Freiburg-Zähringen – besondere Freude dürfte im Haus Czäczine geherrscht haben, Mutter und Töchter gewinnen ihre Partien.
Noch eine Besonderheit in dieser Runde: GM Elisabeth Pähtz hat wohl ihre vorerst letzte Partie vor der Babypause gespielt. Wir wünschen ihr alles Gute!
Fotos von Frank Binding und Brigitte Große-Honebrink
Und noch ein Highlight dieses Wochenendes: Die Übertragung, Premiere für unser Team um Manuel Klink, hat einwandfrei geklappt. Es ist zwar in der Frauen-Bundesliga keine Pflicht, dennoch gab es an diesem Wochenende an allen Spielorten Live-Übertragungen.
Zudem gab es Live-Bilder von WIM Sonja Maria Bluhm mit begleitender Live-Analyse, u.a. mit Katharina Reinecke, die bei uns im Vereinsraum verfolgt werden konnte. Sonja streamt auf diesem Kanal: https://www.twitch.tv/bluhmanda. Zusätzlich analysiert sie jeweils montags ab 20:00 Uhr nach den Runden ihre und weitere Partien ihrer Mannschaftskolleginnen. Natürlich sind die Aufnahmen weiterhin verfügbar.
Weiter geht es im Februar gegen Deizisau und Schwäbisch-Hall – zwei klingende Namen der Frauen-Bundesliga!
Frauen-Regionnalliga Runde 2
Wir haben nicht nur eine Mannschaft in der Frauen-Bundesliga, sondern auch in der Frauen-Regionalliga, die in der 1. Runde überzeugend gewonnen hatte. Am heutigen Sonntag lief es nicht so gut gegen die TSG Oberschöneweide – nur Elnaz konnte einen halben Punkt einheimsen. Alle anderen haben leider verloren.
Am Samstag empfangen wir unsere Gäste etwas früher – 13:30 Uhr – auch der Bezirksstadtrat Herr Andy Hehmke wird uns anlässlich der Ausrichtung der Frauen-Bundesliga besuchen und ein Grußwort sprechen.
Weil es im April eine zentrale Endrunde in Bad Königshofen geben wird, bleibt diese Runde unsere einzige Gelegenheit, die Frauen-Bundesliga auszurichten. Wir freuen uns auf alle Mannschaften, aber natürlich ist es eine besondere Ehre, die durchweg starke Mannschaft der OSG Baden-Baden zu empfangen.
Auch in diesem Jahr spielen wir wieder das Weihnachtsskatturnier. Am Freitag, 12. Dezember geht es um 19.00 los, der Unkostenbeitrag beläuft sich auf EUR 5,00 und zu gewinnen gibt es Sachpreise. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.
Das Dezemberturnier im 960 findet zeitgleich oben im Mehrzweckraum statt.
Am 16.01.2026 wagen wir ein kleines Experiment. Ein Bullet-Turnier mit einer Bedenkzeit von 1 Minute + 2 Sekunden Inkrement. Online ist Bullet die mit Abstand am meisten gespielte Variante. Over-the-Board gibt es solche Turniere dagegen kaum. Zumindest in Berlin gab noch kein OTB-Bullet-Turnier. Das ändern wir jetzt. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen. Anmelden könnt ihr euch ab sofort über unsere Turnierseite: https://www.schachclubkreuzberg.de/event/kreuzberger-bullet-turnier-2026/
Das Startgeld wird zu 100% ausgeschüttet. Eingeladen sind alle Schachfreunde, die Spaß an der schnellen Variante haben.
Der 3. Spieltag war in der Gesamtschau kein guter Spieltag für Kreuzberg. 6 Niederlagen und nur 2 Mannschaftssiege sowie 1 Remis. Nach einem Drittel der Saison zeichnen sich erste Tendenzen ab. Aber seht selbst:
Die Top-Gesetzten Michael Strache, Henrik Petersen und Constantin Vogel haben sich durchgesetzt und stehen im Halbfinale. Ebenfalls dabei ist etwas überraschend auch Ashur Lalaev. Er hatte mit starkem Spiel in Runde 1 Samy Omar am Rande einer Niederlage und ist dann beim Versuch den Schachgeboten des gegnerischen Turmes auszuweichen am Ende einer Königswanderung ins Quasi-Selbstmatt gelaufen. Runde 2 und Runde 3 hat er dann gewonnen und steht nun als “Lucky Loser” der 1. Runde sogar im Halbfinale. Alle Ergebnisse und die Auslosung der 4. Runde gibts wie gewohnt auf der Turnierseite.
Interessante Endspielstellung aus der 3. Runde.
Petersen-Federau. Schwarz am Zug. Schwarz kann mit korrekter Verteidigung Remis halten.
Hier geht es auch um unseren Verein, unsere Besonderheiten, um unser Ehrenmitglied Horst Metzing und viele andere, auch aktuelle Themen. Wer noch mal hineinhören möchte, hat hier noch mal die Gelegenheit:
Hier die Ankündigung bei den Chess Tigers – vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen(?): Im aktuellen Schachtalk am Sonntag begrüßen die Moderatoren Michael Busse und Jonathan Carlstedt eine der prägendsten Figuren des Berliner Schachlebens: Brigitte Große-Honebrink, Vorsitzende des SC Kreuzberg, internationale Schiedsrichterin und Motor zahlreicher Berliner Turniere.
Über eine Stunde lang spricht die Runde über die Entwicklung des deutschen Spitzenschachs, strittige Schiedsrichterfälle, Turnierorganisation in Berlin und das große Ganze: Was macht eine funktionierende Schachszene eigentlich aus?
Gerne bin ich der Einladung nach Budva in Montenegro als Schiedsrichterin bei der Jugend-Europameisterschaft mit mehr als 1100 Kindern und Jugendlichen gefolgt. Hier meine Fotos vom Turnier und dem schönen Ort an der Adria. Vielen Dank an Jolanta für die Bilder von Marianna.
Ankunft in Budva
Hier fehlt die Streichholzschachtel daneben – so klein
Die Hotelanlage
Blick vom Balkon
Nicht immer scheint die Sonne
Riyanna Müller und Mara Haug
Brett 1 U16 vor der letzten Runde
Mykola Korchynskyi – ein Remis gegen Lukas Dotzer in der letzten Runde reicht
Das Treppchen ist fast eine Wiederholung vom Vormonat. Maxim gewinnt erneut mit 4,5/5 vor Daniel (4/5) und Matthias (3,5/5), der mit besserer Wertung vor Klaus Lehmann (3,5/5) landete. Das Monatsturnier war eingerahmt von der deutschen Meisterschaft im Schach960 und hat wegen (?) oder trotz (?) des Highlights im Olympiastadion immerhin 16 Teilnehmer angelockt.
Am kommenden Wochenende gibt es ein tolles Turnier für alle Schach960-Fans: Von Freitag bis Sonntag findet im Olympiastadion die Deutsche Meisterschaft im Schach960 statt. In der Spitze ist das Turnier schon sehr gut besetzt, aber in der Breite gibt es noch viel Platz für weitere Anmeldungen.
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