Ostermann’s Restaurationen
Da der jetzige Marqueur* des Herrn Ostermann die Schachgesellschaft zu ihrer besonderen Zufriedenheit bedient, so trage ich darauf an, daß demselben 2 Rthlr. als Neujahrsgeschenk aus der Gesellschafts-Kasse verabreicht werden, und bitte um die Zustimmung der Herren Mitglieder.
Berlin, den 18ten Januar 1828 [1]
Otto Zander entnimmt dies dem ältesten erhaltenen Dokument der Berliner Schachgesellschaft (heute BSG 1827 Eckbauer) und notiert es in seiner Festschrift zum 100jährigen Bestehen der Gesellschaft.
Lassen sich zu dieser spärlichen Information heute noch Details feststellen? Dieser Frage bin ich mit einer Recherche in Adress- und Kirchenbüchern, Stadtführern, Karten und Straßenverzeichnissen nachgegangen. Dass dabei Reichskanzler Gustav Stresemann ins Spiel kommt hätte ich anfangs nicht gedacht.
*Marqueur = “Furchenzieher” = Kellner, der mit Kreidestrichen auf einer Tafel die Bestellungen “markierte”.
Die 5. und letzte Runde unseres Ferienturniers verlief noch recht turbulent – die letzte Partie endete erst um 18:13 Uhr und entschied noch über die ersten Plätze. Mit einem schönen Manöver gewann Hasan gegen Andreas und landete auf Platz 3. Timo war der erste Platz sicher – auch wenn er in der letzten Partie eine Figur einstellte und die Partie gegen Floris verlor.
In der gestrigen 2. Runde gab es 2 Remisen – an Brett 1 und 2, aber nicht unumkämpft. Hasan und Momme spielten 54 Züge. Die Partie von Phuc gegen Aaron wurde zu früh unentschieden gegeben, da hätte Aaron mehr herausholen können. Kostas sorgte für eine kleine Überraschung, indem er gegen Floris gewann – mit der Arche-Noah-Falle, wie er mir anschließend erklärte. Gibt es tatsächlich – siehe Youtube-Videos z. B. mit Niclas Huschenbeth.
Nach 4 Tagen Turnier gibt einen Sieger – oder eigentlich mehrere. Kai wurde Erster mit 4 aus 5, dicht gefolgt von Hasan, der alle Partien gewann, aber in der 1. Runde noch nicht mitspielte. Er hat einen DWZ-Zuwachs von ca. 150 Punkten. Dritter im Bunde der 3 “Großen” wurde Lennart mit 4,5 . Alle Mitspielenden, die vorher noch keine DWZ hatten, haben zudem eine bekommen.
Frau Ratsiborynska vom Bezirksamt Kreuzberg – Seniorenamt – begrüßte die zahlreich erschienenen Teilnehmer zum 25. Überbezirklichen Seniorenturnier und zeigte sich erfreut über die Veranstaltung, die natürlich unter Hygienegesichtspunkten stattfand. Der Turnierveranstalter, unser Seniorenbeauftragter Helmut Abraham, verkündete die Regeln und sorgte u. a. für deren Einhaltung. Zum ersten Mal spielten wir im Haus des Sports, weil der übliche Austragungsort wegen Corona nicht zur Verfügung steht.

